https://www.mineral-bosse.deEdelsteintage KonstanzMineralien Kalender

Autor Thema: geologenhammer ... klappspaten  (Gelesen 29988 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Schatten

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.310
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #15 am: 12 Apr 05, 08:34 »
Hallo erstemal,

tja...son Gelogenhammer is gehärtet ....mitm Maurerhammer war ich auch schon unterwegs  ::) in Plutoniten einfach zu weich die Teile (war mit Metallstiel....das Ding war völlig verbogen  :-\:P

Ich habe (wie wohl viele) nen Hammer von Estwing...die Dinger sind aus einem Stück...da fällt nich irgendwann mal der Kopf ab  ;D oder der Stiel bricht durch  ::)

Aber da sollte wohl jeder für sich entscheiden, was er nutzt...hängt ja auch vom Einsatzgebiet ab  ;)


Grüße vom
Schatten

amaltheus

  • Gast
Re: geologen hammer
« Antwort #16 am: 12 Apr 05, 09:34 »
Das ist ungefähr wie der Unterschied zwischen einem Auto und einem Traktor.
4 Räder und einen Motor haben beide ... und der Verwendungszweck ist ähnlich.  :D :D

1. Maurerhämmer:
Die gibts erstmal nur mit Schneide. Die Form, die einem flachen
Geohammer (Schürfhammer)am nächsten kommt, ist der sog. Maurerhammer Rheinische Form.
Der hat entweder einen Stahlrohrstiel oder einen Holzstiel und wiegen ca. 600 g.
Für einen Anfänger taugt dieser Hammer durchaus auch als Geologenhammer.
Und auch echte Sammler könnten den benutzen, wenn diese hauptsächlich in weichen Sedimentgesteinen
sammeln. Natürlich kann man damit auch mal einen Stein aufkopfen.
Daneben gibt es auch noch den Maurerhammer Berliner Form.
Dessen Schneide ist etwas breiter als die des Rheinischen Maurerhammer. Damit
kann man dann gut scharren.

Verwechseln sollte man den Maurerhammer jedoch nicht mit
einem Latthammer (hat neben der Spitze eine Vorrichtung zum Nägel ziehen).
Mit dem kannst Du zwar auch Steine zerklopfen, jedoch weniger Gestein spalten.

2. Geologen-Hämmer - z.B. die von Estwing - sind aus einem Stück geschmiedet.
Der Stiel und der Kopf bilden also eine Einheit. Der Stiel ist also nicht hohl.
Als Stahl wird ein Spezialstahl verwendet der besonders für die Bearbeitung
von Gestein geeignet ist. Der echte Geologenhammer ist der mit der Spitze.
Deshalb wird dieser auch Pickhammer genannt.
Es gibt verschiedene Hämmerausführungen. Das Gewicht beginnt bei 600g
und geht hoch bis 900g.
Daneben hat  Estwing hat auch noch einen Geologenhammer mit einer flachen Schneide.
Der sieht dann ähnlich aus wie der Deutsche Maurerhammer Rheinische Form und heißt dann: Schürfhammer.

Warum ist nun der Geologenhammer besser ?

Der Stahl ist härter und zäher. Der Stiel ist massiv und bricht praktisch nicht ab.
Nichts ist ärgerlicher als wenn auf einer Baustelle / Fundstelle ein Hammer kaputt geht und man keinen Ersatz dabei hat. Außerdem hat ein Geohammer einen besseren "Durchzug". Obwohl das Gewicht des Hammer doch relativ niedrig ist,
kann man damit auch mühelos Steine zerklopfen, für die man fast schon einen kleinen Fäustel (ebenfalls von Estwing) brauchen könnte.
Die Übertragung der Kraft direkt auf die Schlagfläche ist optimal.
Die Erschütterungen im Handgelenk sind reduziert.
Kaputt bekommen tut man Geologenhämmer eigentlich nur dann, wenn man diese
als Meißel einsetzt und hinten drauf mit einem Fäustel schlägt.
Entweder verbiegt es einem dann die Spitze (die dann irgendwann abbricht) oder es bricht seitlich ein Stück der Bahn ab (=flaches Hammerende).
Deshalb sollte der Geohammer nicht in Verbindung mit einem Fäustel eingesetzt werden.

