Hi Berthold,
bis jetzt habe ich noch keine naturwissenschaftliche Grundthese über den Haufen geworfen.
Aber ich muß Dir den Gedanken noch weiter ausführen.
Hier geht es nicht um Massenzuwachs.
Nur das Volumen!
Und daß das Volumen sich bestenfalls geringfügig in die entgegengesetzte Richtung verändert, das ist genau das hüpfende Komma,der springende Punkt mein ich...
Du hast sicher recht, wenn man sich dabei denkt, daß die Schmelze ihr Volumen geringfügig verringert, wenn sie zum Kristall wird (nicht jedoch beim Wassereis, das ist schon mal sicher...),
weil die Atömchen thermische Eigenbewegung haben, die auch Platz braucht.
Aber die Schmelze, die Du aus nem Krater rausfließen sehen kannst, unterliegt ja anderen physikalischen Bedingungen als die in 100 km Tiefe oder gar in 3000km.
Die steht unter Druck!
und der schränkt doch wohl den Raum für die thermische Eigenbewegung wieder ein?
Die EE wird wohl auch nicht kontinuierlich gehen sondern so lange, bis es keinen flüssigen äußeren Kern mehr gibt.
und das wird noch einige Milliönchen Jahre dauern.
Von Kernwachstum spreche ich nicht, nur von Mantelwachstum.
Das mit den GPS-Messungen habe ich irgendwo mal ersuchmaschint.
muß kucken ob ich den link noch hab.
Habe aber die letzten Jahren öfter mal meine Betriebssysteme neu aufgesetzt hier, dabei sind mir zweimal die explorerfavoriten flöten gegangen
(is was beim backupmachen schiefgelaufen)
Wozu wir die EE-Theorie brauchen:
weil sie die richtige ist.
Pangäa schwamm nicht inmitten eines riesengroßen Panthalassa, sondern da war größtenteils landunter.
Herrn Maxlows Paläogloben vor dem Perm sind auf jeden Fall zu klein und die von Perm bis heute vermutlich in der Tendenz auch.
Herr Maxlow hat zwar bei seinen Rekonstruktionen brav Zugaben gemacht für die Plattenüberschiebungen, anscheinend aber zu wenig.
Ich schätze den Paläoradius Perm größer als die Hilgenbergschen 0,6 Erdradien oder die von Maxlow.
Das läßt sich aber auf anderem Wege rekonstruieren:
Nämlich indem man die heutige Masse der Erde nimmt.
Dann die Kugel in möglichst viele ineinandergeschachtelte Sphären unterteilt
(z.B. Kern/Mantel/Kruste) und den Sphären dann die richtigen Rohdichten zuordnet.
Dann läßt man die Kugel sich drehen mit 365,2425 Tagen pro Jahr
und rechnet aus welches Volumen sie haben müßte, damit sie sich 412 mal pro Jahr dreht
damit hättest Du ungefähr das Volumen fürs Devon...
Dabei vernachlässigt man zunächst den Mond und eine (hypothetische) Gezeitenreibung.
Wenn es diese wirklich geben sollte und man die berechnen kann, dann würde die berechnete Paläokugel wieder etwas größer werden.
Man berechnet also zunächst einen Paläominimalradius ohne Gezeitenreibungseffekte, damit man auf der sicheren Seite ist.
Kleiner kann dann die Kugel nicht gewesen sein.
Du mußt mir dazu nicht erzählen, daß der Schwerpunkt des Erde/Mondsystems bei 0,73 Erdradien ist und daß die Kruste sich deswegen beim Mondumlauf hebt und senkt und Gezeitenberge und -täler dem Mond hinterherlaufen.
Das weiß ich, bin jedoch wie ich bereits schrieb der Ansicht, daß sich alle "Gezeitenreibungskräfte" netto zu einer Nullsumme aufheben.
(laß mich aber gern eines besseren belehren, wenn mir das einer mathematisch beweisen kann)
Den Rotationsellipsoid Erde vernachlässigen wir auch zunächst einmal und bleiben bei der Kugel, weil der uns die Rechnung erschwert und wir faule Säcke sind.
Schreiben wir aber ne Diss darüber, berechnen wir ihn natürlich mit ein.

Wenn man den Paläoradius so einigermaßen ermittelt hat, liefert der dann sogar Information, welches Volumen an Kruste bei der Subduktion wieder augeschmolzen worden sein muß und man könnte versuchen dies den einzelnen Orogenen zuzuordnen (das wird dann aber ne verdammt schwere Berechnung)
Dann bekommen wir eine neue Paläokugel, bei der man sehen wird, daß Laurentia so ziemlich genau auf der anderen Seite von Antarctica liegt.
Dann stellen wir ein neues Modell auf und lassen einen großen Körper mit voller Wucht auf die Erde fallen.
Und zwar mitten in die Hudson Bai...
Und kucken ob es nicht auf der anderen Seite Antarctica wie nen Sektkorken aus der Flasche springen läßt.
(Ich weiß, HudsonBai ist nach bisherigen Untersuchungen kein Krater. Wenn man sich jedoch die geologische Karte von Kanada betrachtet sieht man einen riesigen plutonischen Kraton - ich zumindest -. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Spuren des Impaktes längst verwischt sind. Die Erde hat nach dem Impakt geächzt und gestöhnt, der Hudson Kraton sich gehoben und alle Spuren sind längst wegerodiert)
damit wäre die Gravitationsanomalie unter der antarktischen Decke, die man Anfang dieses Jahres festgestellt hat, auch erklärt, nur andersherum...
http://researchnews.osu.edu/archive/erthboompix.htmsoweit meine Hypothese...
freundlichster Gruß und überhaupt nicht beleidigt wegen dem ...peinlich...
Impaktus
P.S. die GPS-Info finde ich jetzt nicht mehr- die Suche könnte ewig dauern und ist mir jetzt zu mühselig - könnte NASA oder SpaceGoddard gewesen sein...