Hallo,
das mit den Etiketten ist eine sehr gute Idee. Ich arbeite mehr oder minder jeden Tag damit aber auf die Idee bin ich noch nicht gestoßen.
die müssen natürlich auch gut halten. Die aus einem Etikettendrucker sind zwar sehr langlebig, weil aus Kunststoff, man hat aber viel Verschnitt und die Klebkraft auf einem Stein bezweifele ich.
Ich drucke mir normalerweise kleine Schildchen von ca. 1 x 0.5 cm mit weißer Schrift auf rotem Hintergrund aus, klebe auf die Rückseite des Blattes einen Streifen doppelseitiges Teppichklebeband (sehr klebstark, bekommt man aber trotzdem wieder ab), auf die Vorderseite einen Streifen durchsichtiges Klebeband zum Schutz, schneide den schmalen Streifen aus und kann dann nach und nach die einzelnen Nummern bei Bedarf abtrennen.
Ich habe mich für weiß auf rot entschieden, weil man dadruch die Etiketten schnell am Sammlungsobjekt "orten" kann (kleben natürlich auf der Rückseite). Bei Kleinstmineralien in Dosen klebe ich allerdings ein schmales Schild mit schwarzer Schrift auf weißem Grund auf den Sockelrand. (Bei Dosen ist es durchaus auch sinnvoll, ein Etikett mit der Beschreibung des Objektes auf den Unterboden des Sockels zu kleben.)
Bei "aggressiven" Mineralien, die z. B. Zerfallsprodukte von Pyrit enthalten, habe ich allerdings festgestellt, dass die Druckerfarbe ausbleichen kann. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man lieber auf einem Laserdrucker ausdrucken.
Auf stark bröselnden Stücken muss man eventuell mit einen Tropfen Leim nachhelfen oder wie ich es sonst mache, auf einem Strich Korrekturflüssigkeit aus dem Bürobedarf per Hand schreiben - das ist aber eher die Ausnahme.
Und was die Nummerierung angeht, wie schon mehrfach gepostet wurde, einfach bei 1 beginnen und dann durchnummerieren. Einen bestimmten Nummernbereich für eine Mineralspezies oder einen Fundort bringt später, wenn die Sammlung wächst, garantiert Probleme. Eine Variante wäre allerdings noch z. B. H1, H2, H3 ... und N1, N2, N3 ... oder ähnlich zu verwenden, um so die eigentliche Hauptsammlung von einer Nebensammlung zu trennen (z. B. Stücke die nicht zum eigentlichen Sammelgebiet passen aber als Ergänzung vielleicht wegen ihrer Schönheit erworben wurden).
Bei mir war es so, dass man anfangs alles gesammelt hat und man sich später dann auf ein Fachgebiet spezialisierte. So befinden sich neben dem eigentlichen Hauptgebiet auch noch Stücke, die nicht zur Hauptsammlung gehören, in der Sammlung. Da ich eine Datenbank verwende, habe ich neben der durchgehenden Nummer ein zusätzliches Attribut hinzugefügt, welches die Sammlungen abgrenzt. Das geht aber auch mit Excel. So hat sich bei mir eine Untersortierung der Art H=Hauptsammlung Erzgebirge, N1=Nebensammlung Randgebiete Erzgebirge, N2=Nebensammlung restliches Deutschland, I=International, S=Sonstiges ergeben. Aber wie gesagt ist das nur eine Zusatzangabe neben der durchnummerierten Sammlung.
Grüße
Uwe