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Autor Thema: Fluor in Portugal ?  (Gelesen 652 mal)

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Offline Roadrunner

Re: Fluor in Portugal ?
« Antwort #15 am: 02 Jul 19, 22:50 »
Servus,

Kaeltemittel sind extrem fluechtig (= haben im Allgemeinen recht hohe Dampfdruecke), Pflanzenschutzmittel sind sicher moeglich, aber was machen diese in einer elektrischen Anlage ?

GA

Harald
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Hallo Leute,
die Windräder werden sehr oft auf Feldern gebaut, daher wäre eine Kontaminierung mit Pflanzenschutzmittel im Boden durchaus denkbar!
Ich selbst halte die Anreicherung von grösseren Mengen elementaren Fluor wegen der Reaktionsfähigkeit des Gases für unwahrscheinlich.
In Verbindungen, welcher Art auch immer, gasförmig, flüssig oder fest und dann halt eine oberflächliche Anreicherung direkt am Kontakt ist sicher eher denkbar. Bei den Schaltkontakten sind ja auch auf kleinstem Raum reaktive Flächen mit punktuell großer Hitze, was sogar die haltbarsten Metalle auf Dauer zerstört. Nur mal so am Rande gesponnen meine ich. ;D
Bis dann
Grüße Roadrunner

Offline Fabian99

Re: Fluor in Portugal ?
« Antwort #16 am: 03 Jul 19, 08:10 »
Hallo Leute,


Warum soll der Angriff von außen kommen? An vielen Metallteilen vorbei gezielt auf einen Teil des Kontaktes?
Ja, die Umwandlung von Fluororganika zu Fluor im Schaltbogen ist möglich. Trotzdem - warum fallen nicht alle Relais aus?
Nach dem Nachweis von Fluor im hohen Konzentrationsbereich (immerhin per EDX im Mapping sichtbar), sollte meiner Meinung nach eine Analyse der Verbindung erfolgen. Falls im Mapping auch noch Kohlenstoff sichtbar ist (der Materialkontrast weist imho darauf hin), sollte jetzt mal eine Analyse auf die Art der Verbindung erfolgen (geeignete GC-MS, MALDI-TOF oder TOF-SIMS oder vielleicht einfach nur mikro-FT-IR oder mikro-Raman).

LG

Offline sinnfrei

Re: Fluor in Portugal ?
« Antwort #17 am: 03 Jul 19, 09:49 »
Guten Morgen an alle!

Klimaanlagen werden bei diesem Anlagentyp nicht eingesetzt, nur glykolhaltiges Kühlwasser für die Leistungsteile im Nachbarschrank.

Pflanzenschutzmittel wäre nicht auszuschließen, da wie schon erwähnt die Anlagen mitten im Feld stehen.

Ich werde das Institut befragen, ob auch Kohlenstoff vorgefunden wurde.

Wir haben bereits den Kunden angefragt, damit er uns ein NEUES Schütz, mit dem gleichen Date Code, zurück schickt. Falls hier auch Fluorrückstände nachgewiesen werden können, muss es bereits während der Schütz-Produktion eingebracht worden sein...

Vielen Dank nochmal!

Schöne Grüße,
Lutz

Offline sinnfrei

Re: Fluor in Portugal ?
« Antwort #18 am: 03 Jul 19, 11:23 »
Rückmeldung vom Institut:

"Kohlenstoff haben wir in den EDX Analysen immer mit detektieren lassen, im Bericht in der Farbe Grün. Hier fiel Kohlenstoff nur auf als vereinzelt faserige Verschmutzung (evtl. Kunststoffabrieb oder normaler Staub), mit Ausnahme in Bild 56, wo mal ein dickerer Flake zu erkennen ist. Kohlenstoff kann durch kleine Lichtbogenbildung generell auch entstehen mit in der Luft enthaltenem CO2 oder anderer organischer Verbindungen. Ebenso wäre es denkbar, dass gasförmiges SF6 sich bei Funkenbildung zersetzt."

Siehe auch im Anhang

Grüße,
Lutz

 

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