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Autor Thema: Tempskya  (Gelesen 64006 mal)

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Offline Sargentodoxa

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Re: Tempskya
« Antwort #15 am: 10 Dec 07, 20:36 »
Hallo, vielleicht von interesse: Ich hatte mal die tempskya-Fundstellen in Dt zusammengetragen, zumindest versucht.
1. Lausitz und angrenzendes Gebiet, welches die Urelbe durchflossen hat. Da diese schon seit Mio/Pliozän das Hinterland entwässerte ist eine große Verbreitung zu erwarten.   z.B. Löbnitz siehe Kieseltorf-Website.  Verständlich in Publikation   aus Freiberg von Wolf / Schubert 1992 über Elbeläufe und Nebenflüsse. In der Breite von Riesa bis Boxberg durch die Niederlausitz bis hoch in die Oberlausitz sind in vielen Sammlungen interessante Stücke vorhanden
2.  Isar und Donauschotter um München/ Deggendorf aber auch Ulm.  Walter Jung  mehrere Publikationen. Wie in der Lausitz größter Teil in sammlngen noch " versteckt"
3.  Rheinschotter bei Kalkar und weiter dann in holländischen Gebiet.Hatte mal dort regen Kontakt mit Sammler  Steur ( hat eigene Website )
4. Gebiet Hannover  ??? siderisierte Stämme - unsicher
     Publikationen sind eigentlich nicht selten  mal bei google schauen!        Gruß

Offline Psaronius

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Re: Tempskya
« Antwort #16 am: 11 Dec 07, 19:38 »
Hallo,
habe gerade den Tipp befolgt, und bei Google nach Literatur geschaut. Stimmt schon, eine Menge Hinweise, aber leider kaum was Neues und oft scheinbar von einander abgeschrieben...
Neben den deutschen Fundpunkten sollte man das Fundgebiet in N-Tschechien nicht vergessen. Viele Funde aus der Lausitz dürften von dort stammen und durch die Altelbeläufe umgelagert worden sein.
Leider sind die tschechischen Funde, - auch die in meiner Sammlung, so kontrastarm, dass man beim Fotografieren kaum Details erkennt.
Bin mittlerweile aber der Meinung, dass es sich bei einem meiner ??-Funde aus der Lausitz, auch um einen Tempskya-Rest handelt. Dieser ist seltsamerweise recht farbig und kontrastreich. - Eigentlich anders als die Tschechien-Funde.
Gruß
Psaronius
« Letzte Änderung: 05 Mar 17, 13:41 von oliverOliver »

Offline Lausitz

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Re: Tempskya
« Antwort #17 am: 11 Dec 07, 20:33 »
Zu erkennen sind nur luftwurzeln, muß nicht tempskya sein. Sieht mir zu geordnet aus. Hab mal ne tempskya etwas vergrößert, ist kaum ähnlichkeit da.

Offline Lausitz

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Re: Tempskya
« Antwort #18 am: 11 Dec 07, 20:38 »
das bild ist nicht besonders, aber sieh dir mal diese wurzelstruktur an, kommt der von deinem stück wohl näher. Meine ich mal
Gruß aus Brieske

Offline Andreas-

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Re: Tempskya
« Antwort #19 am: 11 Dec 07, 20:42 »
Bernd, ich bin wie immer restlos begeistert. Wirklich ausgesprochen interessante Stücke.

Andreas

Offline Lausitz

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Re: Tempskya
« Antwort #20 am: 11 Dec 07, 20:54 »
Hallo Andreas, danke für die anerkennenden worte. Mal ne kleine frage: wo bekommt man denn so eine amerikanische tempskya her. Ich bin zwar nicht so häufig auf börsen aber bei denen wo ich war habe ich soetwas nicht gesehen. Wenn man von den nicht so attraktiven tschechischen mal absieht.
Gruß aus Brieske

Offline Psaronius

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Re: Tempskya
« Antwort #21 am: 11 Dec 07, 21:39 »
Hallo Bernd,
hatte mein obiges Stück ursprünglich auch nicht als Tempskya angesprochen, und bin heute noch skeptisch, da auch andere Farne solche Luftwurzeln aufweisen, - aber in der einen Publikation (siehe Googel) ist ein fast identisches Stück abgebildet... Übrigens ist das von Dir gezeigte Exemplar wirklich recht ähnlich !
Gruß
Psaronius

PS: Würde zwar gern einige Repros aus der amerikanischen Literatur hier reinstellen, weiß aber, dass das dann gleich "aus urheberrechtlichen Gründen" von den "Aufsehern" gelöscht wird...
« Letzte Änderung: 16 Nov 16, 20:26 von oliverOliver »

Offline Lausitz

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Re: Tempskya
« Antwort #22 am: 11 Dec 07, 21:53 »
Ist ne ähnlichkeit zu deinem stück da, auch meine meinung. Schau mal, das ist jetzt das gesamte stück,von dem oben nur ein detail zu sehen ist,und das ist keine tempskya. Es sind die gleichen wurzelstrukturen wie sie dein stück zeigt. ich denke mal dein stück ist ein rest von einer anderen art.

