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Autor Thema: Mineralienbilder  (Gelesen 1189229 mal)

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Offline Schluchti

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #210 am: 02 Mar 09, 09:30 »
Die Mehrebenentechnik ist ein zweischneidiges Schwert. Sie ist, wie Harjo schon sagte, ein gutes Hilfsmittel um Bilder zu machen, die aufgrund der geringen Schärfentiefe mit konventioneller Aufnahmetechnik kaum oder nicht realisierbar wären.
Andererseits vermitteln die Bilder häufig einen mehr oder weniger unnatürlichen Eindruck, weil eben das Auge gewohnt ist, dass es neben dem scharfgestellten Bereich auch unscharfe Bereiche gibt. Das Auge/Gehirn  benötigt diese Informationen etwa um Größeneindrücke und Entfernungen zu ermitteln. Fehlen diese Informationen, wirkt das Bild unnatürlich oder aber es können die Größenverhältnisse kaum noch geschätzt werden.   
Ein weiterer Punkt sind die (notwendigen) Bildverarbeitungsalgorithmen, die zu dem unnatürlich empfundenen Bildeindruck beitragen, indem etwa nicht selten die Oberflächen der Kristalle mit aquarellartigen Texturen gezeichnet werden und die Bilder am Ende eher wie gerendert (was gewisserweise ja stimmt) oder gemalt aussehen. Häufig werden die Bilder zudem noch gnadenlos überschärft. Für viele mag dies sogar knackiger und gefälliger wirken, hat aber meines Erachtens manchmal kaum noch etwas mit einem natürlichen Bildeindruck zu tun. Deswegen versuche ich die (verlockende) Mehrebenentechnik, wo möglich, zunehmend zu vermeiden und nehme unscharfe Bildbereiche, wo vertretbar, als Gestaltungsmittel in Kauf. Natürlich gibt es aber Motive, die man kaum anders als mit DMF darstellen kann. Da hat diese Technik m.E. nach wie vor ihre vollste Berechtigung.       

Das Bild unten zeigt einen 1,5 mm Kristall. Die Aufnahme ist konventionell one-shoot, ohne DMF.

Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Aue-Bad Schlema, Große Kreisstadt/Lagerstätte Schlema-Alberoda/Schacht 371
Mineralienbilder
« Letzte Änderung: 02 Mar 09, 09:34 von Schluchti »

Offline Thomas Noll

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #211 am: 02 Mar 09, 14:44 »
Hallo loparit,
hab vor 3 Monaten mit dem Fotografieren angefangen. Arbeite auch mit CombineZ, lade das Bild hinterher aber nochmal in`s Canon Program. Bringt noch einiges. Über eine Spaltringleuchte denke zur Zeit nach. Die Aussage von in diesem Bereich erfahrenen Kollegen ist: mal Top, mal Flop. Also geht`s erstmal mit der zweiarmigen Kaltlichtleuchte weiter. So und jetzt noch was geschichtes.
Pyromorphit, Grube Friedrichssegen, Bb. 5 mm

Gruß Thomas

Offline Stänlsucher

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #212 am: 02 Mar 09, 14:58 »
Glück Auf,
SUPER Bild finde ich.Ist aber auch eine Frage des tech. Aufwandes und der Kosten.Bei mir ist die tech. und aufwands Grenze erreicht,kann nur noch durch üben besser werden  ;)
Namibit(Rosette=1mm)+Pucherit/FG Pucherschacht/Schneeberg
Hoffe man kann erkennen um was es geht - besser geht immer,bin eben noch am üben!

