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Dioptas, bei Fundort geschwindelt?

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Tobi:
...ich denke das trifft es ziemlich genau >:(

Aber die Unwissenheit treibt schon manchmal kuriose Blüten. Hab mal auf dem Weihnachtsmarkt hier in Marburg an einem Stand Kyanit-Stufen gesehen, deklariert als Lepidolith... :D

geomueller:
Hallo alle

Natürlich ist bzw. kann der Fundort entscheidend für den Preis sein. Beispiele dafür gibt es weis Gott genug. Man schaue sich nur mal die Preise von z. B. Erythrin, Proustit, Argentit oder Roselith aus Marokko an und vergleiche sie mit den Preisen der selben Mineralen vergleichbarer Qualität z. B. aus Schneeberg oder sonst wo im Erzgebirge, da zahlt man teils das zehn bis hundertfache. Ist ja auch klar das eine sind aktuelle Funde von schir "unerschöpflichen" Fundstellen und das andere sind historische Funde von längst erloschenen Fundpunkten. Das da nicht wenige auf die Idee kommen Fundorte umzuschreiben um mehr Geld rauszuschlagen ist doch klar. Wer mit offenen Augen und der betreffenden Kenntnis über Börsen geht wird solchen Betrug massenhaft entdecken.

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Dioptas aus Kasachstan der schwerer zu bekommen (bzw. einzuführen) ist als die Containermassenware aus dem Kongo. Wobei der Dioptas aus dem Kongo natürlich auch seinen Reiz hat.

Gruß Jürgen

Tobi:
Von dem Schwachsinn und Betrug, der auf Börsen teilweise zu finden ist, wollen wir erst gar nicht anfangen zu reden...

Philip Blümner:
Aber es ist auch möglich, dass ganz einfach -wie so oft- Zettel vertauscht werden...

Tobi:
Sowas kann sicher auch passieren. Aber in diesem Fall war es das sicherlich nicht, denn es waren die einzigen Dioptase dieses Verkäufers. Ich denke da eher an den Grund, den geomüller weiter oben angeführt hat: Dioptas von der berühmten Lagerstätte Altyn Tyube hört sich doch besser an als zuzugeben, dass es "Containerware" aus dem Kongo ist...

Ich will nicht jede falsche Deklarierung gleich als Betrug werten, es kann oft wirklich mit Irrtümern oder Unwissen zu tun haben. Aber umgekehrt sollten wir auch nicht solche Aktionen generell zu entschuldigen versuchen, dazu gibt es dann doch zu viele schwarze Schafe auf Börsen. Mann muss sich nur mal Listen von Fälschungen ansehen, der Phantasie der Betrüger sind keine Grenzen gesetzt. Da ist sowas wie eine falsche Fundortangabe ja fast noch harmlos.

Gruß

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