Offline Sargentodoxa

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Re: Tempskya
« Antwort #23 am: 12 Dec 07, 11:50 »
Hi Psaronius. Klar N-Tschechin hab  ich nicht vergessen. Bin auch der Meinung die Elbefunde kommen von dort. Man darf aber nicht nach Farbe, Erhaltungszustand usw. gehen, denn dann sehen sie anders aus. Aber ich ( oder wir ) kennen nur Sachen von 2-3 Orte aus Tschechien.  Sind unsere Funde nur von da oder von längst abgetragenen Gebieten. bzw. der heutigen Beobachtung nicht ohne weiteres zuänglich. Sind unsere Funde sekundär " nachverkieselt" zumindest nachgefärbt.  Verkieselung während des Transport usw.
Ich könnte noch viele Probleme aufzählen, die ich mal nachgeganngen bin, aber bevor ich mir die Kugel gebe, man kommt irgendwann mit den Bruchstücken nicht weiter. z.B. Dünnschliffe -ich war der Meinung die Lausitzer sind dafür geeignet.  War ein Reinfall ! Also nimmt sich niemand dieser Sachen an.
Wurzelmantelbruchstücke, das nächste Problem. DABER 1996 - Feddes Repertorium 107 - beschreibt den Kreidefarn Rizodendron oppoliense und geht da auf das Problem der diarchen Farnwurzeln ein und schreibt,das sich beide Farne nur an Lufwurzeln nicht unterscheiden lassen. Es gibt noch weitere Literaturhinweise diesbezügich.
Kann es aber auch nur verschiedene Erhaltungszustände bzw. aus verschiedenen Ebenen der Pflanze sein. War Tempskya unten " wilddurcheinandergewachsen" und weiter oben geordnet.
Sollte auch mal der von Lausitz gezeigte Farn bestimmt werden hilft er mir ( uns ) nicht weiter , denn Bruchstücke ohne Stelen, sei es viele wie bei Tempskya oder eine Zentralstele wie bei Rizodendron , diarche Luftwurzeln haben beide bzw auch noch andere Kreidefarne.
So ist es dem Sammler überlassen wie er seine Funde benennt, ich kenne einige die diese geordneten Luftwurzeln sensu Daber als Rhizodedron bezeichnen,  ich meist als Wurzelmantel von ? Tempskya
Es kann sich aber kern jemand dieses Problems annehmen. Ich hab es aufgegeben. Gruß

Offline Psaronius

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Re: Tempskya
« Antwort #24 am: 12 Dec 07, 13:24 »
Hallo,
Dein Kommentar bestätigt bloß meine Meinung, dass man wahrscheinlich nicht jeden Fund bestimmen kann, und tut man es doch, ist es meist nur reine Spekulation...
Ich stelle mir bei solchen Gedanken immer vor, wenn man manche Teile von rezenten Pflanzen finden würde... Ein paar Wurzelstücke o.ä....Man würde selbst da ganz schön beim Bestimmen rumeiern, - und da ist die Zeit und der Biotop oft bekannt.
Andererseits provoziert natürlich jeder Neufund zum Bestimmen. Man will ja wissen, was man gefunden hat, oder ? Vor allen bei so tollen Stücken, wie Bernd sie hier präsentiert !
Also quälen wir uns weiter damit, auch wenn es oft sehr dilettantisch anmutet...
Gruß
Psaronius

Offline gnoisi

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Re: Tempskya
« Antwort #25 am: 13 Dec 07, 17:48 »
Hallo,
von mir ein paar Fotos von Tempskya-Stämmchen aus dem möglichen Herkunftsgebiet (N-Böhmen) der Altelbefunde.
Die Funde sind schön kontrastreich und nicht so sehr gebleicht, wie manch andere Funde aus N-Böhmen.
Alter: Cenoman.
Als erstes ein Stämmchen von ca. 10 cm Höhe
Als zweites ein etwas größerer Stamm von ca. 20 cm Höhe.
Die rundlichen Vertiefungen auf der Oberfläche des Scheinstammes werden neuerdings als Spurenfossilien (Pecinolites boreki) gedeutet.
gnoisi
« Letzte Änderung: 16 Nov 16, 20:28 von oliverOliver »

Offline gnoisi

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Re: Tempskya
« Antwort #26 am: 13 Dec 07, 17:55 »
Und die Oberfläche eines 3. Stämmchens.
gnoisi

Offline Lausitz

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Re: Tempskya
« Antwort #27 am: 13 Dec 07, 17:58 »
Hallo gnoisi, schöne sachen zeigst du, sind die selbst gefunden oder hast du sie anderweitig erworben?
Gruß aus Brieke

Offline gnoisi

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Re: Tempskya
« Antwort #28 am: 17 Dec 07, 16:38 »
Hallo Bernd,
die Stücke sind alle selbst gefunden. Diese und noch einige andere (ich stelle noch ein paar Fotos ein) sind das Ergebnis mehrjähriger Sammeltätigkeit in N-Böhmen. Das kennst Du ja, man braucht viel Geduld :-)
grüße v. gnoisi

anbei noch 2 Fotos. Ein Querschnitt (6x8 cm) und ein Längsschnitt (6x10 cm).  Beide Stücke aus N-Böhmen.
« Letzte Änderung: 05 Mar 17, 15:10 von oliverOliver »

Offline Psaronius

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Re: Tempskya
« Antwort #29 am: 17 Dec 07, 16:49 »
Hallo Marian,
sehen ja gut aus, - und endlich mal Stücke aus Tschechien, bei denen man deutlich Stamm- und Wurzelquerschnitte erkennen und unterscheiden kann !
Gruß
Psaronius

 

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