Bei einem Maurerhammer ist das kein Problem. Der Stahl ist weicher und neigt nicht so schnell zum Splittern.


Aufpassen mußt Du allerdings beim Kauf schon.
Machmal werden auch Geologenhämmer als solche verkauft, die Ihre Namen nicht verdienen und die Ihr Geld auch nicht wert sind.

Da merkst Du allerdings erst bei der Arbeit wenn die Kraft nicht korrekt auf die Spitze oder auf die Schlagfläche übertragen wird und damit die Arbeit keinen Spaß mehr macht weil die Handgelengserschütterungen Schmerzen verursachen.

Deshalb am Hammer nicht sparen. Ein echter Estwing Hammer hält durchaus 10-20 Jahre wenn man nicht grob mit Ihm umgeht. Ein Baumarkhammer oft nur wenige Wochen !

Ich hab früher auch mit einem selber geschmiedeten Geo-Hammer gearbeitet.
Aber irgendwann war ich es leid ständig neue Stiele anzupassen.
Holzstiele sind halt immer der Schwachpunkt.
Entweder wackeln sie oder brechen ab.
Meist hatte ich gleich 2-3 auf der Baustelle dabei.
Seit ich einen gescheiten Geo-Hammer von Estwing habe, muß
ich mir keine Gedanken mehr darüber machen.
Trotzdem habe ich immer Ersatzwerkzeug dabei !
Man ist halt Pessimist und Optimist zugleich.


Kosten:
Maurerhammer Rheinische Form mit Stahlrohr + TÜV +GS Zeichen + nach DIN : ab 8,00 Euro.

Maurerhammer Rheinische Form - nur Kopf:   ab 3,00 Euro

Maurerhammer Berliner Form mit Stahlrohr + TÜV +GS Zeichen + nach DIN: ab 8,00 Euro

Geologenhammer / Pickhammer Estwing: ab 40 - 50 Euro.


- Thomas -



.. Muss ich mich doch gleich als "rookie" outen : was unterscheidet den Geologenhammer eigentlich vom normalen Maurerhammer? Ersteren habe ich schon in einigen "Varietäten" gesehen, aber keinen äußerlichen Unterschied feststellen können .. außer, daß der M.Hammer nur 12-30 Euro kostet. Müssen die Hämmer irgendwie gehärtet sein (sind es die M.Hämmer nicht?)?

Blubb..
« Letzte Änderung: 12 Apr 05, 09:36 von amaltheus »

Offline Trockendattel

  • *
  • Beiträge: 2
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #17 am: 19 Apr 05, 21:00 »
Hu!!  :o  Man dankt für den ausführlichen Artikel (wenngleich in der Zwischenzeit schon so einiges anderes gelesen wurde).
Habe mich auch bei mikon-online umgeschaut und finde das noch ganz akzeptabel .. auch wenn nur allein Bafög auf´s Konto fließt.  :'(

Grüße,

M.

Offline Stefan

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 11.329
  • Kleine Funde, große Geschichten
    • Mineralienatlas - Fossilienatlas
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #18 am: 20 Apr 05, 09:51 »
Hallo,

ich habe mir gerade erst wieder einen Estwing Hammer gekauft und fälschlicherwiese einen Forgecraft Hammer gelfiefert bekommen. Das wurde umgehend von meinem Händler korrigiert so dass ich nun 2 dieser Hammer bei mir liegen habe. Optisch gibt es bis auf den Griff keinen nennenswerten Unterschied. Beide Hämmer machen einen sehr guten Eindruck. In der Prxis habe ich nur den Estwing Hammer gestestet und die sind nahezu unverwüstlich.

So nun zu dem Interessanten dabei, die Forgecraft Hämmer kosten ca. die Hälfte der Estwing Hämmer, sind also um 18 Euro zu bekommen und sind ebenfalls aus einem Stück hergestellt. Wäre interessant noch einen Praxistest zu bekommen, denn dann sind die Forgecraft Geologenhämmer eine echte preisgünstige Alternative.

