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Autor Thema: kieselholz aus elbeschotter der lausitz  (Gelesen 48315 mal)

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Offline minpol

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #105 am: 18 Feb 18, 23:41 »
und die Seitansicht mit Wedelansätzen...

Online Sargentodoxa

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #106 am: 19 Feb 18, 11:21 »
Hallo Michael
2 schöne Vertreter der Elbekieselhölzer. Stück 1 ein schöner Querschnitt eines Lepidophyten (Bärlapp). Genau, so etwas lässt man nicht liegen.
Stück 2 natürlich was ganz besonderes: Ein kreidezeitlicher Baumfarn mit deutlich ausgeprägter Mittelstele. Diese Farne gehören wie die heutigen Baumfarne zu den Fam. Dicksoniaceae bzw. Cyatheaceae. Ich hatte das Stück vor Jahren schon mal in der Hand. Leider kann man bei den Wedelstielabgängen die Zeichnung zur weiteren Bestimmung nicht klar erkennen. Müsste man evtl. versuchen punktuell anzuschleifen. Denke aber, es geht auch hier in Richtung Protopteris. Es wurde auch noch ein ähnlicher Farn Oncopteris in Sandsteinerhaltung aus der Nähe von Prag beschrieben, aber meines Wissens in verkieselter Form noch nicht aufgetaucht. Werner aus der Lausitz
PS: Solltest du mal wieder im Tgb. Klettwitz sein, melde dich mal, ich wohne jetzt direkt neben der Grube

Offline minpol

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #107 am: 19 Feb 18, 11:53 »
Hallo Werner,

ja, wenn das Bärlapp ist (wovon ich bei ähnlichen Stücken bisher immer ausgegangen bin), dann lässt man das eigentlich nicht liegen. Irgend jemand hatte das Stück immerhin schon gewaschen und dann aber doch liegen lassen. Leute gibts... Diese Bärlappe sind vergleichsweise häufig, wobei das Stück hier dann doch schon zu den edleren Ausführungen zählt.

Den Farn hatte ich Dir geeigt, das stimmt. Du hast ja damals schon die Vermutung wegen Protopteris geäußert. Ich versuche mal Detailaufnahmen von den Wedelstielabgängen zu machen. Vielleicht hilft das ja weiter. Die Erhaltung des Stückes ist nach meiner Einschätzung recht gut. Anschleifen würde ich den Bereich nur ungern. Hat schon Überwindung gekostet, dad gute Stück im Querschnitt aufzusägen und zu polieren. Denke aber, dasd man so doch einen guten Einblick hat. Es existiert ja noch eine zweite Hälfte mit fast identischer Dicke und gleichfalls gut ausgebildeten Wedelstielabgängen.

Ich melde mich auf jeden Fall, wenn es wieder mal nach Klettwitz geht.

Bis bald
Micha

Online Sargentodoxa

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #108 am: 19 Feb 18, 14:22 »
Hi
komme gerade vom Laufen aus dem Tgb. zurück. Vorbei an "deine" Moldavit - führenden Elbekiese. Werde ich mir mal ab Frühjahr vornehmen.
Bei dem Bild von der Seitenansicht, der letzte "Knuppel". Genau da viel mir ein, als ich das Stück in der Hand hatte, da ist schemenhaft diese für Protopteris charakteristische Zeichnung des Wedelstielansatzes zu erahnen. Eben diesen Ansatz, versuchen die Verwitterungsrinde abzuschleifen und da kommt bestimmt das wichtige Merkmal zum Vorschein. Werner

Offline Lausitz

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #109 am: 27 Mär 18, 20:55 »
Versteinertes Holz aus den spätpleistozänen Elbegeröllen der Lausitz/Deutschland mit großer Blattspur.

Offline Lausitz

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #110 am: 18 Nov 18, 11:43 »
Luftwurzelgeflecht im Längsschnitt eines versteinerten Baumfarnes möglicherweise Tempskya?

Offline Steinfrieder

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #111 am: 18 Nov 18, 13:54 »
Hallo
Hänge mal noch nen Fund von letzter Woche dran
Verst.Holz sollte es wohl sein,lässt sich das näher bezeichnen?
Fundort ist Feld bei Großgrabe/Bulleritz,ist ein Beifund,Achategabs leider nicht.
Größe7,5x6x5cm
Gruß Steinfrieder







Offline Lausitz

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #112 am: 19 Nov 18, 19:52 »
Zitat
Verst.Holz sollte es wohl sein,lässt sich das näher bezeichnen?
Hallo, meist sind es permische Nadelgehölze (Agathoxylon) die entlang der alten Elbeläufe zu finden sind. Deine dürften dazu gehören.
siehe auch hier: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/FossilData?fossil=Agathoxylon

Gruß Bernd J.

Offline Steinfrieder

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #113 am: 19 Nov 18, 20:52 »
Hallo
Danke für die Antwort,ich werde es so vermerken.
Hölzer sind mir nicht so geläufig,da Beifunde
Achate u. Amethyste gabs ja leider nicht.
Vielleicht beim nächsten Mal
Danke
Gruß Steinfrieder

Offline Lausitz

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #114 am: 27 Mär 19, 11:14 »
Versteinertes Stammfragment eines Baumfarnes aus den Spätpleistozänen Elbeschottern der Lausitz. Gut erkennbar ist das zentrale Leitbündel welches von einen Luftwurzelmantel umgeben ist. Das Stück ist nur gereinigt. Die Größe ist ca 10 x 8 cm bei einer max Dicke von ca 5cm.

Offline Lausitz

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #115 am: 30 Mär 19, 13:44 »
Das Stück aus Antwort 114 mit angeschliffener Mittelstele und einigen umgebenden Luftwurzeln.

Offline Mineralroli

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #116 am: 30 Mär 19, 16:18 »
sieht gut aus, auch wenn ich keine Fossilien sammle

Offline oliverOliver

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  • klopf auf Holz !
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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #117 am: 31 Mär 19, 13:22 »
"sieht gut aus" ist understatement zum Quadrat -
das ist absolut spitzenmäßig!  :D

Offline Lausitz

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #118 am: 01 Apr 19, 20:04 »
Hier noch ein Detailfoto von der mittlerweile bearbeiteten Zentralstele mit abgehenden Wedeln. 5,0 x 3,5 cm

Online Sargentodoxa

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Re: kieselholz aus elbeschotter der lausitz
« Antwort #119 am: 01 Apr 19, 21:10 »
Hallo Bernd
Durch den Anschliff ist nun neben der Mittelstele ein weiteres wichtiges Merkmal zur Bestimmung hervorgetreten: Das markante Leitbündelmuster der Wedelstiele und somit bin ich mir ziemlich sicher die Gattung Protopteris bestimmen zu können. Dies ist der dritte Fund eines Protopteris - Baumfarnes für die Kg. Lauta. Werner aus der Lausitz

 

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