Ich melde mich nochmals zu Wort, nachdem ich die Diskussion weiter verfolgt habe.
Gottlob ist das Mineraliensammeln nicht reglementiert. Es spielt nämlich keine Rolle, on man seine Sammlung aus selbst im Gelände gefundene Stufen aufbaut oder sich seine Sammlung zusammenkauft. Zuerst folgte ich auch dem Spruch von Fersman: „Ein richtiger Sammler sucht sich seine Stufen selbst.“ (oder so ähnlich), aber letztendlich kommt man doch dazu, sich die Sammlung durch Käufe zu vervollkommnen, zumal viele gute Stufen eben nur untertage gewonnen werden können.
Natürlich ist es ein ausgesprochenes Glücksgefühl, wenn man eine gute Stufe selbst geborgen hat, aber es ist genau so befriedigend, wenn man eine gute Stufe günstig erworben hat (günstig oder nicht, ist dabei natürlich relativ).
Also was soll es. Es gibt immer Möglichkeiten, Funde im Gelände bzw. auf Halden zu machen oder sich auf Börsen umzusehen – beides ist meiner Meinung nach gleichwertig.
Es treten auch in Deutschland immer mal wieder hervorragende Fundmöglichkeiten, auch auf angeblich erloschenen Fundstellen, auf. Ich erinnere da an Bräunsdorf. Vollstädt hat noch geschrieben: „Funde von Antimonmineralen sind auf den alte Halden nicht mehr möglich.“ Das stimmte auch, aber dann kam das Hochwasser und plötzlich war alles anders.
Also einen Grund mit unserem Hobby wegen angeblich fehlender Fundmöglichkeiten in Deutschland aufzuhören gibt es nicht. Kaufen oder selbst suchen – etwas geht immer.
Uwe