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Fund aus der Ivreazone, TI, CH

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vanderheide:
Fortsetzung:
Bild A III habe ich weiterbearbeitet. Es gab einen Sprung und ich habe darauf den Stein gespalten (Bild)
Allmählich zeigt sich mehr und mehr von der Textur des Steines.
Vielleicht schon ist die Gesteinsart jetzt eindeutiger?
Auf jedenfall wird eine Menge Eisen vorhanden sein? Es ist ein Band aus Quarz vorhanden (ist eine ganze Schicht), es gibt weissliche Punkte (Flocken) und es hat sehr viele kleinen Granate. Auch sehr dunkeles Material ist vorhanden.

vanderheide:
Auf eine Seite zeigen sich Farben wie Türkis bis ins Bläuliche

vanderheide:
Und hier ein Stein von Isola de Brisago (am Strand)
Mit welchem Gestein habe ich es hier zu tun??

Gruss
Hans

smoeller:
Hallo,

A III ist ein Gneis mit teilweiser Aufschmelzung, genannt Anatexit oder Migmatit. Die hellen Adern sind das aufgeschmolzene Material leukogranitischer Zusammensetzung (Quarz + Feldspat). Das liegt daran, dass ein Gemisch von  Quarz und Kalifeldspat ein Schmelzpunktsminimum (Eutektikum) aufweist. Die erste sich bildende Schmelze hat immer diese Zusammensetzung. Die dunkleren Bereiche führen Glimmer (bei den Temperaturen überwiegend Biotit) und Granat, sowie Plagioklas. Dazu können noch Graphit (graue, metallische, weiche Schüppchen), Sillimanit (weiße, seidige Nadeln) oder Cordierit (grauviolette fettig glänzende Körner) kommen. Graphit und Sillimanit habe ich schon in Gesteinen aus der Gegend gesehen.

Das letzte könnte (mit Vorbehalt) Gabbro sein, aber auch Amphibolit. Leider ist die Unterscheidung zwischen beiden nicht immer einfach, die Übergänge sind fließend.

Glück Auf!
Smoeller

vanderheide:
Hallo Sebastian,
Ganz herzlichen Dank für Deine Schilderungen, die viele Fragen plötzlich in einen Zusammenhang stellen! Die Schleifarbeit ist längstens nicht abgeschlossen, ich bin noch weit entfernt von der definitiven Form. Beim Schleifen entdecke ich immer wieder Neues. Heute - ich sprach von einem Band aus Quarz - sehe ich plötzlich an einer Stelle dieses Bandes, wie das Licht, genau in der Art von Feldspat, reflektiert wird. Jetzt war ich recht irritiert, bis ich hier Deine Antwort lese. Jetzt hat alles wieder seinen Platz! Glimmer habe ich an einer bestimmten Stelle auch eindeutig festgestellt. Und wenn der Stein beim schleifen plötzlich ein schwarzes Band auf der Scheibe zurücklässt, dann werde ich es wohl mit dem Graphit zu tun haben. Vielen Dank für den Hinweis auf Cordierit! Ich sprach von etwas Bläulichem. Ich werde es noch genauer bearbeiten müssen, aber es wäre die Lösung, wenn ich es mit Cordierit ansprechen darf.
Ich komme nochmals auf diesen Stein zu sprechen, wenn ich ihn fertiggearbeitet habe!!!
Bin gespannt, ob Du den Zweieten Steiingesehen hast.
Ob der nächste Stein wirklich GAbbro ist??? Teilweise war nur ein Anschliff darauf.
Ich werde neuere Entdeckungen melden.
Liebe Grüsse
Hans

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