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ARD Weltspiegel - Mineraliensuche in Mibladen
Collector:
Hi Tobi
ich habe nicht von "Anteil an armen Kindern in den Maulwurflöchern des Atlasgebirges gar nicht so extrem ist ..." gesprochen.
Ich habe vielmehr deutlich gemacht, dass ich bis heute (oder in fast 40 Jahren und bei an die 100 oder mehr Besuchen bis Ende April diesen Jahres) keine arbeitenden Kinder, keine Kinderbergleute, keine versklavten Kinder oder ähnlichen Schwachsinn in den Gruben in Mibladen gesehen habe. Nur hart schuftende Bergarbeiter, denn nur die sind in der Lage, in vielen Stunden die enormen Mannlöcher und die unzähligen Höhlen ins unterirdische Gestein zu schlagen.
Ich frage mich vielmehr, wieviele Dirham die im Film dargestellten Kids von der Journalistin bekommen haben, um zu posieren. (meine Meinung).
BTW: Mibladen liegt nicht im Atlasgebirge, vielmehr in der Ebene des Flusses Moulaya in den Ausläufern des Jebel Ayachi.
Inshallah
collector
Frank de Wit:
Idem.
Ich habe dort in Mibladen bei meine Besuchen auch nie Kinder gesehen am Arbeit und sicher nicht untertage.
Im Dorf schon, und die waren lustig!
Jochen1Knochen:
Hallo!
Aus den Fingern gesaugt wurde der Bericht bestimmt auch nicht.
Nimmt man mal Rumänien als Beispiel,dann haben die Aufkäufer die Minenarbeiter besucht und aber auch die Zigeuner.Die Zigeuner,welche auch in Rumänien nicht gerade geachtet wurden haben auch versucht,etwas zu verdienen und haben die ganzen alten verlassenen Bergwerke
"ausgeerzt". So etwas geschieht am Rande der Gesellschaft!
Die ärmsten der Armen gibt es überall und laut Kommentar sind die älteren Brüder halt mit einem Hungerlohn in der Stadt nicht einverstanden.
Also hätten sie schon Arbeit,aber irgendwie bringt das Risiko halt paar Groschen mehr ein.
Wenn dann die ganze Familie irgendwie davon leben möchte-bitteschön!Was Vater und Mutter machen ist in dem Bericht auch unerwähnt.
Die leben wahrscheinlich einfach mal so dahin.
Das ist doch aber gerade in solchen Verhältnissen erstmal die Grundfrage!
Gruß Jens
Tobi:
--- Zitat von: Jochen1Knochen am 21 May 12, 21:49 ---Aus den Fingern gesaugt wurde der Bericht bestimmt auch nicht.
--- Ende Zitat ---
Ich hoffe, das ist auch nicht die Quintessenz aus den Beiträgen hier. Weder möchte ich der ARD Lügen unterstellen, noch möchte ich leugnen, dass in Marokko (wie auch in 200 anderen Ländern der Welt ...) Menschen sehr schlecht behandelt werden und miese, gefährliche Jobs für lächerliches Geld machen müssen. Dennoch bleibe ich dabei, dass das hier typisch modener Betroffenheitsjournalismus ist: Man pickt sich ein soziales Problem aus einem beliebigen Land und bastelt daraus einen Bericht, der betroffen machen oder gar ein schlechtes Gewissen erzeugens soll. Und da wir hier eindeutig Zeugen haben, die wissen, dass es in Marokko durchaus auch anders aussieht, muss man den Bericht eben für etwas übertrieben halten, er drückt zu sehr auf die Tränendrüse.
Klinoklas:
Betroffenheitsjournalismus ist die Pest.
Aber eine runde Ohhhhhh funktioniert nunmal in der heutigen Zeit perfekt.
Bei den meisten Menschen reicht das Mitgefühl nichtmal aus, um gutes vor der eigenen Haustüre zu tun.
Sie werden aber niemals müde, unaufrichtiges Betroffensein zu allen möglichen Themen in der neutralen und
anonymisierten Zone des Internets zu äußern.
Die meisten Menschen fühlen sich absolut wohl dabei, durch ihren Kommentar
ihren Beitrag zum Thema geleistet zu haben. Aus, das war es!
Deshalb, wenn ich mir einige Kommentare unter dem Video so durchlese,
wird mir übler als von dem Beitrag selber.
Unabhängig davon ob das Video GZSZ Soap mit Laiendarstellern ist oder Altagsrealität in Mibladen.
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