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Autor Thema: Kalkwiesenteich Rabenstein  (Gelesen 9472 mal)

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Offline uwe

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Kalkwiesenteich Rabenstein
« am: 08 Oct 05, 20:09 »
Auf Grund des Berichtes und Fundstellenhinweises von Conny habe ich den Steinbruch am Kalkwiesenteich in Chemnitz Rabenstein eindlich mal aufsuchen können. Unerwartet waren auch zwei Anatase in der Ausbeute.

Beim Durchsuchen der Stücke entdeckte ich im Quarz eines Stückes gelblich gefärbte Röhren. Ich sage bewußt "Röhren", da diese teilweise an der Bruchstelle enden. An Pyritnadeln wären naheliegend, aber so richtig glaube ich nicht daran. Har jemand eine Idee, was das sein könnte ?

 ??? Gruß
Uwe

Offline McSchuerf

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #1 am: 09 Oct 05, 09:45 »
Hallo uwe,

.. eher mehr limonitisierte Pyrit-Nadeln oder Limonit in Röhrenform, denke ich.
Kommt von Rabenstein auch Rutil vor, dann evtl. auch  'Rutilquarz' möglich, obwohl mir die 'Nadeln' dafür schon wieder zu dick erscheinen und Röhren sind ja sowieso dicker als Nadeln.

p.s.: Ich revidiere meine Aussage und verweise auf die bekannten und vielfältigen fossilen Kieselhölzer aus der Chemnitzer Gegend! ;)
siehe auch 'Mineralfundstellen Sächsisches Erzgebirge, Seite 117, ff.'

.. könnte da nicht etwas von im Quarz eingeschlossen worden sein? :)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 19 Jan 17, 10:29 von oliverOliver »

Offline uwe

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #2 am: 09 Oct 05, 11:56 »
Hallo Peter,

schön Dich wieder mal zu hören, has't Dich bischen rar gemacht in der letzten Zeit. Limonit in Röhrenform könnte es schon sein - evtl. doch limonitisierte Nadelpyrite. Fossile Reste halte ich für (fast) ausgeschlossen, denn die Quarzlinsen sind in Phyllit eingeschlossen.

Rutil ist mir von dieser Fundstelle unbekannt. Dabei ist zu sagen, daß diese Fundstelle auch in Chemnitzer Sammmlerkreisen nahezu unbekannt war, bis Conny diese aufgespürt hatte. Anatas aus dem Stadgebiet von Chemnitz ist allerdings für den Lokalsammler ein highlight. 

Mal sehen, ob noch jemand eine Ifee hat.

Gruß
Uwe

Offline McSchuerf

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #3 am: 09 Oct 05, 22:10 »
Hallo uwe,

ja, wie man so Zeit hat.. ;) :D

achso die Quarzlinsen sind im Phyllit eingeschlossen..dann ist's wohl eher kein fossiles Holz..

Gruß Peter

Offline Harjo

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #4 am: 09 Oct 05, 23:03 »
Hi Uwe,

Sieht doch ein wenig wie in Quarz eingeschlossene Rurilnadeln aus....
Ganz so uberraschend ware das auch nicht, es gibt halt Anatase dort....

Gruss

Harjo

Offline uwe

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #5 am: 10 Oct 05, 20:02 »
Jetzt warte ich mal auf eine Reaktion von Conny. Der hat ja die Recheche gemacht und vielleicht was von Rutil gelesen.

Also Conny, wo bleibt Deine Meinung - bitte melden.  ;)

Gruß
Uwe

Offline McSchuerf

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #6 am: 11 Oct 05, 17:19 »
Ja, Rutil kann's, wie ich ja auch schon schrieb, natürlich auch sein. Und wenn schon Anatas von dort vorkommt ist auch Rutil nicht ausgeschlossen!

Gruß Peter

Offline Conny3

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #7 am: 01 Nov 05, 17:09 »
Hallo Uwe,
habe das mit dem Kalkwiesenteichfund jetzt erst gelesen. Das war genau in der Prüfungszeit, so dass ich es bisher überlesen habe. Ich suche auch noch nach einer Anfrage zum Apatitfund aus den Greifensteingebiet. Irgend jemand muß da mal angefragt haben. Dein Fund könnte tatsächlich was Rutilähnliches sein. Das wäre doch naheliegend (dem Foto nach). Bei den "Röhren" würde ich aber auch mehr zu verwittertem Pyrit tendieren. Man müßte halt das Stück mal im Original sehen. Schau Dir auch unbedingt das darüberliegende Feld mit an (sofern umgeackert). Dort sind sicher auch Anatasfunde, etc. möglich. Jetzt habe ich aber endlich etwas gründlicher Zeit alles aufzuarbeiten. Kannst Du mal Dein Anatasfund hier reinstellen?

