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Wissenschaftliches zu der Achatgenese

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caliastos:
dauer der verkieselung in sedimenten in etwa >100.000 jahre.

verkittung muß nicht in der gelartigen phase geschehen. geht auch im metamorphen. wirkliche angabe flüssig bis fest gibt es nicht. da kieselsäure und quarz (wie bei achat) nicht chemisch identisch sind. der quarz geht aus der kieselsäure mit der zeit hervor.

Bernd G:
Gibt es neue Erkenntnisse über die Entstehung im Niedertemperaturbereich !

Jochen1Knochen:
Hallo!
Danke ,daß Du dieses Thema ausgegraben hast!Das muß ich mir mal zu Gemüte führen!
Neue Erkenntnisse gibt es da wohl nicht.Gerade war erst das Extra Lapis Achat -vollgestopft mit "Wahrscheinlich" !Immer noch alles Theorie :'(
Gruß Jens

cmd.powell:
Hallo Zusammen

Im aktuellen Aufschluss steht mal wieder was zu Achat-Bildungstheorieen bzw. führt der Autor einen früheren Aufsatz anhand eigener Beobachtungen teilweise ad absurdum.

Ich verfolge die Achatdiskussion auch schon seit einiger Zeit, bin aber als "Nicht-Achat-Sammler" eher als Außenstehend anzusehen. Was mich im allgemeinen bei der Diskussion etwas stört ist, das viele Leute sich schnell in Annahmen und Spekulationen "verrennen". So nimmt der eine Autor Ein- oder Ausflusskanäle an, der andere vernein diese etc. Ich hab nun auch ein paar Achate in meiner Sammlung und das Thema "Kanäle" krank schnell daran, das Achate oft nur einmal geschnitten sind. Mit einem Schnitt trifft man jedoch nur zufällig einen evtl. Kanal, also sind hier verallgemeinerte Aussagen doch sehr vorsichtig zu genießen. Um klare Aussagen über die 3-Dimensionale Struktur eines Achates zu bekommen, müsste man Stichproben verschiedenster Achatlokalitäten ähnlich wie in einem CT Scheibchen für Scheibchen abschleifen und jede Schliffebene z.B. scannen und dann wahlweise virtuell wieder zusammensetzen; dann könnte man klare Aussagen über Kanäle machen !!! Ob sich überhaupt mal jemand diesen Schuh anziehen wird, bleibt natürlich fraglich. An meinem einen Achat konnte ich allerdings mehrere "Abflusskanäle" beobachten bzw. Strukturen entsprechend deuten. Ich gehe mal davon aus, das es sich dabei um Abflusskanäle handelt, da sich die einzelnen Achatlagen in den Kanälen verjüngen und z.T. komplett fehlen, jedoch abschließend wieder von einer gleichmäßigen Lage abgeschlossen werden. Dieses Bild lässt sich aus meiner Sicht schwer durch einen Einflusskanal erklären, schließt diesen jedoch nicht aus (das hängt stark von den eigentlichen SiO2-Ausfällungsmechanismen ab).

Ich vermute daher einfach mal ins blaue, das die eigentlich Kieselsäurelösung durch Mikrorisse und über die Korngrenzen der einzelnen Gesteinsbestandteile in die Hohlräume gelangt. Da auch der Achat selber eher porös ist (sieht man schon daran, das er sich färben lässt), werden auch bereits vorhandene Achatlagen von diesen "Nährlösungen" durchdrungen und die SiO2-Ablagerung kann vorangehen. Die Restlösung kann dann durch die Kanäle den Hohlraum verlassen.

Was das eigentlich Achatwachstum betriff, so sollte man nicht zusehr auf "Laborchemie" schauen. Was im Laufe von Jahrhunderten oder Jahrtausenden stattfindet, kann man nicht mal "nebenbei" nachmachen. Auf jeden Fall ist SiO2 ein echt vernetzungsfreudiges Zeug und ich kann mir gut vorstellen, das bereits vorhandenen SiO2-Gerüste in der Lage sind, aus alkalischen SiO2-Lösungen SiO2-Gel abzuscheiden - also der umgekehrte Prozess von "Kieselsäure löst Kieselsäure", nämlich SiO2 fällt SiO2. Etwas ähnliches wird übrigens derzeit heiß in Bezug auf sogenannte "Geopolymere" untersucht. Ohne jetzt auf Geopolymere eingehen zu wollen, auch dort "katalysiert" anscheinend SiO2 (in Gerüsten) die Bildung von weiterem SiO2 (ebenfalls in Gerüsten). Warum sollte das nicht auch bei Achaten funzen ? Allerdings muß ich noch dazu sagen, das eben diese Theorie bei den Geopolymeren noch heiß diskutiert wird und noch "nur" eine Theorie ist. Wenn diese jedoch zutreffen sollte ist es jedoch plausiebel wenn jeder Achat anders aussaut, da die Lösungen über die Korngrenzen des Muttergesteins wandern und bereits kleines Variablitäten in der Gesteinszusammensetzung große Wirkungen haben sollten. Hier könnten dann noch Auflösungseffekte im Hohlraum hinzukommen.

Wie schon gesagt, ich bin kein Achatsammler und mir fehlen (wahrscheinlich) Beispiele, aber das sind so meine Gedanken zu dem Thema. Außerdem gehe ich davon aus, das es sehrwohl eine allgemeingültige Bildungstheorie geben wird. Der Mechanismus ist wahrscheinlich einfacher als hier und anderswo angenommen (sonst gäbe es nicht so viele Achatfundstellen). Wie schon gesagt, SiO2 ist ein äußerst vernetzungsfreudiges Zeug und ich kann mir gut vorstellen, das wenn erstmal die Mechanismen der SiO2-Ausfällungen aus alkalichen Lösungen verstanden sind, auch die Achatbildungstheorie erklärt werden kann.

alexis buhridorakes:
Hallo Markus,für mich als Laie in punkto Achatgenese hast du zumindest deine These sehr anschaulich dargestellt.Danke & allen Lesern ein gesundes neues Jahr.Gruß Axel.

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