Gruß Stefan :D

Offline JHM

  • *****
  • Beiträge: 564
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #19 am: 20 Apr 05, 16:40 »
Hallo,
ich habe auch  einen eastwing Hammer und bin auch sehr zufrieden damit .Klappspaten gibts günstig bei ebay,so 10 euros.

grüsse JHM

Offline Sascha M.

  • ***
  • Beiträge: 353
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #20 am: 22 Apr 05, 20:56 »
ich hab gedacht nen maurer hammer hat ne flache spitze.

gruß sascha

amaltheus

  • Gast
Geo Hämmer
« Antwort #21 am: 25 Apr 05, 10:01 »
Hallo Sascha,

anbei nochmals eine Übersicht über die verschiedenen
Ausführungen von Hämmern die sich beim Sammeln
mehr oder weniger einsetzen lassen.

Gruß Thomas

ich hab gedacht nen maurer hammer hat ne flache spitze.

gruß sascha
« Letzte Änderung: 25 Apr 05, 13:16 von amaltheus »

Offline Galenit

  • *****
  • Beiträge: 731
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #22 am: 25 Apr 05, 10:21 »
Das letzte is Rheinische Form für Holzstiel... :D

amaltheus

  • Gast
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #23 am: 25 Apr 05, 13:17 »
Du hast Recht ...

ich hab mich da etwas vertan.

Ich hab das Bild korrigiert und neu hochgelegt.

Der Hammerkopf (für Stiel) ist ein Maurerhammer, rheinische Form !!

Danke für den Hinweis.

Thomas

Das letzte is Rheinische Form für Holzstiel... :D

Offline Zuercherella

  • ***
  • Beiträge: 175
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #24 am: 03 May 05, 23:00 »
Hallo zusammen,

anbei meine Erfahrungen mit Hämmern:

seit ungefähr 15 Jahren habe ich 3 Baumarkt im Einsatz, die alle noch funktionieren. Davon ist mindestens einer als Ersatz dabei, wenn ich los gehe. Mag sein, das Glück dabei war, aber bisher keine Klagen. Beim Estwing, der unbestritten viel besser verarbeitet ist, stört mich ein wenig der Schwerpunkt bzw. das Gewicht.  Die Baumarkthämmer bn ich besser gewohnt, da sitzt nach der langen Zeit fast jeder Schlag. Da der Estwing anders ausbalanciert ist, habe ich oft das Gefühl, nicht richtig zu treffen, wenn ich ihn mal ausleihe.
Das heißt, man kann auch, wenn man zur Zeit wenig Geld investieren möchte, ein einigermaßen anständiges Arbeitsgerät aus dem Baumarkt bekommen.
Vor einer Sache muss ich aber mal eben warnen: Hämmer als Meißel einzusetzen ist fahrlässig! Jeder Hammer hat eine gehärtete Spitze/Schlagfläche. Wenn man Hammer auf Hammer benutzt, wirken enorme Kräfte auf das spröde Material, die Hämmer gehen viel schneller kaputt. Die herumfliegenden Teile bohren sich auch durch normale Kleidung oder tief durch die Gesichtshaut, und können schwere Verletzungen verursachen, also: immer Meißel nutzen, die sind nur an der Spitze gehärtet.

Gruß
Michael

Offline Stefan

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 11.329
  • Kleine Funde, große Geschichten
    • Mineralienatlas - Fossilienatlas
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #25 am: 15 Jun 05, 23:55 »
Hallo,

hatte ja geschrieben, dass ich zwei Hämmer Estwing und Forgecraft mit nahezuidentischem Aufbau habe.

Meine ersten Erfahrungen liegen nun vor. BEide Hämmer haben sich hervorragend im Steinbruch bewährt. Bisher konnte ich eine besonderen Unterschiede in Bezug aufden Stahl feststellen.

Der Griff des Forgecraft Hammers macht einen nicht ganz so soliden Eindruck wie der des Estwing hammers, ist aber m.E. durchaus solide und funktionsgemäß.

