Also der Peter Broich, ist mir wohl bekannt. Durch das Schmiedefroum. Aber ich will die Erze selbst sammeln. Ich könnte ja auch auf die Oxidfarben zurückgreifen und diese für die Verwendung im Rennofen behandeln. Das will ich aber nicht. Auch die Anfrage bei diversen Kollegen, ist nicht ganz so mein Ding. Die Sache hat ideologischen Wert.
Für eine Fahrt im Rennofen, benötige ich ca 20 Kg Erz. Grössere Öfen werde ich aus Gründen der Brenndauer nicht bauen.
@ Berthold
Ich stamme ursprünglich aus Waldthurn, kennst du als weidner bestimmt. Pleystein kenn ich gut und auch die Umgebung. Kannst du genauere Ortsangaben machen, über den Abbauort? Ob man da heut noch fündig wird?
Kurz mal zum Vorgang im Rennofen:
Es wird nicht geschmolzen! Das einzige schmelzende bei dem Vorgangn ist die Schlacke. Daher hat der Ofen seinen Namen: Rennofen. Weil die Schlacke herausrinnt. Das Eise bzw. der Stahl, was abhängig ist von der Ausgangsbeschaffenheit der Erze unter anderem durch Phosphorgehalt..... wächst im Ofen zu einer Art schwammigen Masse, die im Idealfall nicht Schmilzt! Der korrekte Vorgang im Ofen wird als Reduktion benannt. Das Eisenoxid wird reduziert von z.B. Fe2O3 zu Fe. Der Vorgang läuft durch die Entstehung von Co bei der Verbrennung direkt und durch das restlich aufsteigende Co im Ofenschacht ab. Hierbei wird dem Erz der gebundene Sauerstoffanteil entzogen und zurück bleibt ein "Eisenschwamm". Grob erklärt, das Ganze.
Darum kann man keinen Guss verwenden. Dieser hat zuviel Kohlenstoff und lässt sich deshalb auch nicht verschmieden. Man müsste in einem aufwändigem Verfahren durch z.B. einblasen von Sauerstoff den Kohlenstoff verbrennen.
Wir haben mal Proben aus verschiedenen Fundstücken des Erzes an der Bayerwald Mine gemacht. Die Konzentration betrug durchschnittlich ca. 30% - wie schon erkannt, zu wenig. Eine Konzentration von etwa 70% aufwärts (Fe2O3 z.B.) sollte schon vohanden sein. Beispiel: 20 Kg Erz, Wertigkeit 75% Fe2O3 = 15 kg Fe2O3. Der Idealfall einer Ofenreise bringt zwischen 25-30% Fe als Ertrag aus dem gesamten Fe2O3 des Erzes, zum Vorschein. Also in etwa 4 Kg. Bei der Verarbeitung des Eisens bzw. des Stahls gehen noch einige Prozent verloren, durch abbrand und verzunderung..... Also würde ein minderwertigeres Erz, sich nicht mehr rentieren.
@ Wolfi,
Klingt gut mit dieser Ader die dort freigelegt wurde. Kannst du mir da genauere Angaben geben? Wird da abgebaut oder was betreibt man dort? Ist das ein Steinbruch?

Kann ma da einfach hinfahren?
Ich wohne in Windischeschenbach, dort wo das KTB Bohrloch ist. Kennst sicher? Stadtsteinach kenn ich auch. Aber nicht ortskundig genug, um dort die Stelle zu finden. Also wär ne Wegbeschreibung evtl gut. Das Erz gibt es dort also immer wieder? :-)
Mein Problem ist, das ich die Erze beim Finden nicht einschätzen kann, da ich ein totaler Anfäger bin, was diesen Bereich betrifft. Ein ortskundiger Führer mit den entsprechenden Kenntnissen wäre von Vorteil....
Ingo