Hallo!
Nach Wagner (1999) bildet Meneghinit subparallel verwachsene prismatisch gestreckte Kristalle, die er in Schliffen an der Randzone von älterem Galenit festgestellt hat. Man könnte sich den Meneghinit also als eingewachsene, etwas dickere Nadelkristalle vorstellen. Natürlich ist es denkbar, dass diese Kristalle auch frei ausgebildet in Hohlräumen vorkommen. Eine Bestimmung dieses Mineral allein mit dem Auge dürfte nicht möglich sein. Die (häufigeren) Minerale Antimonit und Boulangerit sind zu ähnlich.
Ich halte die abgebildeten Kristalle eindeutig für Bournonit. Wenn man dennoch skeptisch ist, dann muss man sie analysieren lassen.
Viele Grüße und Glück-Auf!
Markus