Glück Auf!
und herzlichen Glückwunsch zu den schönen Funden. Wie schon richtig erkannt, handelt es sich um einenen abgerollten, zonar aufgebauten Amethystkristall. Das zweite Stück ist eine Quarzbänderung. Das Einzugsgebiet der Fundstelle ist groß. So groß, dass viele Herkunftsorte in Frage kommen. Den Stücken fehlen einzigartige Merkmale, die die Herkunft stark genug einschränken. Quarzbänderungen, wie sie bei dem Stück zu sehen sind, findet man quer durch das Erzgebirge und in Teilen des Vogtlandes. Man wird allerdings kaum Dokumentationen von solchen Gängen finden, da sie vielmals mineralogisch und mineraliensammlerisch zu wenig interessant sind. Erst wenn man selber viel im Gelände unterwegs ist und auch abseits bekannter Fundstellen nach minerlogisch/geologisch interessantem Material schnüffelt, stößt man doch häufiger auf die in der Dokumentation unterrepräsentativen Bildungen. Auch bei dem Amethyst gibt es mehrere Möglichkeiten, wobei einigen Vorkommen im Westerzgebirge wohl die höchsten Wahrscheinlichkeit zukommen. Bei der Zuordnung von Geröllfunden zu Herkunftsorten muss man auch beachten, dass die Herkunft ein heute bereits abgetragener Teil der Erdkruste ist. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass die noch vorhandene Struktur (z.B. Gang) im Aufbau und Erscheinungsbild dem Fundstück gleicht oder dass überhaupt noch Material ansteht, von dem das Geröll abstammt.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut