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Autor Thema: Gq-Gmc-300E-Plus-Digitaler-Geigerzahler Erfahrungen ,Anregungen ....  (Gelesen 791 mal)

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Offline Alcest

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Uranfische hatte ich noch keine. Sehr oft strahlen dort zwei komplexe organische Ansammlungen:

-> diese positiven als auch negativen Knubbel, die oft als Bitumen angesprochen werden. Oft mit sekundären Kupfermineralen.
-> fast schon anthrazitartige/asphaltartige hochglänzende schwarze Massen. Oft ohne bunte Begleitminerale. Stark schwankende Aktivität.

Oft laufen die unter Thucholith. Es müssen aber nicht nur die Knubbel bzw. asphaltartigen Massen sein: es gibt auch Thucholith, der wie ein "mikroporöser" grauschwarzer Kalkstein aussieht. Ganz besonders nahe dem roten Baryt. Uran steckt also in der späteren hydrothermalen Vererzung und nahe der Organik. Verwunderlich wäre es nicht, wenn es auch strahlende Fische gibt. Da habe ich aber noch keine entdeckt. Ich habe aber auch keine hier, da ich nur komplette stabile sammle und da wirds schwierig...

Bei den Mineralien der Rückenvererzung ist gediegen Wismut (oft übersehen) fast immer ein Garant für makroskopisch sichtbare (oder zumindest im Stück auftretende) Pechblende. Fleischroter Baryt ist die überwiegende Gangart bei den Strahlern. Man achte auf gelbe Krusten, die man - weil nicht giftgelb sondern so braungelb hässlich - gern übersieht. Maucherit scheint häufiger mit Pechblende verwachsen zu sein als Nickelin und Nickelin häufiger als es die grauen Arsenide (Rammelsbergit, Chloanthit) sind. Nebst besagtem Baryt habe ich in einem Museums-"Arsenal" mal Pechblende als Blasenerz mit traubigen Aggregaten bis zu einem Zentimeter gesehen.

Ich weiß nicht, ob dich das jetzt so brennend interessiert, ich wollte aber einfach mal meine Erfahrungen mit diesen Stücken teilen, da dort - bis auf die Wismutstufen - kein einziger Zettel das Uran erwähnte. Hätte das die Wismut SDAG gewusst... Deren Testabbau im Mansfelder Land lief wohl nicht so prall. Wären sie mal den Otto-Brosowski-Schacht runter...
Da hatte ich auch schon einen sehr spannenden Austausch mit einem Atlasmitglied (Kupferschiefersammler). Der dachte (wenn ich mich richtig erinnere) nur im Kobaltrücken trat Pechblende auf. Dann zeigte ich ihm mein organisches Gelumpe und diese Knubbel (KEINE Mausaugen, grauschwarze irreguläre Aggregate). Er war erstaunt, fuhr nach Hause, besorgte sich einen Geigerzähler und stellte fest, dass er doch eine ganze Menge U daheim hat, was er nicht erwartete.

Den Beitrag füge ich mal irgendwann in den Kupferschieferartikel ein.

(In Anlegung an den Sammler-sind-böse-Thread hoffe ich, dass sich jetzt keine 4000 Leser mit Geigerzählern ins Mansfelder Land begeben und dort die Umwelt zerstören!)
« Letzte Änderung: 04 Okt 19, 21:51 von Alcest »

Offline pseudonym

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Also ich finds gut das du das geschrieben hast denn ich sag mal auf ner Halde in Schneeberg rechnet man damit ,Hinweise auf Strahlung wo man nicht damit rechnet sind daher schon interessant .

Ich hab gerade drüber nachgedacht -und das finde ich wichtig und sollte jeder hier wissen - das diese Geräte die man tragen kann niemals was genaues anzeigen können ,hab das gestern gemerkt, hatte 2x 50 km zu fahren und hab ihn im Auto laufen lassen ,dabei wird klar das der Hintergrund irgendwo strahlt und man fährt eben in den jeweiligen Zerfall rein der dann eben detektiert wird oder auch nicht ... also wie fast immer : Wer misst ,misst Mist ... die Hand -Geräte können nur eins  :nämlich anzeigen obs es über Hintergrund straht oder nicht .

Über genaue Messungen braucht man sich eigentlich gar keine Gedanken machen ,die Geräte dafür kann man sich eh nicht leisten ,und die werden für unterwegs auch zu unhandlich sein .

So kam es das er an einer Stelle 5 cpm anzeigte und als ich anhielt zeigte er wieder um die 20 an ...

Hier ist mal ein Video wo das erklärt wird,und man gut verstehen kann auch wenn kein Physiker ist  :  https://www.youtube.com/watch?v=f7V7mPYZMoY

Offline Alcest

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Danke :)

Schneeberg ist natürlich auch sehr U-reich. Muss ich dir ja nicht erzählen.

Ich sammle ja - okay, langsam weiß es wirklich jeder - liebend gern BiCoNi-Sachen. Da sieht man oft keinerlei Pechblende auf den Stufen und oft nur Arsenide plus den typischen Hornstein-/fels, sie knallern aber dennoch reichlich. Selbst "Reinstmassen" aus Wismut sind oft nicht ohne. Ähnlich wie in Mansfeld von der Gesamtsituation her. Allerdings tritt U in den Schneeberg-Schlema-Gängen natürlich bedeutend häufiger und in ganz anderen Mengen auf.

Wenn du mal in der Ecke der Lagerstätte Schlema-Alberoda-etc. unterwegs bist und traurig vor rekultivierten Halden stehst: oft wurde Haldenmaterial als Schotter am Wegesrand oder auf Parkplätzen eingesetzt. Da gibt es tatsächlich heute noch Funde von guten blasigen Pechblenden in teilweise vernünftiger Größe. Für solche Stücke haben manche Sammler tief in die Halden graben müssen. Vorausgesetzt, du möchtest solche Stufen überhaupt in der Sammlung haben.

Z. B.:

Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Schlema-Alberoda-Hartenstein/Schacht 371
Gq-Gmc-300E-Plus-Digitaler-Geigerzahler Erfahrungen ,Anregungen ....



Da steht jetzt zwar der Schacht dran, ich sah jedoch mehrfach Bilder von Straßenschotterfunden in ähnlicher Qualität, teils besser.
« Letzte Änderung: 05 Okt 19, 12:59 von Alcest »

Offline pseudonym

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Das werd ich mal in Angriff nehmen , will morgen zur Börse ....wenns Wetter mitspielt .Ne Blende in der Audführung wär schon was .Ich hab nur nen dunklen Brocken aus Glöckl und ein helles Stück mit Pechblende-Schlieren von Ronneburg . Son Glaskopp wär schon was ...

Seh grad das meine Heringe doch strahlen ,der eine deutlich mehr ,da ist bestimmt son Einschluss drin : 

« Letzte Änderung: 05 Okt 19, 15:30 von pseudonym »

Offline MatthiasJoAne

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hallo zusammen
habe mir gedacht den Geigenzähler zu holen um die Gefahren von meinen Mineralien auszuschlißen.
lassen sich damit alle gänigen heimischen radioaktiven Mineralien erkennen?

Guß Matthias
« Letzte Änderung: 17 Okt 19, 13:16 von MatthiasJoAne »

Offline pseudonym

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Dafür benutze ich ihn ....

 

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