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Autor Thema: Eifel II  (Gelesen 8688 mal)

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Offline KOstMineral

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Eifel II
« am: 20 Jul 05, 09:51 »
Hoi,

ich habe da noch ein paar UMOs aus der Eifel, bei denen ich mir nicht sicher bin.
Und ich möchte mich nochmals wegen der schlechten Bildqualität entschuldigen. "Die Dinger sind halt soooo klein!" :-\ :-\

Aber erst noch zwei Fragen:
  • gibt es auch nadeligen Hämatit? Hab da so ein UMO, auf dessen Etikett u.a. eben nadelige Kristalle des betreffenden Mineral genannt werden: Kommt vom Emmelberg
  • Ein Etikett vom Emmelberg nennt Anulogen oder so ähnlich. Konnte bei meiner Recherche allerdings nichts dazu finden. Ist das vielleicht irgend so ein Synonym? ??? ??? ???

Nun aber zu den Bildern.

Besten Dank schon mal im Voraus

Gruss
Klaus

Bild 09 + 10 stammt vom Bellerberg. Es geht um die bräunlichen Kristalle auf Pyroxen


Offline KOstMineral

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Re: Eifel II
« Antwort #1 am: 20 Jul 05, 09:52 »
Bild 11 ebenfalls vom Bellerberg. Es geht um die bräunlichen Kristalle


Offline KOstMineral

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Re: Eifel II
« Antwort #2 am: 20 Jul 05, 09:54 »
Bild 12 stammt vom Emmelberg. Es geht um die metallischen Dinger die neben Mullit auf dem UMO sind.


Offline KOstMineral

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Re: Eifel II
« Antwort #3 am: 20 Jul 05, 09:56 »
Bild 13 + 14 stammt vom Emmelberg. Es geht um den länglichen weissen Kristall mit rechteckigem Profil, dessen Spitze einseitig abgeflacht ist.

 

Offline KOstMineral

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Re: Eifel II
« Antwort #4 am: 20 Jul 05, 09:58 »
Und Bild 15 Stammt vom Emmelberg. Geht um die länglichen Kristalle neben Mullit.

Offline loparit

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Re: Eifel II
« Antwort #5 am: 20 Jul 05, 14:21 »
Hallo,

Bild 12 würde ich sagen Hämatit ? aber auch hier wegen des Bildes nicht so sicher
Bild 13 und 14 fällt mir so auf anhieb Sellait ein
Bild 15 könnte Rutil oder Pyroxen sein

Gruß
loparit

Offline TKMineral

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Re: Eifel II
« Antwort #6 am: 20 Jul 05, 15:32 »
Hallo!

Also Bild Nr. 9 und 10 ist Titanit

Nr. 11 zeigt wohl auch Titanit xx , Monazit ist mehr gelber

Bei Nr.12. bin ich der gleichen Meinung wie Loparit..

Nr. 13 und 14 da fällt mir auch nur Sellait ein , obwohl mir die Endfläche des Kristalles nicht ganz dazu paßt

Nr.15. Pyroxen...Rutil hat ne andere Farbe, kenn den aus der Eifel nur in rötlichen Farben.

Zur Frage , ob es nadeligen Hämatit in der Eifel gibt , das kann ich nur bejaen... Vorallem an den Wannenköpfen bei Ochtung sind Top Funde gemacht worden...siehe Bilder auf Fred Kruijens Seite via Strahlen.org!!

Anulogen - Alunogen! Ist ein Sulfat

Beispiel: http://www.strahlen.org/vp/de/anna/anna36.htm


Gruß

TK


Offline Uwe Kolitsch

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Re: Eifel II
« Antwort #7 am: 20 Jul 05, 15:41 »
10: wenn die nadeligen XX epitakt. auf Klinopyroxen sitzen, ist ein Amphibol sehr wahrscheinlich
11: Titanit
12: Hämatit (gerundet)
13, 14: sieht amorph aus
15: stimmt die Farbe? (Topas??)

Offline Ralf

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Re: Eifel II
« Antwort #8 am: 20 Jul 05, 16:41 »
Bild 9+10 zeigen Pyroxen
Bild11 Titanit
Bild 12 Hämatit oder Magnetit, kann man so nicht sagen. Einfach mal auf Magnetismus prüfen. Mullit kann ich hier keinen erkennen
Bild 13 Sind die typischen, allerdings fast immer amorphen Kristalle die fälschlicherweise zumeist als Sellait bestimmt werden. Sind oft auch hohl.
Bild 15 zeigt eindeutig Pseudobrookit, der auch in dieser nadeligen Form auftreten kann.

Gruß
Ralf

Offline KOstMineral

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Re: Eifel II
« Antwort #9 am: 21 Jul 05, 08:45 »
Hoi,
danke für eure Bemühungen.

Bei Bild 9 + 10 tendiere ich auch zu Titanit. Muss ihn mir aber nochmals genau anschauen.
Bild 11 würde ich auch Titanit sagen.
Bild 12 ist Hämatit=> kein Magnetismus
Bild 13 + 14 hab ich jetzt auf Anhieb nicht richtig verstanden.
Zitat
Bild 13 Sind die typischen, allerdings fast immer amorphen Kristalle die fälschlicherweise zumeist als Sellait bestimmt werden. Sind oft auch hohl.
Bild 15: Farbe stimmt überein. Daher würde ich Topas und Pseudobrookit ausschliessen. Aber ich bin ja kein Eifel-Kenner.

