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Ist Sammeln noch zeitgemäß?
Harzsammler:
Diese Frage ist vielleicht relevant für Personen die meinen sich irgendwie mainstreamkonform verhalten zu müssen.
Mir ist's völlig wurscht was Andere über meine Hobbys denken.
Grüße,
Michael
Lynx:
Hallo zusammen
die Frage ist durchaus relevant, wenn es um Vereine geht - und um eine Antwort darauf, wie sich ein Sammlerverein ausrichten soll, um zu überleben.
Gruß, Martin
Gerdchen:
Hallo,
Sammeln war und ist zeitgemäß, egal was gesammelt wird und so lange es Spaß macht. Sammeln wird es immer geben. Somit finde ich die Frage nicht relevant.
Die Frage ist eher was im einzelnen gesammelt wird und wieviel Menschen sich dafür interessieren. Es wird z.B. immer Mineraliensammler geben. Es ist nur die Frage wieviele. Nur weil bei uns in Deutschland das Sammeln von Mineralien durch das Erlöschen von Fundorten immer schwieriger wird, bedeudet das nicht, dass es keine Mineraliensammler mehr gibt. Sicherlich werden weiterhin Sammlungen durch Kauf zusammengestellt und es werden weniger Mineraliensammler. Aber auch bei uns wird irgendwann der Bergbau wieder von Bedeutung sein, dann gibt es auch wieder mehr Fundmöglichkeiten und dann auch wieder mehr Sammler.
Gerdchen
Axinit:
Genauso ist es !
Im Adjektiv "zeitgemaess" steckt ausser dem Bezug zur Zeit auch ein Bezug zu "Mass" bzw. messen.
Es gibt fuer Freizeitbeschäftigungen i. A. kein Mass oder keine Norm welcher Art auch immer.
Jeder darf immer noch selbst entscheiden, ob er/sie Mineralien (oder was auch immer) sammelt und auf welche Weise dies erfolgt.
GA Harald
Daachhex:
Ich habe mit dem Sammeln vor ca 10 Jahren angefangen. Mein Mann hatte im Wald beim Spaziergang einen Quarz mit Spitzen gefunden den wir mit nach Hause nahmen. Dort habe ich dann - immer wenn ich mal Zeit hatte - mit einer Nadel den Dreck herausgepult. Dann kam aber das Begehren nach mehr. Nach und nach kamen dann immer mehr Steine dazu, ohne Ahnung, was ich dort habe. Die erste Lupe, eine kleine Kamera für den Computer, die aber die kleinen Kristalle nicht deutlich genug zeigen konnte, eine andere, Hammer, Meisel, Mikroskop, Bücher über Bestimmung und Reinigung usw. usw. Ja, ich hatte gedacht, dass würde für mich ein einfaches und vor allen Dingen kostenloses Naturhobby. Weit gefehlt. Das Suchen und Finden kann ich recht gut hier bei uns in der Gegend, aber das Bestimmen ? Dazu habe ich überhaupt kein Talent. Außerdem braucht man auch viel Zeit dafür. Ich denke, dass auch das Geld, die Zeit, das Können bei der Bestimmung usw. viele wieder abspringen lässt. Hier ist zwar auch ein guter Verein - ca. 25 km entfernt -, aber auch da muss man dann zu den Vereinstreffen hinfahren und sich einbringen. Außerdem junge Leute haben doch gar keine Zeit und kein Geld dafür. Wenn beide arbeiten müssen, ist gerade noch das Wochenende für Kinder und Hausarbeit da. Da können sie nicht noch stundenlang durch den Wald laufen und Steine suchen. Das ist für Kinder sicher zwei bis dreimal im Jahr interessant, für einige wenige sicher auch öfters. Ich denke, auch das Geld spielt bei aller Sammelerei eine große Rolle. Wieviel tausende von Einkauf- Euros liegen bei manchem Sammler in der Vitrine und wieviel würde er heute noch dafür bekommen. Wenn ich die vielen 1 €-Stücke im Internet sehe, da kommt noch nicht mal der Sprit bis zum Parkplatz in der Nähe der Halde raus. Ich denke, dass alles spielt beim Sammeln auch eine große Rolle, dass kann sich heute nicht mehr viel jemand leisten. Trotzdem wäre es schön, wenn man die Jugend dafür begeistern könnte. Ich war mit meinem Enkel mit der Klasse mal auf Mineraliensuche. Die waren alle hellauf begeistert und haben ihre Steinchen mit nach Hause genommen. Aber ich habe niemanden mehr bei meinen Haldenbesuchen von Eltern mit Kindern gesehen. Schade, kostet wahrscheinlich zu viel Zeit.
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