Glück Auf
Lutz

Offline Thomas Noll

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #213 am: 02 Mar 09, 15:51 »
Hallo Lutz,
danke. Freut mich wenn`s gefällt. Bin ja auch immer noch am rumprobieren. Apropos Kosten. Im Verhältnis zur Maschine vom Kollegen Wolfsried meinte der Mikroskop-Dealer meines Vertrauen das es ja sogesehen eine Low -Budget wäre. :'( Der eine sagt so, der andere sagt so.
Ansonsten noch ein Pyro Grube Friedrichssegen, Bb. 12 mm

Offline loparit

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #214 am: 02 Mar 09, 22:45 »
Hallo Schluchti,

habe hier mal den Olivenit zweimal eingestellt. Ein Bild aus nur einem Foto und ein weiteres aus 7 Bildern mit CombinZ bearbeitet. Es ist meines Erachtens kein großer Unterschied. Das Kristallaggregat ist ca. 2mm groß.

Ich werde nun mal noch versuchen die Bilder in RAW zu machen und hoffe dass ich dann noch etwas besser werde mit dem Kontrast etc. Ist natürlich sehr viel arbeit die vielen Bilder dann noch im Raw-Modus zu bearbeiten.


--- Muss mir wiedersprechen, dass DMF-Bild ist doch deutlich schärfer würde ich sagen, nachdem ich jetzt mal die Bilder geöffnet habe  ;D
Gruß
Edgar


« Letzte Änderung: 03 Mar 09, 00:23 von loparit »

Offline loparit

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #215 am: 03 Mar 09, 00:18 »
Hallo Thomas,

Über eine Spaltringleuchte denke zur Zeit nach.

Ich benutze zur Zeit eine LED Ringleuchte von Schott mit Steuergerät. Man kann diese dimmen und auch Gruppenweise Bereiche ausblende etc. Aber so richtig gefallen mir die Bilder nicht es fehlen mir einfach die Schatten etc. Ein Mittel das man für den guten Bildaufbau durchaus benutzen kann. Ich habe noch eine dreiarmige Kaltlichtleuchte, die werde ich mal noch ausprobieren. Mal sehen was dabei herauskommt. Und ich werde mal die Aufnahmen im RAW-Format machen und dann zuerst bearbeiten bevor diese gestackt werden.

Ich benutze zur Zeit ein Zeiss Discovery V8. Das hat sogar eine Kamera, welche man direkt an den Laptop anschließen kann, aber die Ergebnisse sind nicht zu gebrauchen. Deshalb nehme ich die Zeisskamera ab und montiere über einen T2 Adapter meine DSLR dran.

Deine Bilder gefallen mir. Allerdings sind bei der Kristallgröße von 5 mm und einer entsprechenden Bildgröße die Probleme mit der Tiefenschärfe etc. glaube ich nicht ganz so groß.

Hier noch drei weitere Aufnahmen die ich letzte Woche gemacht habe!

Zwei Langite von der Clara, Bildbreite liegt bei ca. 1,2 bzw. 1,5 mm geschätzt, habe die Bilder noch nicht ausgemessen.

Und ein Cerussit Kristallgröße ca. 4mm

Gruß
Edgar

Offline Thomas Noll

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #216 am: 03 Mar 09, 10:55 »
Hallo Haldenschreck, Hallo Lutz,
schlicht...... Danke!!! Mikroskop-Dealer: Fa. Mikrovid. Kompetent, Hilfsbereit und guter Preis.

Hallo Edgar,
versuch doch mal die Kombination der Ringleuchte mit der dreiarmigen Leuchte um Beleuchtungsakzente zu setzen. Das Ergebnis würde mich sehr interessieren da ich über diese Kombination nachdenke. Meine Canon ist auch mit einem T2-Adapter mit dem Mikroskop und mit USB-Kabel mit dem Rechner verbunden, so daß ich im Live-View Modus arbeiten kann. Und das dezente nachschärfen hinterher bringt schon noch einiges, gerade bei kleinen Objekten und wenn man über Bildausschnitt die Vergrößerung hochzieht.
Wenn ich ansonsten hier die fachlichen Ausführungen verfolge bin ich noch ziemlich unwissend. Wird schon werden. ;)

