also ehe ihr hier noch eine eigene diskussion über härten anfangt (besser eigenes thema), kommen wird doch mal wieder auf die letzte frage zurück.
die härte ist nur gültig, wenn man ein reines mineral hat. genaugenommen sogar nur dann, wenn man den test auf kristallflächen macht. selbst da ist es eine frage der technik. spitze auf fläche ist ein gutes beispiel. klar gibt das ordentliche kratzer, aber selbst die spitze mag das nicht auf dauer.
eben dies ist meines erachtens bei achat und co eine heikle sache. achat besteht, genau wie calcedon, aus zahllosen einzelkristallen, die irgendwie orientiert sind. ein härtetest entspricht daher nie den testregeln. mal völlig außer acht gelassen, dass es auch massenhaft baufehler im material gibt, so wie unzählige defekte, die da mitwirken. daher ergibt sich so ein bereich in dem die härte liegt. achat würde ich eher immer als gestein verstehen.
was den unterschied achat und opal angeht, nun, das nimmt sich nicht viel. bergkristall ist kristallisierte kieselsäure. calcedon auch, nur eben aus zahlreichen einzelkristallen, statt einem einkristall. zudem mit einer blauverfärbung. ansonsten gibt es da nur wenige unterschiede. auf die verschiedenen quarzmodifikationen und variäteten lassen wir uns besser erst gar nicht ein.
opal hingegen ist an sich das gleiche wie ein quarz, nur eben nicht kristallin, sondern wie obsidian und glas amorph ausgebildet.
das bedeutet folglich kein strenges kristallgitter, welches festigkeit und stabilität schaffft.
die eisen- oder mangandendriten (erkennbar an den unterschiedlichen farben) entstehen in bereichen, in denen winzige rissen das eindringen und kristallisieren von lösungen erlauben. sehr schön sieht man das auch in den kalken der alb.
dendritenopal ist daher nicht gleich dendritenachat (gibt es ja auch). dendritenopale sind einfach nur etwas anders aufgebaut und weniger aus kristallebene verfilzt. merkt man sehr schön wenn einem sowas man herunterfällt. ein achat, sofern keine scheibe nimmt das nicht so übel. schlimmstenfalls platz was ab oder er bricht. ein dendritenopal aber mag das gar nicht. das zeug fällt runter und zerlegt sich erst mal in viele hübsche, gebogene splitter und nicht in bruchkanten. dendritenopal hält eben kaum was aus, dank der amorphen struktur.
offiziell wird das an sich immer noch dendritenopal genannt. so wie es beim quarz unterschiedliche härten gibt (je modifikation und varietät), so gibt es die auch im opal.