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Frage an die Bayern: Hauzenberg und Kropfmühl

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Schlacke:

Hallo,

Der Hinweis aus älteren Schriften betr. Graphitabbau in Hauzenberg ist ein Lesefehler, Hauzenberg ist ein Granit Zentrum im Bay. Wald. (Graphit-Granit !!!)   www.granitzentrum.de

Zu Kropfmühl, Graphit-Abbau s. auch Aufsatz in: MAGMA, H. 4/84 S. 27 ff. verfasst vom damaligen Berging.  Karl-Heinz Gohla: Graphit aus Kropfmühl - Eine Lagerstätte im Bay. Wald  www.graphite.de
und
Ortmeier, M. ; Helm, W.: "Millionenbauern" Bäuerlicher Graphitbergbau in Unteren Bayerischen Wald, hrsg. Freilichtmuseum Finsterau, Landshut: 2001, 142 S.

Glückauf!

Schlacke

kks:

--- Zitat von: Schlacke am 19 Sep 13, 12:50 --- Hauzenberg ist ein Lesefehler

--- Ende Zitat ---

Richtig. Der Graphitabbau befindet sich in Kropfmühl, dort auch Verwaltung und Aufbereitung, und zieht sich bis Pfaffenreuth (Schacht Zwingau). Hauzenberg hat damit nichts zu tun.

Gruß,

Klaus

Collector:
Hallo

untenstehend der Originalartikel in wikipedia.  Auch mir war eigentlich immer nur Kropfmühl geläufig, deswegen meine Anfrage hier im Forum.
Könnte es sein, dass "irgendwann" Kropfmühl noch nicht eigenständig existierte, bzw. (wie unten erwähnt) Teil von Hauzenberg war ?

Gruß
collector

Text:

Hauzenberger Graphit


Hauzenberger Graphit ist ein nicht sehr großes Graphitvorkommen bei Hauzenberg, Ortsteil Kropfmühl, in dem schon seit mehr als einem Jahrhundert ziemlich reiner Kohlenstoff mit hexagonalem Schichtgitteraufbau und einer Dichte von 2,25, abgebaut wird. Es handelt sich um das einzige Graphitvorkommen in Deutschland, in seiner Qualität allerdings nicht gleich dem Ceylongraphit.

Die ersten Graphitgruben entstanden zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Graphit wurde im Grundeigentümerbergbau gewonnen, so dass in absatzgünstigen Zeiten die Grundbesitzer zu beträchtlichem Reichtum kamen.

Ursprünglich wurde das geförderte Material nur rund um Passau, besonders in Obernzell als Zusatz zu klassischen Tontiegeln („hessische Tiegel“) verarbeitet und als „Passauer Tiegel“ bezeichnet und vermarktet. Die Technik, den hessischen Tiegeln Graphit zuzufügen wurde alsbald von den über weitaus größere Kapazitäten und Tonvorkommen verfügenden Tiegelherstellern in Hessen (Bezirk Großalmerode) und auch Tiegelherstellern im nordrhein-westfälischen Neheim-Hüsten übernommen. Seitdem gilt es als Basismischung aller Ton-Graphittiegel, auch in England ("Morgan") und USA ("Vesuvius") hergestellt.

In den Hauzenberger Graphitgruben wurde 1795 erstmals auch Titanit entdeckt (und von Klaproth beschrieben).  Der Fundort gilt daher auch als dessen Typlokalität. Weitere Mineralfunde an diesem Fundort sind Feldspate, Glimmer, Hornblende, Quarz und Talk.

kks:

--- Zitat von: Collector am 19 Sep 13, 18:18 ---
Könnte es sein, dass "irgendwann" Kropfmühl noch nicht eigenständig existierte, bzw. (wie unten erwähnt) Teil von Hauzenberg war ?


--- Ende Zitat ---

Hallo,

ich vermute eher genau den umgekehrten Fall: Kropfmühl war früher eine eigenständige Gemeinde und ist erst in neuerer Zeit durch die immer weiter um sich greifende Zusammenlegung und Neuformierung von Gemeinden, gerade im ländlichen Raum, zu einem Ortsteil von Hauzenberg geworden. Denke ich jedenfalls.

Jedenfalls spricht Klockmann 12. Aufl., 1942, von der "Gegend um Passau" und nennt konkret Kropfmühl und Pfaffenreuth und sonst nichts. Auch als ich 1974 dort war, ist mir nichts amderes bekannt geworden, ich habe mir gerade den Bericht rausgesucht.

Gruß,
Klaus

Jochen1Knochen:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&cd=3&cad=rja&ved=0CDoQFjAC&url=http%3A%2F%2Fwww.hauzenberg.info%2Fschaibing%2Fchronik.htm&ei=u1A7UqbIK4qHtAbFl4HoDw&usg=AFQjCNEA6kfhYvnDXB9WjM5r60E7yvPbdQ

Im zweiten Absatz nachzulesen.

Gruß Jens

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