Ansonsten....Olivenit, Agardit, Cornwallit, Grube Clara Bb. 2,5 mm

Gruß Thomas

Offline berthold

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #217 am: 04 Mar 09, 15:05 »
Hallo,

also Ringleuchte hat sich bei mir als unbauchbar erwiesen. Denn vielfach möchte/muss man bestimmte Fächen mit einem sanften Reflex hervorheben, andererseits können ungewollte Reflexe das Bild leicht kaputt machen. Um das Licht zu führen braucht man punktförmige Lichtquellen und ggf. Diffusoren.  Es gibt schon Fälle (kein Glanz) wo man mit Ringleuchte auch zum Ziel kommt, aber bei Mineralien haut das in der Regel eher nicht hin. So ein Foto wie im Anhang (Fluorit-Oktaeder in einem Quarzkristall eingewachsen, FO: Zufurth/Fichtelgebirge, Bildhöhe 8mm) geht nur mit penibler Lichtführung.

Gruß
Berthold

Offline loparit

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #218 am: 04 Mar 09, 22:57 »
Hallo Thomas,

nun es sind zwischen 15 und 25 Aufnahmen. Ich benutze einen Mikroskoptisch von Zeiss. Den haben wir ausgemessen und da ist eine Umdrehung des Einstellrades 4/10 mm. Das Rad ein Stricheinteilung von 0-400 also 0-100 entspricht 1/10 mm. Im Moment bin ich noch am ausprobieren. Die letzten Aufnahmen habe ich einfach von oben angefangen und bin dann nach unten bis die Stelle die mir wichtig erscheint durch war.
Sobald ich mit der Vergrößerung hoch fahre, werden die Bilder irgendwie unscharf. Aber es sieht so aus, als seinen die insgesamt unscharf.
Die Bilder habe ich mit Photoshop bearbeitet und dann kleingerechnet um hier einzustellen.
Hier mal zwei Aufnahmen die ich heute gemacht habe nur mit Ringleuchte. Ich werde nächste Woche mal den Schwanenhals ausprobieren.
Cerussit oder besser wohl eine Perimorphose von Limonit nach Cerussit, das Kristallaggregat ist ca 6 mm groß.
das zweite Bild rosafarbener Cerussit Kristallgröße 2 mm.
Beide Stücke von der Grube Clara.

Ich werde ebenfalls mal beide Bilder hochauflösend verlinken. Damit man den Vergleich hat von den komprimierten und orginal-Bildern.
Hier die Links! Ich hoffe das funktinoiert!

http://www.loparit.com/Fotos/Ablage/Bild-1.jpg
http://www.loparit.com/Fotos/Ablage/Bild-2.jpg

Gruß
Edgar

Offline loparit

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #219 am: 04 Mar 09, 23:10 »
Hier mal noch ein Chalkotrichit von der Clara, ebenfalls mit Dioden-Ringleuchte von Schott.

Gruß
Edgar

Offline Thomas Noll

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #220 am: 05 Mar 09, 14:15 »
Hallo Edgar,
mit der Auslichtung ist wirklich nicht einfach. Denke Du wirst mit der Kaltlichtleuchte bessere Ergebnisse erzielen, gerade was die Kristallkanten betrifft.
Hab nochmal meinen ersten Gehversuch "Cerussit" angehängt. Da geht noch was. Zur Schärfe der Objekte: arbeite bei 40x Vergrößerung mit Bildabständen von 0,03 bis 0,05 mm. Da ich keinen Messtisch habe sondern von Hand mit der Messuhr schichte ist das schon ziemlich die Grenze. Mit mehr als 50x Vergr. hab nicht hantiert. 30x Vergr. Abstand 0,05 bis 0,1 mm. 20x Vergr. 0,1 bis 0,2 mm. Ergibt schon mal bis zu 40 Aufnahmen Habs mal mit 70 probiert, da hat sich CombineZ abgschaltet ;D. Und ich denke nochmal an die Camera-Software die vom Nachschärfen her echt was bringt. Ansonsten hatte ich am Anfang noch das Problem den richtigen Programm-Modus zu finden. Ist halt schlecht wenn man keine Ahnung hat. :(

