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Neid unter den Sammlern
Joachim:
Es wird immer jemanden geben der erfolgreicher ist als man selbst! Soll ich deswegen Neidisch sein?
Neid ist in meinen Augen immer ein Armutszeugnis!
Aber eines sei den Lesern des Atlas gesagt!
Ich werde in Zukunft keine Gelegenheit auslassen um die Neider noch Neidischer zu machen! ;D ;D ;D ;D
Es gibt noch soooo viele "Spitzenfossilien" die geradezu auf ihre Veröffentlichung warten! ;)
Gruss Joachim
Kilo:
Hallo zusammen,
ich glaub ich hab das schon mal irgendwann gepostet:
Für mich gibts keinen Neid. Nur den Ansporn, beim nächsten mal genauer nachzusehen und mehr Ausdauer zu haben. Ich freu mich für jeden Sammler, der mit großem Einsatz vorangeht und was Schönes findet. Wer oder was hindert uns daran, die gleiche Energie in unser Hobby zu investieren?
Gruß Kilo
CARCHARIAS:
Moin ;D
Ich schlies mich ma Kilo an.
Da ich aber auch ein Neidopfer bin geb ich auch ma n bissi Senf dazu.
Ich habe in den letzten 4 Jahren intensiv im Mainzer Becken gesucht und auch an einigen Fundstellen gegraben die als erloschen gelten. Ich habe die meisten Fundstellen in meinem Sammelerfreundeskreis auch weitergegeben und höhre dann n paar Monate später das einige sauer sind weil ich so viel gemacht habe ohne diese sammeler mitgenommen zu haben, obwohl jeder auch alleine hätte hinfahren,graben und Fossilien finden können. >:(
Das ist ma n Beichspiel für völlig unbegründeten Neid unter Sammelern.
Un wer nix macht is selbst dran Schuld wenn mer dann nix findet.
Gruß Carcharias :)
loparit:
Hallo,
ich habe mir die Mühe gemacht und alle Beiträge durchgelesen, doch es gibt nur einen dem ich 100 % zustimmen kann und das ist der von geomüller (hier ein kleiner Auszug)
--- Zitat von: geomueller am 29 Jul 05, 18:20 ---Und genau diese Geheimniskrämerei ist ganau das was nich immer so ankot.... :-X Auch deshalb bin ich hier im Atlasaktiv, soweit es die Zeit erlaubt, gerade wenn es um Fundstelleninfos geht, weil man damit Schluß machen muß Fundstellen als sein Privateigentum zu betrachten und Geschäfte daraus zu schlagen. Ich weis natürlich das nur wenige so denken, aber steter Tropfen höhlt den Stein. ;)
--- Ende Zitat ---
Auch dem Beitrag von Ralf kann ich nur Beipflichten.
Ich selbst war über einen langen Zeitraum in Ramsbeck um dort Mineralien zu suchen. Dazu bin ich aus dem Saarland mal eben nach der Arbeit mit einem Kollegen nach Ramsbeck ca. 450 Km ein Weg gedüst. Dort waren wir dann mehr oder minder 10-12 Stunden unter Tage um Mineralien zu suchen. Mit einem Rucksack voll Stücken von denen nach dem sichten zu Hause vielleicht noch ein halber übrigblieb haben wir dann wenn wir Glück hatten 1 oder 2 Stücke in die Sammlung nehmen können. Wir waren über 3-4 Jahre manchmal zwei mal im Monat dort und haben uns mit viel Mühe und Schweiß eine Ramsbecksammlung aufgebaut. Viele Kollegen aus unserem Verein haben uns um die Stücke beneidet. Aber wenn wir gefragt haben, wer fährt mit, denn so hätte man z.B. das Benzingeld für jeden einzelnen gering halten können, dann war keiner mehr interessiert. Aber haben wollte jeder von den Stücken. Wenn wir dann verkauft haben hieß es die machen nur Geschäfte. Aber in Wirklichkeit haben die einnahmen vielleicht mal gerade die Kosten für Benzin und Ausrüstung gedeckt. Ganz zu schweigen von den vielen Exkursionen bei denen wir nur exploriert haben ohne dass ein Stück in den Rucksack wanderte. Oder die exkursionen über viele Wochenenden in Bad Ems oder Siegerland bei denen nichts herauskam. Und so könnte ich von vielen Exkursionen berichten, die nur Geld und Zeit und Aufwand gekostet haben und nicht ein Stück ist für die Sammlung herausgesprungen.
