Mineralien / Minerals / Minerales > Achate / Agates
Wissenschaftliches zu der Achatgenese
Bernd G:
ja denke ich auch ,aber warum ?
sie bestehen ja auch aus dem selben porphyr wie das umgebende gestein.
es gibt ja auch kugeln die bestehen voll aus prophyr ,oder haben nur einen hohlraum.
wenn man jetzt sagen könnte nur die eine füllung mit achat oder quartz haben verwittern nicht ,oder nicht so schnell wäre es ja fast geklärt .
gruß bernd
HeikoB:
Hallo Bernd,
ich stimme Goldi85 auch zu. Vulkanite enthalten Kieselsäure, z.B. Basalte weniger, Rhyolithe usw. mehr .
Wo sich die Kieselsäure konzentriert, enstehen "kieselsäuregetränkte" Knollen, mit Achat, weil ein
Hohlraum vorhanden war, oder auch ohne Achat, weil eben kein Hohlraum da war. In diesem
Fall haben sich nur feine Haarrisse bzw. der umliegende Rhyolith mit Kieselsäure "imprägniert".
Das umgebende Gestein hat sich nicht, wie die "Härtlinge", die Knollen , kompakt verfestigt und ist
der Erosion stärker ausgesetzt.
Da die ausfällende Kieselsäure Sphärolithe bildet (Achate setzen sich aus vielen kleinsten Sphärolithen zusammen), bilden sich rundliche Knollen. So würde ich das jedenfalls deuten.
Grüsse
HeikoB
Bernd G:
ja da kommen wir der sache schon näher. danke . gruß bernd
Ralf:
Ich glaube nicht, das es so einfach ist. Warum haben diese Stücke eine oft perfekte, kugelige Form ? Wenn es Blasen im Gestein wären, dürften die nicht in der Überzahl exakt rund sein, sondern müssten verschiedene rundlich Formen haben. Auch die Tatsache, das man ab und an doppelte oder dreifache, verwachsene Kugeln findet, lässt sich mit Blasen nicht erklären. Beim schleifen schließlich ist der Rhyolith wesentlich weicher als der Achat. Es gibt auch keine Übergangszonen zum Achat hin. Heißt, wenn der Rhyolith mit Kieselsäure getränkt wäre, müsste dieser von innen nach außen immer weicher werden. Tut er aber nicht. Vom Achatrand bis zum Außenrand ist es weich.
Ähnlich verhält es sich ja auch mit den Lierbachtalern. Wobei sich hier weiche und harte Stellen abwechseln.
Ralf
HeikoB:
Hallo Ralf,
Wahrscheinlich ist es nicht so einfach wie Du sagst, aber die kugelige Form entsteht meines Erachtens
durch das Bestreben der ausfällenden Kieselsäure, Sphärolithe zu bilden. Als kleinstes Molekül und
auch als Ganzes gesehen. Bei den Fluoriten z.B. ist es ähnlich, einzelne würfelige Kristalle setzen sich
aus vielen kleinen Würfeln zusammen und bilden einen grossen Kristall.
Doppelte oder dreifache Kugeln, warum soll das nicht funktionieren ?
Ich sprach von kieselsäure-getränkte Zonen, die durchaus miteinander verwachsen können.
Du sagst, dass es keine Übergangszonen gäbe, da bin ich nicht Deiner Meinung !
Sicherlich gibt es das, was Du beschreibst, aber bei den Thüringern ist die Umgebung des inneren
Achates mit Sicherheit mit Kieselsäure durchtränkt. Denn der umgebene Rhyolith von der Achatzone
aus läßt sich gut bis zum Rand hin polieren und ist hart. Dies habe ich auch schon bei vielen
Lierbachern gesehen.
Aber, Du hast recht, es gibt auch Achate im Lierbachtal, wo der Rhyolith in der angrenzenden Zone
vom Achat weg, sofort matt bleibt und die Kugel trotzdem nicht verwittert (porös) ist.
Ich habe auch schon Jaspisse poliert, die unheimlich durch andere Minerallösungen "verunreinigt"
waren und man nur schwer einen Glanz hinbekommen hat. Das Material war aber sehr stabil.
Vielleicht ist das auch hier so oder ähnlich der Fall . Zumindest wäre das ein Ansatzpunkt.
Übrigens schleife ich seit 6 Jahren Achate und weiß das es viele Phänomene rund um den Achat gibt.
Sicherlich hat da jeder eine andere Meinung und es ist schwer einen gemeinsamen Konsens zu finden :(
Grüsse an alle und Glück Auf !
HeikoB
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