Gruß Thomas

Cerussit, Grube Clara, Bb. 8 mm
« Letzte Änderung: 17 Feb 13, 10:20 von slugslayer »

Offline loparit

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #221 am: 05 Mar 09, 16:52 »
Hallo Thomas,

ich habe bisher nicht so viele Einzelbilder gemacht wahrscheinlich liegt es wohl daran.
Ich werde als nächstes mal mit Schwanenhalsleuchten arbeiten und dann auch mal so viele Aufnahmen machen.
Ja das mit der Vergrößerung ist der größte Knackpunkt. Denn ich bin bei den kleinen Mineralien von der Clara auch durchaus auf 80fache Vergrößerung hochgegangen. Das sieht im Mikroskop toll aus, aber man kriegt es eben nicht so aufs Foto.
Heute habe ich mal Stücke fotografiert mit größeren Kristallen, aber auch mit Ringleuchte. Da sieht man schon das die Aufnahmen besser sind, glaube ich zumindest.

Hier mal ein Borunonit von der Apollo. Der Kristall ist 5 mm lang.
Und dann noch ein Baryt von der Clara. Der Kristall ist 6 mm lang.
Beide Fotos sind mit CombineZ aus 11 Einzelbildern zusammengerechnet.


Gruß
Edgar

Offline Harjo

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #222 am: 05 Mar 09, 20:38 »
Sehr schön Edgar.
Es freut Mich das dieser Topic wieder etwas bringt, dies ist genau warum Ich dieses Thema vor einige Jahre (schon) angefangen habe.
Vor allem ist es toll zu sehen das man einander anregt immer bessere Bilder zu machen.
Anbei ein Bild von ein Sphalerit Kristall von Smallcleugh Mine, Großbritannien.

Grüß

Harjo

Offline Thomas Noll

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #223 am: 06 Mar 09, 08:50 »
Hallo Jens,
soweit ich bisher gegoogelt habe scheinbar nur für Windows.

Hallo Edgar
Zitat "Denn ich bin bei den kleinen Mineralien von der Clara auch durchaus auf 80fache Vergrößerung hochgegangen"
Hier nochmal der Rat eines Münchner Mineralienfreunds. Um in die Vergrößerungsbereiche zu kommen lieber mit 40x Vergr. ein scharfes Foto erstellen und dann über Bildausschnitt erstellen die Teile vergrößern. Wie beim Tungstibit geschehen.

Gruß Thomas

Tungstibit, Grube Clara, Bb. 3 mm

Offline loparit

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Re: Mineralienbilder
« Antwort #224 am: 07 Mar 09, 19:43 »
Hallo Thomas,

also mir gefallen die Bilder mit Helicon mindestens genauso gut wenn nicht so gar besser als die mit CombineZ.
Aber mit beiden Programmen habe ich noch nicht sehr ausgiebig gearbeitet, so dass sich mich da eigentlich nicht richtig fest legen will. Helicon Fokus habe ich über die Firma jetzt bestellt. Ich finde Helicon schon wegen der deutschen Menüführung angenehmer. Und der Unterschied in der schnelligkeit ist schon deutlich.

Ich habe gestern ein neues "altes" Objektiv bekommen. Habe ich doch tatsächlich bei E-Bääy für 95 Euro ergattert. Ein Olympus Makrokopf 38mm 3.5

Ich habe gestern mal direkt dieses an meine Kamera gemacht und einige Bilder geschossen. Man kann das Objektiv nur mit Balgengerät oder Zwischenringen benutzen,. Aber das funktioniert sehr gut. Hier mal zwei bekannte Bilder (jeweils nur 1 Aufnahme) doch diesesmal mit diesem Objektiv und Blende 16. Einfach mit Tageslichtleuchte ohne große Vorbereitung! Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Wenn ich nun mit dem Objektive noch 5 Auffnahmen mache und dann mit helicon zusammenrechne bin mal gespannt wie das Ergebnis dann ist.

Gruß
Edgar

 

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