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“Massenware” oder “Kaum noch zu bekommen”?

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woelsendorfer:
Dierdorf

--- Zitat ---"Interessant an all den o.a. Beiträgen ist, dass keiner implizit auf das Kernproblem eingegangen ist,"
--- Ende Zitat ---

Die Frage von Andreas war wo das Material geblieben ist und warum man so wenig auf Börsen sieht.

Kurzantwort aus dem ganzen geschriebenen Text:

Hochwertiges Stufenmaterial wird im Keller oder anderswo aufbewahrt. Der Handel wird nicht über Börsen abgewickelt, sondern von Privat an Privat. Gute Preise lassen sich auf Börsen für hochwertiges Material oftmals nicht mehr erzielen ... es gibt Ausnahmen und zwar kleine Regionalbörsen ohne oder nur mit gerigem Schmuckanteil, die meist dazu noch von Sammler organisiert werden. Da für hochwertiges Material, dazu zählen auch Raritäten von Fundorten wo es sowieso nie viel gab, in Deutschland nicht die entsprechenden Preise erzielt werden können, wird ein Teil, der aber zunimmt, ins Ausland verkauft.

Gruss Micha 

uwe:
Also das man auf Börsen nichts interessantes zu annehmbaren Preisen finden kann stimmt so nicht. Bei diesem Eindruck habt Ihr die falschen Börsen besucht. Als Lokalsammler Erzgebirge sammle ich überwiegend auf Börsen. Und da werde ich immer wieder fündig. Zur Zeit wird immer wieder Material aus Sammlungen verstorbener Sammler und Bergleuten angeboten. Selbst auf kleinen fast unbekannten Börsen, wie z.B. am Pferdegöpel in Lauta konnte ich eine Stufe mit Millerit-XX vom Schacht 371 sowie eine Handstufe einer seltenen Barytform aus Pöhla zu einem Gesamtpreis unter 40,- Euro erwerben.

Also kommt ins Erzgebirge - z.B. nächsten Sommer nach Annaberg.

Ansonsten bleibe ich bei meiner Aussage - viele Fundstellen von Klassikern sind erloschen. Solches Material gibt es, aber nie in großen Mengen.

Gruß
Uwe

raritätenjäger:
Hallo,

eigentlich enthielt mein Beitrag keine Frage, allenfalls die nach der geschätzten Meinung der User hier.

Ich merke, dass das Thema durchaus bei vielen Leuten ansteht. Collector´s Antwort war das, was ich hören wollte :D. Das entspricht auch dem, was ich so mitbekomme. Ich danke zumindest schon mal für eure Eindrücke und denke, es lohnt sich, darüber nachzudenken und eventuell sein sammlerisches handeln danach auszurichten. Es schadet nicht, das ganze in etwas größerem Zusammenhang zu sehen, Collector hat das gut auf den Punkt gebracht.

Gruß
Andreas

Mabu:
Hallo!

Ich habe auch schon ein paar mal den Eindruck gehabt, dass einiges an Material reichlich vorhanden war, dann aber praktisch nicht mehr zu bekommen war (Für mich als Systematiker mal Beispiele: gute Shigait xx aus der N'Chwaning Mine. Das gab es kurzzeitig mal Tischeweise in Eppelheim, aber die Menge war halt relativ gesehen begrenzt und dann wohl nach wenigen Monaten restlos verkauft; es gab vor gut 20 Jahren kurzzeitig mal perfekte Leiteit xx aus Tsumeb, die ich mir damals leider nicht leisten konnte. Vergleichbares habe ich nie wieder gesehen. Oder Kermesite aus China, von denen es auch einen ganzen Tisch voll in Bad Ems gab).

Manches sieht vielleicht nur nach Massenware aus, weil alles auf einmal auf den Markt kommt. Und anderes verschwindet vielleicht wieder, weil sich der erhoffte Gewinn damit nicht machen lässt.

Andererseits kenne ich auch Sammler, die hunderte von Top-Stufen von einem Fundort im Keller haben.


@Collector:
Das meiste lässt sich wohl mit entsprechend viel Geld kaufen. Aber zum Glück auch nicht alles. Man kann ja mal versuchen Orschallit, Almarudit, Jentschit, etc. zu bekommen. Nur entsprechend viel Geld hilft da auch nicht. Die einzige Möglichkeit ist da wohl, die entsprechenden Sammler zu kennen. Und manchmal sind ja auch alle Stufen vergeben und jeder, der das Glück hatte, eine zu bekommen, gibt sie auch nicht mehr ab. Manch ein Sammler gibt einen Neufund eines Minerals auch nicht für viel Geld ab, sondern aus Prinzip nur für entsprechendes Tauschmaterial.

Gruß,
Marko

Collector:

--- Zitat von: Mabu am 26 Sep 13, 14:32 ---
Und manchmal sind ja auch alle Stufen vergeben und jeder, der das Glück hatte, eine zu bekommen, gibt sie auch nicht mehr ab. Manch ein Sammler gibt einen Neufund eines Minerals auch nicht für viel Geld ab, sondern aus Prinzip nur für entsprechendes Tauschmaterial.


--- Ende Zitat ---

Hallo Marko

wie Recht Du hast ! 
Aber nicht nur die ganz seltenen Mineralien, wie Du erwähnst - auch ganz gewöhnliche sind kaum noch zu finden.
Ich suche z.Bsp.  seit mehr als 30 Jahre eine mittelgroße Quarzstufe mit einem zyklischen Rutilkristall - bisher war mir das Glück nicht hold.  Aber gesehen und selbst angefasst habe ich nicht wenige, leider immer in anderen Sammlungen . Da halfen weder gute Gebote noch super Tauschmaterial.

Man sehr viel Geduld haben und immer am Ball bleiben, manchmal sogar, bis der Besitzer einer Sammlung das Zeitliche segnet und die Erben die Sammlung verhökern.

Gruß
collector


 

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