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Neid unter den Sammlern

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uwe:
Hallo,

als ältererer und langjähriger Sammler erlaube ich mir, meine Sichtweise der Angelegenheit zum besten zu geben.

Also Neid ist immer kontraproduktiv und (das  ist der einzige Punkt in dem ich den Beitrag von Ralf widerspreche) auch keine Form der Anerkennung. Sammler, die in der glückliche Lage sind, sich viele Stufen zu kaufen können kein Zielpunkt des Neides sein, denn da müßte ich täglich auf mindestens 100 Leute die reicher als ich bin, neidisch sein.

Wenn andere Sammler mehr und besser finden, dann liegt das sicher an ein Quentchen Glück, aber zum großen Teil an mehr Fleiß und Ausdauer. Wenn man sich selbst gegenüber ehrlich ist wird man das zugeben müssen. Außerdem gibt es in jedem Sammlerleben auch mal einen Tag, an dem man selbst zu den Erfolgreichen gehört. Das klappt aber nicht jedes mal.

Ich gehöre nicht zu den von Ralf erwähnten Heiligen, aber wenn ich eine Fundstelle besucht habe und die dort vorkommenden Minerale in der Sammlung habe, dann gebe ich diese schon gern preis. Schon aus Platzgründen kann ich nicht mehrere Stufen des gleichen Materials von einer Fundstelle aufbewahren. Sich einen Tag auf eine Börse zu stellen und zum Schluß gerade mal den Tischpreis zu erlösen ist nicht mein Ding. Also, warum soll ich dann mehr mitschleppen als unbedingt nötig ? Da bleibt eben mal was liegen, warum nicht ?

Die Preisgabe von Fundstellen an denen geschürft werden muß hat auch seine Vorteile. Ich bin kein Hobby-Tiefbauarbeiter. Ich habe  oift schon eine alte Halde im Herbst propagantiert und mich im Frühjahr  nach der Schneeschmelze hingehockt und hervorragende Kleinstufen gefunden, ganz ohne Mühe. Die emsigen Schürfer konnten diese beim besten Willen nicht entdecken.

Ich halte es wie z.B. Conny, Geomüller und Harjo und habe keine Probleme, Infos über Fundstellen preiszugeben, werde aber doch künftig  die genauen Fundortangaben entweder auf Anfrage per PM [...] veröffentlichen.

Glück Auf
Uwe

editiert von slugslayer

 

KOstMineral:
Hoi Uwe, Tobias, Ralf, Stefan, Bernd, Ingrid, Pulle, Jürgen, Michael, Oliver und Robin!

Ich denke Fundstellen verheimlichen oder nicht, das hängt immer vom Fall ab. So versuche ich auch manche Fundstellen, wie z.B. ein naturbelassenes Bachbett, nicht weiterzutragen. Anders aber die aktuelle Fundsituation in einem Steinbruch, ist es gerade notwendig die Stelle zu veröffentlichen. Denn an sonsten fallen die Sachen eben den Brechanlagen zum Opfer und keiner hat was davon.

Das Fundstellen preisgeben hat aber für mich manchmal einen faden Beigeschmack. Denke man nur and die "Völkerwanderungen" die es des öfteren schon gegeben hat. Ich weiß, dass das unfair ist und ich kann mich meist auch überwinden und die Stelle auch anderen zugänglich machen.

Ich nehme von manchen Fundstellen auch meist etwas mehr mit dann final in meine Sammlung wandert. Das tue ich zum einen, damit ich zu Hause in Ruhe die Stücke begutachten kann, auch unterm Mikroskop, und zum andern, damit ich auch meinem langjährigen Sammler-Freund etwas brauchbares zuschicken kann. Mineralien habe ich mit Ausnahme weniger Clara-UMOs (bei diesem Fundort verhält es sich auch etwas anders) noch nie etwas verkauft.

Aber ich denke, und da sind wir uns einig, dass eine umfassende Mineraliensammlung nicht durch das verheimlichen von Fundstellen aufgebaut werden kann, sondern z.B. durch fortlaufendes Begehen einer Stelle über Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg.

Und zu guter Letzt: Neben der Erfahrung gehört auch immer ein bisschen Glück zum Auffinden von Mineralien dazu.

Gruss
Klaus

proyect:
Hallo,
das Teilen von Fundorten führte bei mir zu ner besch*** Erfahrung,... die 2 Personen, denen ich vor 5 Jahren die beste Schotterfundstelle weitergab verrieten sie gleich noch einigen weiteren "nichtsammlern" die dann ebenfalls losstürmten.... ok ,... nichts gegen.

Aber wies bei manchen Jugendlichen ist (Ignoranter eltern sei dank), haben die unter Gewaltandrohung versucht mich davon fernzuhalten. Als denn eine woche Später der Fundort (in deren Augen) leergeräumt war, hatte ich glücklicherweise wieder meine ruhe.

Darum gebe ich Fundorte nur dann noch weiter, wenn sie "ersetzlich" sind.
Gruß
proyect

der Sauerländer:
siehe auch hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Neid

Hallo

Warum kommen hier immer wieder und immer häufiger diese Themen auf?
Sind Sammler wirklich so oder sehen wir andere Sammler nur so, weil wir selber so denken?

Eine schlüssige Antwort habe ich nicht! Zuerst muss ich mich ja selber hinterfragen.

Bin ich neidisch auf einen Sammler, der am Wochenende 150 km gefahren ist und 6 Stunden bei Regen, im Schlamm was tolles gefunden hat?
Bin ich neidisch auf eine tolle Sammlung, weil der Sammler 15 Jahre lang regelmässig im Steinbruch malocht hat?
Bin ich neidisch, weil andere die finanziellen Möglichkeiten haben, 4.500,-€ für eine Superstufe auszugeben?
usw...usw...

Warum bin ich am Wochenende faul liegengeblieben? Ich hätte doch auch fahren können.
Warum habe ich den Steinbruch in 15 Jahren nur 15 mal besucht? Ich hatte doch auch mehr Zeit.
Wer 4.500,-€ für einen Stein ausgeben kann, fährt evtl. auch Daimler. Bin ich neidisch auf das Auto meines Nachbarn?

Ich habe mich hinterfragt. Meine Antwort ist "Nein!".

Dafür habe ich eine ganz andere Frage: "Warum stellen wir durch diese anklagenden Themen unsere "Zunft" dauernd so negativ dar?"

Warum behaupten wir in diesen Themen, dass Andere neidisch sind, Fundstellen verwüsten, Bagger demolieren, einbrechen um Steine zu stehlen, Funde verleugnen, Naturschutz missachten, Löcher im Wald buddeln und Fallgruben schaffen, usw...usw...

Ich muss nur diese Seite hin und wieder lesen, dann weis ich Bescheid über die "Sammler". Ihr grabt euer eigenes Grab.

Tut mir einen Gefallen. Lasst mich damit in Ruhe.

Zuercherella:
Hallo Wilhelm (und alle),

Deinen Unmut über das Thema in allen Ehren. Ich glaube, dass hier keiner Lust auf die Gründe, warum diese Themen immer wieder besprochen werden hat.
Trotzdem finde ich einen Austausch der Erfahrungen, sowohl positiv als auch negativ, sehr wichtig, um entweder wieder frisch gelaunt ans schönste Hobby zu gehen, oder sich durch die Erfahrungen und Ratschläge auch mal die eine oder andere Enttäuschung und böse Erfahrung zu ersparen. Es gibt nun mal überall auch die "dunkle Seite".
Für mich stellt sich durch die wenigen negativen Begebenheiten, die ich mitbekommen habe, nicht das ganze Hobby oder gar die Kollegen negativ dar. Aber wenn man nicht in einem Forum wie diesem darüber diskutieren darf, wo dann?

Wie wäre es als nächstes mit einem Thread: "Freude unter Sammlern"? Ich bin sicher, dass dort extrem viele Beiträge kämen, die uns allen verdeutlichen, dass wir Mineralien-/Fossiliensammler zu 95% eine sehr glückliche und zufriedene Spezies darstellen.

Viele Grüße
Michael

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