Hallo,
Geyerit ist nicht eigenständig. Ist ein Löllingit , bei dem ein Teil des Arsens durch Schwefel diadoch ersetzt ist. Wie weit das geht, entzieht sich meiner Kenntnis. Offenbar ist weit vor dem halben Ersatz As durch S (also Arsenopyrit) Schluß, denn dann passen die Radien der Schwefelionen nicht mehr zur Struktur des Löllingits, es bildet sich eine andere (monokline) Struktur heraus, die des Arsenopyrits. Bei noch mehr Schwefel entsteht irgendwann eine weitere rhombische Struktur, die des Markasits.
Die engen Verwachsungen sprechen für Mischungslücken zwischen Löllingit und Arsenopyrit einerseits und Arsenopyrit und Markasit/Pyrit andererseits. Ähnliches findet man übrigens zwischen CaCO3 (Calcit) und MgCO3 (Magnesit), dazwischen liegt nur ein einziger Bereich mit der Zusammensetzung CaMg(CO3)2 (Dolomit), die übrigen Bereiche sind bei Raumtemperatur als ein homogener, einheitlicher Mischkristall weitestgehend inexistent. Nur bis zu einem bestimmten Grad kann der Calcit Mg aufnehmen. Höhere Mg-Gehalte als diese Grenze sind immer Verwachsungen von Calcit und Dolomit. Genauso wohl auch bei den Sulfiden. Bei höheren Temperaturen allerdings steigt die Mischbarkeit. Es entstehen dann Mischkristalle, die z.B. zwischen Arsenopyrit und Markasit liegen. Beim Abkühlen zerfallen diese unter Bildung eines fast reinen Arsenopyrits und eines schwach arsenhaltigen Markasits, wobei die Zusammensetzung des ursprünglichen Mischkristalls die Volumenanteile der beiden Mineralarten bestimmt. So entstehen die Verwachsungen.
Glück Auf!
Sebastian