https://www.juwelo.dehttps://www.edelsteine-neuburg.dehttps://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/

Autor Thema: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel  (Gelesen 210678 mal)

0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline Axinit

  • *****
  • Beiträge: 968
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #240 am: 09 May 20, 18:33 »
Servus,

phantastische Basaltsaeulen (vermutlich ohne "Überstruktur") gibt es auch am Parkstein sowie auf der Zinster Kuppe, beides Oberpfalz.

GA,

Harald

Offline Conny3

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 4.908
  • Seit 2002 im Atlas.
    • Geologie, Mineralogie und Fossilfunde im Raum Jena
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #241 am: 09 May 20, 18:58 »
Hallo,

nicht zu vergessen der Herrenhausfelsen in Tschechien. Da hatte ich neulich erst wieder ein Bild gesehen. Auch schön von Porto Santo bei Madeira.

http://www.riannek.de/2017/basaltsaeulen-am-herrenhausfelsen-panska-skala/

Gruß Conny
« Letzte Änderung: 24 May 20, 17:32 von Conny3 »

Offline aca

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 716
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #242 am: 09 May 20, 19:34 »
Ich finde Güters Ansatz über Differenzen in der Abkühlungsgeschwindigkeit sehr interessant.

Man erkennt aber, dass die Überstrukturen älter sind, denn die Muster der Säulen auf beiden Seiten einer Grenze zwischen den Überstrukturen korrespondieren nicht. M.a.W. würde ich es genau andersherum interpretieren: es wurde keine der kleinen "Kacheln" geteilt, sondern die kleinen Kacheln entstanden beidseitig der älteren großen Spalten. 
Also wäre der Strom erst sehr langsam abgekühlt, dann schlagartig schneller.

Wie das passieren kann, weiß ich nicht, Ebbe/Flut wäre denkbar, aber das gibt m.W. keine Säulenlava. Evtl. ein nachfolgender kühlerer Lavastrom.
Eine Änderung der Viskosität und des Schrumpfungsverhaltens könnte auch durch Ausgasung erfolgen, dann verstehe ich aber nicht, dass es nur 2 Muster gibt.
« Letzte Änderung: 09 May 20, 19:40 von aca »

Offline Josef 84,55

  • *****
  • Beiträge: 560
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #243 am: 09 May 20, 21:22 »
Hallo,

vielleicht wurde ein großer, langsam abgekühlter Lavastrom nochmals durch ein zweites Ereigniss durchgeheizt, wobei das Gestein beim zweiten mal schon spröder war und die kleinen Säulen bildete.
Es gibt bei Büdingen das Geotop Wilder Stein bei dem auch ein teilweise verglaster Sandstein in Säulenform vorkommt, ähnlich könnte es dem zu großen Säulen erkalteten ersten Lavastrom ergangen sein.

Glück Auf!
Josef

Offline aca

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 716
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #244 am: 09 May 20, 22:27 »
Nochmal durchheizen klingt plausibel.

<off topic>
Nur so als Randbemerkung zum Aufschmelzen von Gestein durch Magma.
Wenn man 2 Blöcke Gestein zusammenschiebt, z.B. 1000°C Basalt und 200°C Steinsalz, und die Blöcke sind gleich groß und die Wärmekapazität und -leitfähigkeit sind vergleichbar, dann wird es an der Grenze der beiden Gesteine nie heißer als 600°C. 
Da schmilzt nichts.
Ich habe bewußt Steinsalz genommen, weil die Schmelztemperatur etwa 800°C ist und weil es Basaltgänge in deutschen Steinsalzbergwerken gibt (ich habe vergessen, welche), und das Steinsalz daneben keine auffälligen Änderungen zeigt.
Das kann bei Xenolithen anders sein, aber bei großen Felsmassen muss immer heiße Lava nachgeschoben werden und die Kristallisationswärme im erstarrenden Magma nachhelfen, damit etwas schmilzt.

Bei geschmolzenem Sandstein frage ich mich immer, ob da nicht wasserhaltige Fluide und andere "Verunreinigungen" als Flussmittel im Spiel sein müssen, damit der Quarz verglast. Am Vogelsberg kam ja nur Basalt raus, kein heißer Komatiit.
</off topic>

Offline Salzhase

  • ***
  • Beiträge: 83
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #245 am: 12 May 20, 10:05 »
@aca


<off topic>
Nur so als Randbemerkung zum Aufschmelzen von Gestein durch Magma.
Wenn man 2 Blöcke Gestein zusammenschiebt, z.B. 1000°C Basalt und 200°C Steinsalz, und die Blöcke sind gleich groß und die Wärmekapazität und -leitfähigkeit sind vergleichbar, dann wird es an der Grenze der beiden Gesteine nie heißer als 600°C. 
Da schmilzt nichts.
Ich habe bewußt Steinsalz genommen, weil die Schmelztemperatur etwa 800°C ist und weil es Basaltgänge in deutschen Steinsalzbergwerken gibt (ich habe vergessen, welche), und das Steinsalz daneben keine auffälligen Änderungen zeigt.



</off topic>
Wie enstanden  dann die Halitlocken von Hattorf?

Glück Auf
Olaf
« Letzte Änderung: 12 May 20, 16:05 von guefz »

Offline Josef 84,55

  • *****
  • Beiträge: 560
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #246 am: 13 May 20, 12:35 »
@aca


<off topic>
Nur so als Randbemerkung zum Aufschmelzen von Gestein durch Magma.
Wenn man 2 Blöcke Gestein zusammenschiebt, z.B. 1000°C Basalt und 200°C Steinsalz, und die Blöcke sind gleich groß und die Wärmekapazität und -leitfähigkeit sind vergleichbar, dann wird es an der Grenze der beiden Gesteine nie heißer als 600°C. 
Da schmilzt nichts.
Ich habe bewußt Steinsalz genommen, weil die Schmelztemperatur etwa 800°C ist und weil es Basaltgänge in deutschen Steinsalzbergwerken gibt (ich habe vergessen, welche), und das Steinsalz daneben keine auffälligen Änderungen zeigt.



</off topic>
Wie enstanden  dann die Halitlocken von Hattorf?

Glück Auf
Olaf

Sehr gut! Ein neues Rätsel.  ;)
Gleiche Vorgaben wie im letzten Rätsel?

Grüße Josef

Offline giantcrystal

  • ******
  • Beiträge: 2.355
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #247 am: 13 May 20, 17:45 »
Hallo aus Mittelfranken

danke für die Beiträge und Diskussion. Gibt immerhin ein paar interessante Lösungsansätze. Eine Frage wurde allerdings noch nicht beantwortet : Gibt es irgendwo anders ähnliche Überstrukturen wie in Kunashir ? Sind mir bisher noch nirgend woanders aufgefallen, auch nicht am erwähnten Giants Causeway in Nordirland oder auf der gar nicht so weit davon entfernten Insel Staffa.

Also : Kennt noch jemand Beispiele dafür ? Vielleicht auch mit einem Foto ?

Danke und Glück Auf

Thomas

Offline aca

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 716
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #248 am: 13 May 20, 17:47 »
Zitat
Wie enstanden  dann die Halitlocken von Hattorf?

Glück Auf
Olaf

Ich habe die Literatur zu Hattorf nicht, aber wenn die Locken tatsächlich aufgeschmolzen wurden, steht die Antwort ja in meinem Text drin: man braucht einen stetigen Strom von Lava und damit Zufuhr von Wärme und/oder Kristallisationswärme (deren Betrag und wie sehr das durch Schmelzverzögerung kompensiert wird, kann ich schlecht einschätzen).
Wenn der Basaltgang sehr groß ist und längere Zeit, z.B. per Konvektion Magma nachgeliefert wird, schmilzt auch was auf. Aber wenn man einfach einen 10 Meter Basaltstrom auf den nächsten 10 Meter Basaltstrom schichtet, ist das Ergebnis der Mittelwert der Temperaturen. Das ist einfach Physik.

Ich habe Halit selbst gesammelt, der angeschmolzen war, in einer 742°C Fumarole (drumherum gab es heißere, bis 848°C, die Temperaturen schwanken etwas). Das gibt rundliche Formen, sieht ein bisschen aus wie Karren auf Kalkstein. Aber hier kommt ja auch permanent heißes Gas nachgeströmt.
Gelockt war da nichts, kann man aber wohl nicht ganz vergleichen.



Offline aca

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 716
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #249 am: 13 May 20, 21:00 »
Ansatzweise sieht man sowas - mit viel Wohlwollen - auf einigen Tatami Ishi auf Kumejima, Okinawa Prefektur, Japan
https://en.wikipedia.org/wiki/Tatami-ishi
Diese Säulen sind sehr groß (bis etwa 2 Meter Durchmesser).
Und die Struktur ist  bei weitem nicht so schön wie bei den Säulen von Kunashir.

Das Bild, das hochkant ist, etwas weiter unten.
https://lastsecond.ir/news/tatami-ishi
übersetzen kann ich das leider nicht.
« Letzte Änderung: 13 May 20, 21:32 von aca »

Offline Conny3

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 4.908
  • Seit 2002 im Atlas.
    • Geologie, Mineralogie und Fossilfunde im Raum Jena
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #250 am: 14 May 20, 10:35 »
Hallo,

nun da mache ich mal frecherweise wieder weiter. Irgendwie komme ich mit dem letzten Rätsel nicht klar. Ist /war es nun gelöst ?

Nun, welcher Berg ist das? Aufgenommen von einem Weg, wo es alten Bergbau gab. Dort Granat/ Epidot, usw. Ist nicht Thüringen oder Bayern (als kleine Hilfe) :D.

Gruß Conny

Offline rapplerEx

  • inaktiver User
  • *
  • Beiträge: 38
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #251 am: 14 May 20, 13:28 »
Hallo,

sieht aus wie der Donnersberg in der Nordpfalz.
Wenn es so wäre könnte der Ort (oder einer von dort) Imsbach sein.

Grüsse
Robert



Offline Conny3

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 4.908
  • Seit 2002 im Atlas.
    • Geologie, Mineralogie und Fossilfunde im Raum Jena
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #252 am: 14 May 20, 13:40 »
Hallo,

nein, ist er nicht. Hat aber auch einen etwas kuriosen Namen. Vom Donnersberg hätte ich aber auch ein Bild. Ist auch nicht so weit entfernt.

Gruß Conny

Offline giantcrystal

  • ******
  • Beiträge: 2.355
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #253 am: 14 May 20, 15:25 »
Vielleicht der Königsberg in der Pfalz ?

Da gibt es doch ein altes Kalkbergwerk = heutiges Besucherbergwerk Wolfstein

Glück Auf aus Mittelfranken

Thomas

Offline Spreitzl

  • ***
  • Beiträge: 137
  • Wir müssen runter bis zum Grundgestein!
Re: neues Geologie/Mineralogie-Rätsel
« Antwort #254 am: 14 May 20, 15:40 »
Hallo

Ich tippe auf die Hohe Waid bei Schriesheim.

Wegen dem Granat & Epidot.

Gruß  P.Imfeld

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge