@ hallo Krizu, wat is den MSDS? Mit Mühe habe ich GZSZ, DSDS usf. gelernt. Aber MSDS passt nicht auf die mir bekannten Zentralorgane Aufschluss, Lapis, Lapis Extra, Mineralienmagazin, Schweizer Strahler, Regne Mineral, Bocamina, Rivista Mineralogica Italiana, Mineral Records?
@ Pseudonym: Ich kann Dich so gut verstehen. Man kann mit den dargestellten Methoden ja einiges nachweisen, aber selbst wenn es dann um die letzten % Nebenbestandteile geht, versagen die Methoden. Der Chemiker hat dann den Trennungsgang gekocht und war dann nach einer Woche einigermassen am Ziel. Er wusste dann, welche Elemente sind drin. Für die quantitaive Analyse hat es dann noch einmal Wochen gedauert. Was glaubt Ihr denn, warum so Methoden wie Röntenfluoreszensanalyse etc. entwickelt wurden. Im Industrielabor (z.B. am Hochofen) gehen pro Stunde Hunderte von Proben ein, die einigermassen verlässlich qualitativ und quantitativ analysiert werden wollen. Die alten Methoden klappen sehr gut, wenn man im Outback ohne diese Labormethoden dasteht.
Die Altvorderen haben mit diesen Methoden excellente Analysen durchgeführt. Der Schleifer z.B. im Metallbetrieb konnte auf Grund der Funkenfarbe und deer Funkenlänge beim Schleifen genau ausseinander halten, welche Legierung vorlag. Der Goldprospektor machte eine Einwaage, trieb dann mit den bekannten Methoden alle Bestandteile bis auf das Gold ab und erschmoluz dan eine kleine Goldkugel. Diese Goldkugel liess er dann in einer V-förmigen Lehre mit einer Massskale gleiten und konnte dann auf den %-Gehalt (Skaleneiheit ca. 1 %) den Goldgehalt der Probe z. B. in g/Tonne ablesen.
Das waren alles noch Künstler. Wir sollten die alten Methoden üben, damit wir die enorme Leistung der damaligen Erzbergler erkennen können. Bei mir hat diese Faszination dann zu meinem Studium der Chemie geführt. Mir war nur leider klar, dass ich mit einem Mineralogie/Geologie-Studium andere Aspekte der Lebensplanung hätte in den Vordergrund stellen müssen. So bin ich bei meiner Chemie geblieben und machte Mineralogie und Bergbau als Hobby.
Wenn es dann um die Zuordnung bei gleicher qualitativer Zusammensetzung in die quantitativen Details geht, brauchen wir dann so Methoden wie Beobachtung der Kristallform.
Glück Auf J.