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Ausleuchten der Kristallflächen

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uwe:
Ich halte des Bild für sehr gelungen, da hier die Struktur, die neben der Farbe gerade bei Kristallen sehr wichtig ist  hervorragend wiedergegeben ist.

Der Begriff "natürlich" ist bei Mineralen ohnehin grenzwertig, da in Ihrem natürlichen Umfeld, als in Drusen im geschlossenen Gestein, Minerale ohnehin keine Farbe haben. Farbe entsteht nur im Licht und ist auch vom Frequenzbereich des Lichtes abhängig (Alexandrit, Uranglimmer).

Uwe
 

kraukl:
Hi,
auch ich halte das Foto für sehr gelungen und muss Uwe vollkommen Recht geben.

Hier stimmt nicht nur die Struktur, die sehr gut zu betrachten ist, sondern vor allen
Dingen auch die Farbe.

Daran hapert es meiner Meinung nach in letzter Zeit bei vielen Fotos, die hier eingestellt werden.
Da werden Hemimorphite und Calcite fotografiert, die sehen farblich eher wie Coelestin aus, Pyrite
die auf den ersten Blick wie Bleiglanz aussehen, Cerussite und Leiteit, die farblos sein sollen,
auf dem Foto jedoch hellgrün aussehen, weißer Dolomit und farbloser Willemit, die auch gut
als Coelestin durchgehen würden und...  und...  und...
Aber als Krönung des Ganzen finde ich, wenn durch die Bewertungen, die für solche farbverfälschten Fotos
abgegeben werden, diese Fotos auch noch als "Foto des Tages" hochgejubelt werden.

Aber vielleicht betrachten und fotografieren ja mittlerweile die meisten Menschen ihre 
Mineralien mit minderwertigen LED-Lampen und kennen nicht mehr die typische "natürliche" Farbe.

Glückauf
aus dem Ruhrgebiet
Klaus Krause








Rudolf Hasler:
Hallo,
abgesehen davon, dass ich von Matteo Chinellatto noch nie ein schlechtes Bild gesehen habe und wir ihm unzählige wahre Meisterwerke verdanken, entspricht dieses Bild trotzdem ganz und gar nicht dem, was ich unter natürlichem Sehen verstehe. Wenn ich mit einer Wulfenitstufe ins Tageslicht gehe, werde ich niemals ein Bild wie dieses sehen - nämlich, dass 2 gegenüberliegende Flächen gleich spiegeln. Das stört mich persönlich mehr als so manche Farbverfälschung.

Glück auf
aus Bad Bleiberg
Rudolf Hasler

nwsachse:
Hallo,
man würde die Stufe aber in natura sicher nicht nur stur von einer Position aus betrachten, sondern sie langsam etwas drehen und wenden, oder seine Position verändern, um auf verschiedene Kristallflächen, auch mit unterschiedlichem Lichteinfall zu blicken.
Das Bild fasst meiner Meinung nach diese Betrachtungsweise zusammen.

nwsachse

kraukl:
Speziell für dieses Foto:
Wulfenit, Größe: 1,9 mm

Wenn du damit ans Tageslicht gehst, wirst du Schwierigkeiten haben, den Kristall zu sehen.
Wenn du ihn unterm Mikroskop betrachtest, kann es sehr wohl vorkommen, wie auch Tobi
schon geschrieben hat, dass er so zu sehen ist, wie auf dem Foto.

Anders die Farbverfälschungen, das betrifft schon Stufen, die man ans Tageslicht nehmen
könnte und die dann ganz anders aussehen.
Das stört mich und zwar ganz erheblich!
Soll ein Anfänger meinen, Hemimorphit ist hellblau?? - Der Eindruck entsteht hier !

Glückauf
Klaus Krause

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