Wer einen günstigeren (halber Preis eines Estwing), sehr soliden Hammer aus einem Stück sucht, sollte die Forgecraft Hämmer mit in seine Entscheidung einbeziehen. Das Preis Leistung Verhältnis ist deutlich besser als bei Estwing.

Gruß Stefan

Offline Galenit

  • *****
  • Beiträge: 731
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #26 am: 16 Jun 05, 02:17 »
Preis - Leistungs - Verhältnis ist hier Relativ würde ich sagen. Im dauergebrauch habe ich Festgestellt das die Forgecraft hämmer manchmal risse im Stiel bekommen, er scheinbar austrockenet :? Und man sehr viel öfter den Hammer neu am Schleifstein abziehen muss. Das bedeutet natürlich auch, das der Hammer schneller "verbraucht" ist.
Ich benutze Forgecraft nun nciht mehr. Aber für jemanden der nicht so oft utnerwegs ist oder nur zu den Semesterexkursionen, dem empfele ich ganz offen den forgecraft.

Was mich persönlich interessieren würde wäre ja ein Hammer von micha. 15Euronen sind sicher gut darin angelegt. Ich würde sicher auch die "derbe" Variante mit dem Vorschlaghammerstiel vorziehen. Im Spätsommer in den Alpen würde er dann den "Hardcore-Test" bekommen ;)

Aber könntest du mir dann auc dabei helfen den darauf aufzu ziehen micha? Ich habe noch nie nen Hammerkopf aufgestielt.

Offline Stefan

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 11.329
  • Kleine Funde, große Geschichten
    • Mineralienatlas - Fossilienatlas
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #27 am: 16 Jun 05, 11:01 »
Hallo,

Risse im Stiel, ich vermute Du meinst den Kunststoff. Das habe ich bei einem Estwing Hammer erst bei meinem letzten Clara Besuch auch gesehen. Generell liegt der Kunststoff bei Estwing aber deutlich besser an und dürfte daher weniger anfällig sein.

Gruß Stefan

Offline Galenit

  • *****
  • Beiträge: 731
Re: geologen hammer...klapspaten
« Antwort #28 am: 16 Jun 05, 12:09 »
Estwing, kunbstsoff???
Das sidn entweder leder umwickelte Griffe mit klarlack, die kannst du in die Tonne klopfen, oder Gummi... und die gummigriffe sind eigentlich Top.

amaltheus

  • Gast
Geologen Hammer Estwing
« Antwort #29 am: 16 Jun 05, 15:50 »
Wenn schon ... dann gleich richtig.

Die erwähnten Griffe beim Estwing Hammer sind aus blauem Vinyl.
Im Gegensatz zur Lederwicklung (die irgendwann bricht und dann Ärger macht)
gehen diese Vinyl Griffe praktisch nicht kaputt und dämpfen auch gut den
Rückschlag !

Für den Fossiliensammler sind die Estwing-Hämmer genau richtig ... auch wenn
dem einen oder anderen der Hammer zu leicht ist bzw. der Kopf zu "zierlich".
Aber gerade wenn es darum geht ein Fossil im Gestein zu formatisieren, dann
wird man die Vorteile des schlanken Hammer-Kopfes zu schätzen wissen.
Man kann einfach gezielter Stücke vom Stein abschlagen ... als vielleicht mit
einem Hammer, der einen breiteren Kopf hat.

Andererseits ... wenn es darum geht Steine aufzukopfen (z.B. harte u. große Geoden),
dann mag er vielleicht etwas schwach auf der Brust sein. Aber dafür hat man dann
gleich den passenden Estwing Fäustel dabei der gut ausbalanciert ist und eine
sehr gute Kraftübertragung hat. Damit kommt man dan viel schneller ans Ziel !

Es gibt für jeden Zweck halt unterschiedliche Werkzeuge !

- Thomas -

Estwing, kunbstsoff???
Das sidn entweder leder umwickelte Griffe mit klarlack, die kannst du in die Tonne klopfen, oder Gummi... und die gummigriffe sind eigentlich Top.

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge