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blaue Streifen in Halit
Krizu:
--- Zitat von: Hg am 13 May 05, 12:22 ---
--- Zitat ---Schöner blauer Kristall
--- Ende Zitat ---
während Recker rote Kristalle beschreibt ist mir im Moment schleierhaft. ??? ???
--- Ende Zitat ---
Scheinbar aus der Ferne:
Die Dotierung mit Uran gibt eine Rotfärbung - Farbe des Urans in dem Kristallfeld. Der Zerfall mit den entstehenden Zentren macht eine Blaufärbung.
Klaro was ich meine?
Meld - meld - nimm die "geheim"-Adresse.
Frank
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Aber im Ernst: Gibt es von dem Zeug keine vernünftige Röntgenstruktur?
--- Ende Zitat ---
...ich schau da mal in meinem Archiv nach, aber so aus dem Stegreif fällt mir nichts ein, auf diesem Gebiet ist in neuerer Zeit anscheinend nicht viel gearbeitet worden. :'(
Gruß
Berthold
Krizu:
Hallo,
ich hatte das Vergnügen beim Essen auf Chemiker zu treffen. Eine Erklärung war die Einführung von Ca-Ca Bindungen.
So nach der Art: Ich habe Ca10F20. Dann nehme ich 1 F weg und komme zum Ca10F19 oder Also so eine Art Ca2F2. Das entspricht aber doch auch einem Zwischengitterplatz oder einer Leerstelle im Physikermodell, oder?
MfG
Frank
Hg:
noch ein paar abschließende Worte zu den blauen Streifen in Kochsalz:
nachdem ich heute an der Uni mehrere Profs und einen Mineralogen aufgesucht habe, weiß ich jetzt, dass die Erklärung der Farbe in den bereits mehrfach erwähnten Farbzentren liegt. Auf gut Deutsch: das hat bereits alles krizu vorzüglich erklärt ;D :D ;D
Hinzu kommt vermutlich ein sogenannter charge-transfer-Übergang (näheres dazu siehe in den gängigen Physik- bzw. physikalische Chemiebücher) zwischen den Natriumatomen und den freien Elektronen, die sich an Defektstellen im Kristall befinden. Durch Spuren von K+ oder Mg2+ wird dieses Phänomen im Kristall noch stabilisiert.
Die gleiche Farbe entsteht durch Lösen von metallischem Natrium in flüssigem Ammoniak ;)
Theoretisch ist der ganze Vorgang reversibel, d.h. durch Erhitzen des Kristalls müsste die Farbe wieder verschwinden :'(
Die freien Elektronen entstehen, wie bereits erwähnt, durch Einwirkung radioaktiver Strahlung.
Diese ganzen Effekte sind besonders stark bei Alkali- und Erdalkalihalogeniden ausgeprägt.
damit dürfte diese Frage endlich geklärt sein
Gruß
Hg
Hg:
achso, hätte ich fast vergessen;
@ Krizu:
einer der Profs hatte zur genaueren Analyse EDX und EPR vorgeschlagen. Im EPR müssten sich dann auf jeden Fall die freien Elektronen zeigen. Vielleicht gebe ich mal einen kleinen Brocken zur Analyse ab. Wenn man schonmal die Gelegenheit für solche Analysen hat.....
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