Erstmal Danke an Alfred seinen Thread nicht nur als Verkauf sondern auch zur allgemeinen Diskussion einzustellen.
Ich hab dadurch gelernt, meine Hausaufgaben zu machen, mich auf den Hosenboden zu setzen und das mit der Dichtemessung zu lernen. Jetzt verstehe ich, wie ihr L x B x H x Dichte = Gewicht errechnet.
Axel, ich stutzte zwar ob der Dicke bei 95mm, hab aber nicht nachgerechnet. Die Position ist in der Tat das Maß eines 100gr Barrens. Danke, dass Du das gleich richtig gestellt hast.
@all: Ich kann mir eine "Masse" Gold am ehesten als Barren vorstellen, weil ich berufsbedingt schon Verschiedene in der Hand hatte.
Mit cm Maßen eine Dichte zu errechnen, wenn die Maße nicht voll ausgeprägt sind, ist schwierig.
Auch Barren sind ja nie total viereckig, sondern meist gerundet, manche auch zur Höhe schräg verlaufend mit verschiedenen Oberflächen je nachdem ob gegossen oder geprägt.
Da verhaut man sich schnell um 10 gr oder auch mehr, wie meine Beispiele der Goldbarrengrössen aufzeigen sollen. Schon der Unterschied zwischen gegossen und geprägt ist in der Oberfläche für Laien deutlich sichtbar.
Ich hab noch mal Barrengrössen verschiedener Scheideanstalten bzw Edelmetallhändler (die bekannten davon sitzen ja bei mir alle um die Ecke) direkt einzeln aus deren Website bzw deren shop rausgesucht und versucht, das nachzurechnen.
Dabei habe ich gegossene und auch geprägte Barren gewählt, da ja hier die Oberfläche total unterschiedlich ist (und sich deswegend auch gravierend im Verhältnis Maß / Gewicht niederschlägt).
Hafner 55,2 x 30,1 x 1,9 mm x 19,3 = 60,93gr
- wird aber mit 50 gr und 1,61 oz angegeben
Agosi 32 x 23 x 5,5 mm x 19,3 = 78,13gr
- wird aber mit 50gr angegeben
Heimerle 46 x 25 x 2,4 mm x 19,3 = 53,27gr
- wird ebenfalls mit 50gr angegeben
Ich hoffe, dass nicht wieder ein Fehler in der Berechnung unterlaufen ist, ...
@Alfred: zurück zur Goldstufe / Zusammenfassung:
Nun ist es ja so, daß gediegen Gold nicht flächig gleichmäßig ist, sondern filigran bis porös, also uneben. Und es handelt sich auch nicht um reines Gold 999/ooo. Aber einen Goldanteil grob zu errechnen, lohnt sich als Basis zur Errechnung eines Mindestwertes.
Die Preise für Stufen sind allgemein verschieden, je nach Fundort, Bekanntheit der Mine, Sammelsuchgebiet des Interessenten etc.
Anfrage und Markt regeln auch hier den Preis. In den USA sind deutlich höhere Werte erzielbar als beispielsweise in D.
Für manche sind auch Vorbesitzerstufen mit entsprechender Historie interessant, bsp. wenn aus Privatbesitz namentlich bekannter Sammler (collectors) etc.
Lose beigelegte Fundortzettel mit Beschriftung rechtfertigen bzw steigern den Wert. Vorliegende Rechnungen namhafter Mineralienhänder können ebenfalls einen Wunschpreis rechtfertigen.
Händler kaufen gern günstig an, weil sie entsprechende Kunden haben oder gezielt damit einen neuen Kunden- oder Sammlerkreis ansprechen möchten.
Privatpersonen legen dagegen gerne eine Schippe drauf, wissen aber auch um die Möglichkeit der Verhandlungsmöglichkeit; sie wollen kaufen, müssen aber nicht zwingend um jeden Preis.
Privatpersonen erreichen jedoch auch selten den selben Verkaufswert wie Händler.
Der Händler muss Mwst und Marge / Händleraufschlag einkalkulieren. Importe beim Einkauf aus den USA schlagen mit hohem Porto, Zoll / Einfuhrumsatzsteuer und Handlingszuschlag UPS, FedEx o.a. zu Buche und das Finanzamt ist als "stiller Teilhaber" einer Firma auch automatisch am Verkauf beteiligt (das Los eines jeden Selbständigen

).
Unter Zeit- oder gar unter Geld- Druck verkaufen bringt wenig aber schnelles Geld. Zeit und Geduld bringt ggf einen höher erzielbaren Preis.
Die Möglichkeit auf Kommission zu verkaufen, könntest Du bei renommierten Händlern, Auktionen etc. vielleicht auch in Betracht ziehen...
In einem sind wir uns alle sicherlich einig: es handelt sich wirklich um eine schöne Stufe.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg bei Deiner weiteren Entscheidung und vor allem erst mal einen tollen interessant werdenden Tag auf der Munich Show.
Grüsse aus der Goldstadt Pforzheim,
Ingrid