Doch nun kommt genau der Punkt, warum fährt man nach Ramsbeck wenn man schon schöne Teile von dort hat. Es geht ums finden und darum noch bessere Sammlungsstücke zu finden. Und dies auch unter dem Aspekt dass man 8 stunden arbeitet ohne was zu finden. Und wenn dann schöne Ulmannite gefunden werden sind andere direkt neidisch.
Ein Sammlerkollege, war über Jahre in Ramsbeck an einer Pyropmorphit-Fundstelle zugange. Ich war öfters mit Ihm und wir haben immer schöne Kleinstufen gefunden. Mit denen ich recht zufrieden war. Der Kollege sammelt aber keine Kleinstufen oder MM's und so sagte er immer wieder ich werde hier noch eine schöne Handstufe finden. Als er dann vor einigen Jahren die tolle Pyromorphite von Ramsbeck fand (der Beste zierte als Titelblatt einen Lapis glaube ich zumindest) waren alle neidisch. Dass er und seine Kollegen dort von Hand über Jahre eine Strecke von mehr als 10 m vortrieben und zu 90% meistens nichts mit nahmen das sieht keiner. Dass er dann für die gefunden Stücke gutes Geld bekam ist mehr als in Ordnung und hat nichts mit Geldverdienen zu tun.
Also wie schon mehrfach hier geschrieben, wer fleißig ist wird meistens auch belohnt, nur ob er die Ausdauer hat über einen längeren Zeitraum fleißig zu sein obwohl nichts gefunden wird liegt an jedem selbst.
Es gibt aber auch wirklich das andere Ende der Geschichte nämlich die Sammler-Verkäufer die eine Fundstelle ausbeuten und dann versuchen die Sachen an den Mann zu bringen. Nehmen wir mal die Fundstelle Teufelskanzel bei Oberthal wo in Nacht und Nebelaktionen Wanderwege aufgegraben, Bäume untergraben wurden und dazu führten dass es dort ein Sammelverbot gibt. Oder eine Achatfundstelle bei Lebach, wo Personen in einer Nachtaktion mit eine Bagger einem Bauern ein Feld verwüsteten um an rote Achate-Jaspise zu gelangen um dann für teures Geld zu verkaufen. Da kann ich nur sagen das sind keine Sammler und die haben auch nicht das Erlebnis das wir haben wenn wir ein Teil für unsere Sammlung finden. Vielleicht haben die das gleiche Gefühl wenn sie nicht ertappt werden wer weiß ?
Ich persönlich gebe Fundstellen gerne weiter, denn aus meiner Erfahrung sind die echten Sammler in der Überzahl und warum sollen die sich nicht über schöne Funde freuen, auch wenn durch etwas Glück der aufwand des Suchens gar nicht so groß war. Vielleicht habe ich dafür das nächste mal das Glück auf meiner Seite.
Gruß
loparit
Stefan:
Ich bin erfreut über die rege Beteiligung in diesem Thread.
Was ich nicht ganz glaube ist die uneingeschränkte Weitergabe von Fundstellen die ich bei einigen denke heraus zu lesen.
Auf Anfrage mag zwar der ein oder andere Tipp kommen oder auch alle notwendigen Informationen aber von sich aus gibt so wirklich kaum jemand seine Fundstellen preis, sonst müssten unsere Fundstellendiskussionen mit einer Fundstellenbeschreibung beginnnen und nicht mit einer Frage was es in der Gegend zu finden ist.
Generell ist für mich die Quintessenz aus der Diskussion dass fast alle an der Diskussion beteiligten bereit sind ihre Fundstellen zu teilen und sich nicht wirklich ein Neidgedanke breit macht. Das ist beruhigend und deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Gruß Stefan
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