Hallo moldijaeger
Ich glaube wir hatten vor Jahren bei einem Treffen der FG Geologie Oberlausitz schon mal das Vergnügen. Zumindest hatte ich das Elbegeröll mit den größeren Wurzeln schon mal in der Hand. Bei solchen Wurzelgeröllen ist oft noch die zeitliche Einordnung unsicher, ich hatte ja hier schon u.a. geäußert, das nicht alles dem Permokarbon entstammt. Nun im Detail zu einigen Stücken. Die 2 bunten Wurzelmantel würd ich schon sicher zu Psaronius stellen, da man zumindest auf dem Foto bei den größeren Querschnitten sternförmige Leitbündel erkennt - eigentlich ein sicheres Merkmal für Gattung Psaronius. Art kann man anhand von Luftwurzeln nicht bestimmen! Die Kieselhölzer außer dem ersten sicher zur Organgattung Dadoxylon. Müßte man noch näher auf Koniferenmerkmale untersuchen. Beim ersten ist auf alle Fälle eine Untersuchung auf Carinalkanäle sinnvoll um sicher zu gehen, das dies ein Calamit ist.
Das Wurzelgeflecht würde ich nicht gleich zu Tempskya stellen, eigentlich zu unregelmäßig , ich denk solche Sachen kann man kaum bestimmen. Wie schon gesagt , nicht mal die Zeit läßt sich eindeutig klären. Bin selber bei einigen Stücken noch dabei eine Klärung zu suchen, da Hinweise auf Kreide bzw. tertiär vorhanden sind. Es scheint " moderneres" Material zu sein.
Frage nach Funden: In der Niederlausitz nach intensiver Suche immer mal wieder u.a. ein Wurzelmantelgeröll von Psaronius vor 4 Wochen auf Feldern einer Endmoräne , wobei neben den guterhaltenen Luwu`s auch ein Rest der Stammbündel noch vorhanden ist.
Ich hoffe das Lausitz das Gegenstück schnell bearbeitet hat und mal einstellt, bei mir dauert es eh.
Gruß