Das ist ungefähr wie der Unterschied zwischen einem Auto und einem Traktor.
4 Räder und einen Motor haben beide ... und der Verwendungszweck ist ähnlich.

1.
Maurerhämmer:
Die gibts erstmal nur mit Schneide. Die Form, die einem flachen
Geohammer (Schürfhammer)am nächsten kommt, ist der sog.
Maurerhammer Rheinische Form.
Der hat entweder einen Stahlrohrstiel oder einen Holzstiel und wiegen ca. 600 g.
Für einen Anfänger taugt dieser Hammer durchaus auch als Geologenhammer.
Und auch echte Sammler könnten den benutzen, wenn diese hauptsächlich in weichen Sedimentgesteinen
sammeln. Natürlich kann man damit auch mal einen Stein aufkopfen.
Daneben gibt es auch noch den
Maurerhammer Berliner Form.
Dessen Schneide ist etwas breiter als die des Rheinischen Maurerhammer. Damit
kann man dann gut scharren.
Verwechseln sollte man den Maurerhammer jedoch nicht mit
einem
Latthammer (hat neben der Spitze eine Vorrichtung zum Nägel ziehen).
Mit dem kannst Du zwar auch Steine zerklopfen, jedoch weniger Gestein spalten.
2. Geologen-Hämmer - z.B. die von Estwing - sind
aus einem Stück geschmiedet.
Der Stiel und der Kopf bilden also eine Einheit. Der Stiel ist also nicht hohl.
Als Stahl wird ein Spezialstahl verwendet der besonders für die Bearbeitung
von Gestein geeignet ist. Der echte Geologenhammer ist der mit der Spitze.
Deshalb wird dieser auch Pickhammer genannt.
Es gibt verschiedene Hämmerausführungen. Das Gewicht beginnt bei 600g
und geht hoch bis 900g.
Daneben hat Estwing hat auch noch einen Geologenhammer mit einer flachen Schneide.
Der sieht dann ähnlich aus wie der Deutsche Maurerhammer Rheinische Form und heißt dann: Schürfhammer.
Warum ist nun der Geologenhammer besser ?Der Stahl ist härter und zäher. Der Stiel ist massiv und bricht praktisch nicht ab.
Nichts ist ärgerlicher als wenn auf einer Baustelle / Fundstelle ein Hammer kaputt geht und man keinen Ersatz dabei hat. Außerdem hat ein Geohammer einen besseren "Durchzug". Obwohl das Gewicht des Hammer doch relativ niedrig ist,
kann man damit auch mühelos Steine zerklopfen, für die man fast schon einen kleinen Fäustel (ebenfalls von Estwing) brauchen könnte.
Die Übertragung der Kraft direkt auf die Schlagfläche ist optimal.
Die Erschütterungen im Handgelenk sind reduziert.
Kaputt bekommen tut man Geologenhämmer eigentlich nur dann, wenn man diese
als Meißel einsetzt und hinten drauf mit einem Fäustel schlägt.
Entweder verbiegt es einem dann die Spitze (die dann irgendwann abbricht) oder es bricht seitlich ein Stück der Bahn ab (=flaches Hammerende).
Deshalb sollte der Geohammer nicht in Verbindung mit einem Fäustel eingesetzt werden.
Bei einem Maurerhammer ist das kein Problem. Der Stahl ist weicher und neigt nicht so schnell zum Splittern.
Aufpassen mußt Du allerdings beim Kauf schon.
Machmal werden auch Geologenhämmer als solche verkauft, die Ihre Namen nicht verdienen und die Ihr Geld auch nicht wert sind.
Da merkst Du allerdings erst bei der Arbeit wenn die Kraft nicht korrekt auf die Spitze oder auf die Schlagfläche übertragen wird und damit die Arbeit keinen Spaß mehr macht weil die Handgelengserschütterungen Schmerzen verursachen.
Deshalb am Hammer nicht sparen. Ein echter Estwing Hammer hält durchaus 10-20 Jahre wenn man nicht grob mit Ihm umgeht. Ein Baumarkhammer oft nur wenige Wochen !
Ich hab früher auch mit einem selber geschmiedeten Geo-Hammer gearbeitet.
Aber irgendwann war ich es leid ständig neue Stiele anzupassen.
Holzstiele sind halt immer der Schwachpunkt.
Entweder wackeln sie oder brechen ab.
Meist hatte ich gleich 2-3 auf der Baustelle dabei.
Seit ich einen gescheiten Geo-Hammer von Estwing habe, muß
ich mir keine Gedanken mehr darüber machen.
Trotzdem habe ich immer Ersatzwerkzeug dabei !
Man ist halt Pessimist und Optimist zugleich.
Kosten:
Maurerhammer Rheinische Form mit Stahlrohr + TÜV +GS Zeichen + nach DIN : ab 8,00 Euro.
Maurerhammer Rheinische Form - nur Kopf: ab 3,00 Euro
Maurerhammer Berliner Form mit Stahlrohr + TÜV +GS Zeichen + nach DIN: ab 8,00 Euro
Geologenhammer / Pickhammer Estwing: ab 40 - 50 Euro.
- Thomas -
.. Muss ich mich doch gleich als "rookie" outen : was unterscheidet den Geologenhammer eigentlich vom normalen Maurerhammer? Ersteren habe ich schon in einigen "Varietäten" gesehen, aber keinen äußerlichen Unterschied feststellen können .. außer, daß der M.Hammer nur 12-30 Euro kostet. Müssen die Hämmer irgendwie gehärtet sein (sind es die M.Hämmer nicht?)?
Blubb..