Glück Auf!
Eins vorweg: Ich habe von Achatgenese auch keine Ahnung, kenne aber die eine oder andere Theorie und nehme immer diejenige die mir gerade recht ist.
Mit den Zeitaltern gibt es noch ein anderes Problem. Wie auch von anderen bestätigt, befinden sich in den Tremosna-Konglomeraten verkieselte Hölzer. Da meine eigenen Funde von verkieselten Hölzern in diesen Konglomeraten ebenfalls zu den Koniferen zu zählen sind, kann man die Verkieselung der Hölzer wohl frühestens im Karbon erwarten. Damit können die Hölzer nicht schon im Kambrium existiert haben, um in die Konglomerate eingelagert zu werden. Schließlich kann ja nicht da drinn sein, was noch gar nicht existiert.
Da sich die verkieselten Hölzer in den Konglomeraten nicht signifikant von den verkieselten Hölzern unterscheiden (zumindest diejenigen die ich schon gesehen habe), die man sonst so lose in den Kiesen findet, gehe ich erst einmal nicht davon aus, dass die Hölzer innerhalb der Konglomeratablagerungen verkieselt sind. Ich würde somit die Theorie aufstellen, dass die Hölzer zunächst woanders verkieselt sind und dann in die Ablagerungen eingebettet wurden, die später zu Tremosna-Konglomeraten wurden.
Ich behaupte einfach mal dass dort, wo Hölzer verkieselten, auch Achate entstanden sein können. Dies muss nicht unbedingt in den gleichen geologischen oder vulkanischen Ablagerungen/Gesteinsschichten passieren. Eine gewisse regionale Nähe der Entstehungsorte von Achat und verkieseltem Holz reicht da völlig aus. Ein Vulkankomplex mit hohlraumreichen Basalten oder Melaphyren (zum Hohlraumfüllen mit Achaten oder anderen schönen Dingen) und Aschetufflagen unter denen die Wälder begraben wurden (zum verkieseln), bringt am Ende beides hervor: Achate und verkieselte Hölzer. Ich kann mir somit gut vorstellen, dass dort wo verkieselte Hözer herkommen auch Achate herkommen.
Daher kann ich mir gut vorstellen dass in den Tremosna-Konglomeraten , in denen ich bisher nur Hölzer fand, auch Achate drinne sein können und wenn es nur Bruchstücke sind.
Zwei Überlegungen noch zu der Möglichkeit mit "Achat erst im Konglomerat entstanden". Die erste Frage die sich mir da stellt ist: Wieso gehen die Bänderungen nicht annähernd äquidistant um das Konglomeratbruchstück, oder bauen dieses als Frendkörper in die Bänderung ein? Dem Bild nach zu urteilen werden die Bänderungen am Kontakt zur Konglomeratmasse abgeschnitten. Die zweite Frage ist: Wie bekomme ich diesen runden Hohlraum da rein, damit der Achat so rund wachsen kann.
Damit komme ich vorerst zu folgender Schlussfolgerung: Entweder hat jemand die Datierung der Tremosna-Konglomerate versaut, denn mit den Zeiten stimmt offensichtlich etwas nicht. Oder die Tremosna-Konglomerate sind ein Kukuksei - sehen aus wie welche, sind aber keine. Bei letzterem kann man dann nur Mutmaßen, wer dieses Ei gelegt hat. Es kann natürlich sein, dass der Konglomerateinschluss garnichts mit den Tremoschna-Konglomaeraten zu tun hat, sondern aus einer Konglomeratbildung von einer ganz anderen Gegend stammt. Dann dürften die Tremoschna-Konglomerate, denen dieser Einschluss nun mal verdammt ähnlich sieht, aber keine Leitgerölle sein.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut