Hallo Klaus,
Die weißen kristalle wurden vor Jahren als Sellait bestimmt. Später hat sich durch Analysen jedoch gezeigt, daß diese Kristalle immer amorph sind. D.h., sie haben keine Kristallstuktur ( mehr ) und können somit auch nicht eindeutig zugeordnet werden. Bedingt durch die Quadratische Grundform und die im Idealfall pyramidal ausgebideten Endflächen schloß man, daß es sich um ehemalige Sellaitkristalle handelt. Oft bilden diese Kristalle auch Hohlformen oder es sind nur skelettartige Reste der Kristalle zu finden. Es hat sich eingebürgert halbwegs in Form gebliebene Kristalle als Sellait zu bezeichnen, was aber schlichtweg falsch ist. Es kann sich genau so gut um ehemalige Zirkonkristalle handeln, zumal diese in den gleichen Einschlüssen sicher nachgewiesen wurden.
Nichts desto trotz gehören diese Kristalle zur Paragenese bestimmter Einschlüsse und sind daher durchaus sammelwürdig.
Zu Bild 9 habe ich zunächst auch Titanit vermutet. Allerdings sieht man bei näherer Betrachtung unter den größeren Kristallen weitere, nadelig ausgebildete die epitaktisch aufgewachsen scheinen. Wenn es sich bei der orangen Farbe dieser Kristalle um die Originalfarbe und nicht um Lichtreflexe handelt, ist es sicher Pyroxen und kein Titanit. Leider sind auf den Fotos die Kristallflächen nicht genau zu erkennen.
Bei Bild 15 handelt es sich sehr sicher um Pseudobrookit.
Gerne kannst Du mir die Stüfchen auch mal zusenden. Unter dem Binokular sollte eine sichere Bestimmung möglich sein. Wenn Du magst, schreib mir ne PN.
Gruß
Ralf