Übrigens habe ich in der Literatur absolut nichts über Titanminerale von dieser Fundstelle entdeckt. Lediglich ein kleiner Hinweis über Ottrelithe stand im Mineralienbuch vom Bodeverlag (wie schon hier erwähnt). Rein aus der Ausbildung und durch Zufall hatte ich die Anatase dort entdeckt. Der Gartenbesitzer von oberhalb des Grundstückes sprach zwar mal davon, dass die Wismut sich den Aufschluss früher mal angesehen haben muß. Vielleicht existiert auch eine Abhandlung aus dieser Zeit. Irgend jemand muß das doch mit den Ottrelithen dort mal entdeckt haben.

Gruß Conny

(Ich habe das Bild von meinem Apatitfund vom Frühjahr noch mal reingestellt weil ich glaube das mal jemand danach gefragt hatte ? Vielleicht ist inzwischen der Steinhaufen wieder aufgefüllt? Die Apatite sind nur mm groß Größe des Bildausschnittes ca. 4 cm)
« Letzte Änderung: 01 Nov 05, 19:22 von Conny3 »

Offline wolfilain

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #8 am: 01 Nov 05, 17:45 »
Hallo Conny

Ich hatte nach deinem Apatitfund gefragt.
Da ich selber welchen gefunden hatte.
Habs aber bisher noch nicht fotographiert.

Die Apatitkristalle sind zwischen 0,5 und 1 cm groß.
Ich werds mal ablichten.

Kannst du mir mal sagen wie groß deine stufe ist und die kristalle.

grüße
wolfilain

Offline Conny3

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #9 am: 02 Nov 05, 09:29 »
Habe noch einmal ein wenig meine sicher noch nicht so tollen Fotoexperimente an Fundstücken vom Kalkwiesenteich ausprobiert. Hier die Ergebnisse:

Bild 1: Der zweite Anatasfund Kristallgröße ca.1 mm

Bild 2: Ottrelithkristall im Phylittschiefer Größe des XX ca. 2 mm

Fund Mai 05 ,  Kalkwiesenteich/Rabenstein

Der Conny

Offline Harjo

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #10 am: 03 Nov 05, 22:26 »
Hi, sind die Ottrelite von dort analysierd?
Von die Typlokalitat Ottre (Belgien) erwiesen sich die meiste "Ottrelite" als unsauber, die meiste sind jetzt "diskreditiert" zu "Chlorit", die saubere ottrelite sind um etwas seltener als vorher gedacht....

Gruss

Harjo

Offline Conny3

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #11 am: 11 Oct 17, 20:38 »
Hallo,
heute ging es weiter mit den "OBI Eimerexkursionen". Sie sind nun schon legendär was auch Raritätenjäger (Andreas) sicher hier bestätigen wird. Los ging es mit dem Fundgebiet Kalkwiesenteich bei Rabenstein. Nach 12 Jahren war ich wieder dort. Die Fundstelle selbst ist nicht mehr frei zugänglich (Privatbesitz) aber die weitere Umgebung bot so manchen netten Lesestein. Einhellig waren wir der Meinung, dass das FRENZELS Anatasfundstelle bei Rabenstein sein muss! Ein toller Fund eines Lesesteins mit zwei Anatasen auf einem Quarzkristall durch Andreas bestätigte das. Auch die von dort beschriebenen Ottrelithe konnten wir finden. Andreas wird sich dieser Gegend als eine seiner neuen Hausfundstellen in Zukunft widmen. Weiter siehe bei Granulitgebirge....

Gruß Conny
« Letzte Änderung: 11 Oct 17, 22:26 von Conny3 »

Offline raritätenjäger

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #12 am: 12 Oct 17, 17:12 »
Hallo,

ja, das war gut! Allerdings steht im Frenzel nur Harthau, mein Fehler... Das beste war dort ein großer Brocken, der am Feldrand lag. Mit der Spitze nach oben lugte eine Druse mit großen Quarzen in die Gegend. Auf dem größten Quarz x, schön vom Regen sauber gewaschen, zwei Anatase, davon einer mit 2 mm für den Fundort sehr groß. Schöne Ottrelithe kann man auch finden, bis 3 mm und sauber rautenförmig kristallisiert.

Gruß
Andreas

Offline Sebastian

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #13 am: 12 Oct 17, 17:23 »
Hui ja die sehen schick aus!
Beste Grüße,
Sebastian

Offline raritätenjäger

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Re: Kalkwiesenteich Rabenstein
« Antwort #14 am: 12 Oct 17, 17:31 »
Wie Norwegen in klein ;D. Hab ich mich auch gefreut, zumal ich nicht im mindesten damit gerechnet habe.

 

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