Hallo, das finde ich gut, dass Du dich mit einem interessanten Achat einschaltest.
Zuvor meine Intension: Bei der Betrachtung und Beurteilung eines Achates gehe ich stets davon aus, dass die Genese in einem leeren Hohlraum beginnt. (Ausnahme ist, wenn vor der Achatgenese das Milieu "Weitere Mineralien" aktiv war, was aber hier offensichtlich nicht der Fall ist.
Genesefolge für diesen Achat:
A.) Leerer Hohlraum, der mit Wasser, einem Gas oder einem Gemisch von Beidem gefüllt ist.
B.) Die Diffusion der monomeren Kieselsäure beginnt.
C.) Das im Hohlraum wieder frei werdende SiO2 setzt sich (über verschiedene Modifikationen) wandauskleidend in gleichmäßiger Dicke an der Hohlraumwand ab. Es entsteht (im Chalcedon-Milieu) die hier dunkelbraume wandumlaufende Chalcedonschicht - gekennzeichnet durch den roten Pfeil.
D.) Milieuwechsel zum Sphärolith-Milieu. Die Sphärolithe sind hier nicht zu erkennen. Sicher jedoch ist, dass welche vorhanden sind und zwar sehr viele und auch sehr kleine. Als Indiz für diese Aussage zeigen die ersten Achatbänder konvexe Strukturen, was besonders deutlich im unteren Bereich beobachtet werden kann - weißer Pfeil.
E.) Milieu-Wechsel zum Achat- oder Bänder-Milieu. Wenn ich annehme, dass das Band zwischen den grünen Pfeilen Quarz ist, dann endet das Achat-Milieu an diesem Band und es erfolgt ein Milieu-Wechsel hin zun Milieu "Weitere Mineralien" und der Quarz wird abgelagert. Der blaue Pfeil könnte ein Neustart der Achatgenese sein (kommt gelegentlich vor). Ich kann schwer erkennen ob es Sphärolithe sind. Die folgenden Bänder lassen es jedoch stark vermuten.
F.) Zum Schluß, als letzte Hohlraumfüllung dann wieder der Quarz (gelb).
Für eine solche Betrachtung ist es eben wichtig, sich die Genese vorzustellen, die immer mit einem leeren Hohlraum beginnt.
So weit zur Genese.
Ich hoffe, das ist verständlich - sonst fragen.
Mit freundlichem GLÜCK AUF
Achatpeter