Arbeitsmittel / Means for work > Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing

STEINSÄGE: Fliesensäge, Dremel, Flex.... bin verwirrt -_-

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Steinschlichter:
Hallo Leute,
ich berichte mal, wie es gerade steht. Schliesslich können andere Sägeanfänger ja auch davon profitieren.
Inzwischen habe ich Tigerauge bearbeitet mit Mini-Siliziumcarbid -Schleifscheibe und mit Diamanttrennscheibe. Werkzeug ist ein Miniwerkzeug (ähnlich Dremel).

TRENNSCHEIBE:
Die Trennscheibe ist verblüffend laut und die Schmierung und Kühlung sind so schwierig, wie ich es erwartet hatte, da das Wasser sofort abgeworfen wird.
Also werde ich mir einen Tröpfelmechanismus basteln.
Mit der Schneidleistung an sich käme ich klar, schließlich will ich keine Großfertigung ;-)
Vorher dachte ich ja noch, ich bräuchte mehr Watt, jedoch merke ich jetzt, dass das Hauptproblem nicht die geringe Leistung der Maschine ist, sondern die geringe Leistungsabgabe des Werkzeugs an das Werkstück. Ich kann ja sowieso nicht stark aufdrücken. Also werde ich vorerst mit meinem billigen schwachen Gerät weiter experimentieren.

SCHLEIFSCHEIBE:
Das Schleifen geht viel besser, als ich gehofft hatte.
Probeweise habe ich unterhalb des Dunstabzugs am Herd gearbeitet, das funktioniert schonmal prima: der feine Staub wird abgesaugt und gelangt nach draußen. Allerdings wird bestimmt irgendwann an der Hauswand der Staub eine Verfärbung der Wand verursachen. Das behalte ich einfach mal im Auge und sehe ja dann, ob eine Reinigung gut möglich ist (wovon ich durchaus ausgehe, schließlich ist es nur Staub).
Ob dieser feine Staub wohl in einem Filtervlies hängen bleiben würde? Ich bekam per persönlicher Nachricht den Tipp, eine Dunstabzugshaube zu verwenden. Ich werde bei Gelegenheit ein Vlies in die Haube einlegen und eines vor dem Luftauslass an der Außenwand befestigen. Wenn dann das erste Vlies verdreckt und das Außenvlies nicht, dann werde ich mir einen Bastelarbeitsplatz mit Umluftabzugshaube einrichten.
Was aber ziemlich stört ist die starke Vibration der Maschine. Bereits nach wenigen Minuten waren meine Finger leicht betäubt. Also Gummiummantelung und Handschuhe verwenden. Vielleicht muß ich aus dem Grund dann doch mal eine Dremel kaufen, die z.T. Angeblich gut gedämpft sind. Hat da jemand Erfahrung gemacht?

Unterm Strich bin ich auf jeden Fall schonmal zufrieden mit meinem Erfahrungszuwachs :-)
Grüße
Richard

Jörg:
Hallo,


--- Zitat ---Also werde ich mir einen Tröpfelmechanismus basteln.
--- Ende Zitat ---
Habe ich auch schon mit rum experimentiert. Wasser von oben auf das Blatt.
Bileb allerdings ohne Erfolg, da das Wasser sofort von Luftzug der drehenden Scheibe zu den Seiten abgelenkt wurde.
Bin mal gespannt, ob Dir eine Lösung einfällt.

Glück Auf!
Jörg

fassi:
Wenn ich das hier lese dann wird mir  echt Angst das sowas auch andre  "Säge und Schleif Neulinge " versuchen  >:(

Ihr müsst ja unendlich Zeit haben für solche Abenteuerlichen Experimente
Aber jeder ist seines Glückes eigner Schmied  ;) ;)

Steinschlichter:

--- Zitat von: fassi am 28 Oct 12, 14:46 ---Wenn ich das hier lese dann wird mir  echt Angst das sowas auch andre  "Säge und Schleif Neulinge " versuchen  >:(

Ihr müsst ja unendlich Zeit haben für solche Abenteuerlichen Experimente

--- Ende Zitat ---
Klingt ja geheimnisvoll......
Hast Du das denn schon selber ausprobiert? Wenn ja: welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?
Wenn nein: warum machst Du dann so eine Aussage?
Klar: Konformisten sind natürlich grundsätzich nicht so experimentierfreudig und lehnen ab, was sie nicht kennen.........
Klar, ich könnte einfach das kaufen, was die Industrie für den gewünschten Zweck anbietet. Das würde mir aber nicht reichen. Auf die Art lerne ich nämlich wenig.

Übrigens: "unendlich viel Zeit"... Was mag das wohl bedeuten?
"Hobby" bedeutet für mich: Tätigkeit, die mir Spaß macht, die ich meiner freien Zeit ausübe. Wenn ich da dann sage würde: "keine Zeit für Experimente", dann wäre das doch eine traurige Sache- oder?

Viel Spaß noch,
Gruß
Richard

Steinschlichter:
Hallo Jörg,
danke für's "Glück auf"


--- Zitat von: Jörg am 27 Oct 12, 10:10 ---Wasser von oben auf das Blatt.
Blieb allerdings ohne Erfolg, da das Wasser sofort von Luftzug der drehenden Scheibe zu den Seiten abgelenkt wurde.
Bin mal gespannt, ob Dir eine Lösung einfällt.

--- Ende Zitat ---
Ja, das ging mir heute so ähnlich. Zwar nicht mit Wasserzufuhr, sondern stehendem Wasser....... (Stein lag im Wasser und Scheibe sollte Wasser mit in den Schneidspalt ziehen).
Ich denke, die Lösung müsste so aussehen, dass die Wasserzufuhr die Steinoberfläche benetzt. Die drehende Scheibe würde dann das Wasser in den Spalt ziehen.
Das ganze ist jedoch mit derart viel Wassernebel verbunden... Gefährlich ist es zwar nicht, da die Maschine mit nur 18V betrieben wird, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass es der Lebensdauer der Maschine gut tut.....
Vielleicht würde da eine biegsame Welle Abhilfe schaffen.

Momentan sieht es jedenfalls so aus, dass mir die Schleiferei irre Spaß macht :-) Allerdings merke ich bereits, dass 5 Euro für 10 Schleifscheiben nicht mehr ganz so billig erscheint, wenn ich sehe, wie der Durchmesser der Scheibe abnimmt ^^
Der Dunstabzug, der den Staub direkt nach draussen führt, scheint mir inzwischen so genial, dass ich in Erwägung ziehe, die Schleifarbeit ganz einfach am Herd zu erledigen. Da kann ich zwar nicht sitzen aber bis jetzt ist es okay so (schliesslich schleife ich nicht jeden Tag stundenlang).

Heute habe ich versucht, eine dünne Schicht vom Tigerauge abzutrenenn mittels Hammer und Meissel (meines Erachtens Muttergestein), jedoch hatte ich am Ende nur einen Haufen kleiner Tigeraugen vor mir liegen. Das macht aber nichts, dieses Herantasten an ein Thema macht mir Freude.
Das interessante ist, dass ich selber noch nicht weiss, wo mich der Weg lang führt und wie ich das am Ende dann betreiben werde.

Ich habe gesehen, dass es eine Art elektrischen Minimeissel gibt, der eigentlich von Archäologen verwendet wird, um Fossilien frei zu legen. Vielleicht wäre das eine bessere Möglichkeit, um die Steine vom Muttergestein zu befreien.

Gerade dieses Muttergestein ist wohl der Grund, für den relativ günstigen Preis, den ich bezahlt habe.

Danke für die Tipps,
schönen Abend noch,
Richard

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