Gruss
Klaus


Offline Ralf

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Re: Eifel II
« Antwort #10 am: 21 Jul 05, 10:02 »
Hallo Klaus,

Die weißen kristalle wurden vor Jahren als Sellait bestimmt. Später hat sich durch Analysen jedoch gezeigt, daß diese Kristalle immer amorph sind. D.h., sie haben keine Kristallstuktur ( mehr ) und können somit auch nicht eindeutig zugeordnet werden. Bedingt durch die Quadratische Grundform und die im Idealfall pyramidal ausgebideten Endflächen schloß man, daß es sich um ehemalige Sellaitkristalle handelt. Oft bilden diese Kristalle auch Hohlformen oder es sind nur skelettartige Reste der Kristalle zu finden. Es hat sich eingebürgert halbwegs in Form gebliebene Kristalle als Sellait zu bezeichnen, was aber schlichtweg falsch ist. Es kann sich genau so gut um ehemalige Zirkonkristalle handeln, zumal diese in den gleichen Einschlüssen sicher nachgewiesen wurden.
Nichts desto trotz gehören diese Kristalle zur Paragenese bestimmter Einschlüsse und sind daher durchaus sammelwürdig.

Zu Bild 9 habe ich zunächst auch Titanit vermutet. Allerdings sieht man bei näherer Betrachtung unter den größeren Kristallen weitere, nadelig ausgebildete die epitaktisch aufgewachsen scheinen. Wenn es sich bei der orangen Farbe dieser Kristalle um die Originalfarbe und nicht um Lichtreflexe handelt, ist es sicher Pyroxen und kein Titanit. Leider sind auf den Fotos die Kristallflächen nicht genau zu erkennen.

Bei Bild 15 handelt es sich sehr sicher um Pseudobrookit.

Gerne kannst Du mir die Stüfchen auch mal zusenden. Unter dem Binokular sollte eine sichere Bestimmung möglich sein. Wenn Du magst, schreib mir ne PN.

Gruß
Ralf

Offline Stollenkundler

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Re: Eifel II
« Antwort #11 am: 21 Jul 05, 10:25 »
Also zu Bild Nr. 13 + 14 würde ich sagen, dass es sich um Baryt handelt, da diese Kristallisation sehr typisch wäre. Allerdings weiß ich nicht, in wie weit Baryt in dieser Region typisch ist.
Prüft das nochmal nach.

Ich habe selber schon Stufen gefunden, bei denen der Hämatit als kleine Nadeln ausgebildet waren. Hängt ganz davon ab, wie heiß die Hydrotherme war und wieviel Platz die Kristalle zum wachsen hatten.  ;D

Offline Ralf

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Re: Eifel II
« Antwort #12 am: 21 Jul 05, 17:55 »
Hallo Stollenkundler

Rein optisch könnte man zwar zunächst auf Baryt tippen, ist´s aber leider nicht.

Baryt ist vom Emmelberg absolut auszuschließen. In der Vulkaneifel ist er bisher m.W. nur von der Hannebacher Ley bekannt. Außerdem haben wir in der Vergangenheit einige Dutzend Proben analysiert.


Gruß
Ralf

Offline loparit

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Re: Eifel II
« Antwort #13 am: 21 Jul 05, 19:57 »
Hallo,

ich habe zuletzt mitte der 80er jahre am Emmelberg gesammelt. Und da haben wir viele dieser angeblichen Sellaitkristalle gefunden. Deshalb denke ich auch, das es sich dabei wie von Klaus beschrieben

Später hat sich durch Analysen jedoch gezeigt, daß diese Kristalle immer amorph sind. D.h., sie haben keine Kristallstuktur ( mehr ) und können somit auch nicht eindeutig zugeordnet werden. Bedingt durch die Quadratische Grundform und die im Idealfall pyramidal ausgebideten Endflächen schloß man, daß es sich um ehemalige Sellaitkristalle handelt. Oft bilden diese Kristalle auch Hohlformen oder es sind nur skelettartige Reste der Kristalle zu finden. Es hat sich eingebürgert halbwegs in Form gebliebene Kristalle als Sellait zu bezeichnen, was aber schlichtweg falsch ist. Es kann sich genau so gut um ehemalige Zirkonkristalle handeln, zumal diese in den gleichen Einschlüssen sicher nachgewiesen wurden.
Nichts desto trotz gehören diese Kristalle zur Paragenese bestimmter Einschlüsse und sind daher durchaus sammelwürdig.
Bei Bild 15 handelt es sich sehr sicher um Pseudobrookit.

um diese eventuellen falschen Sellaite handelt und nicht um Baryt der ist von dort auch meines Wissens nicht beschrieben.

Gruß
loparit


Offline TKMineral

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Re: Eifel II
« Antwort #14 am: 21 Jul 05, 22:03 »
Hallo!

Stimmt , den Baryt kenne ich auch nur von der Hannebacher Lay , auch schon selbst gefunden in Form weißer Tafeln in der Hannebachitparagenese...

Gruß

TK

 

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