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Mineralien ohne Fundortangaben
Tobi:
Zumindest bei einem ganz bestimmten Pryomorphit aus China hast du eine exakte Fundortangabe ;) (Kleiner Insider)
Wie gesagt, das kann ja jeder sehen, wie er will. Und wenn es dir um die Optik geht, dann kannst du das natürlich vernachlässigen. Aber auch in dem Fall wäre es doch trotzdem besser und "vollständiger", wenn man weiß, wo die Stücke herstammen. Ist schon nicht verkehrt, die Sammlung zu katalogisieren, mach dir die Mühe ruhig mal, trotz Schreibfaulheit ;)
uwe:
Tja, Tobias,
so gern ich Dir helfen würde, aber leider bin ich absolut kein Kenner Schweizer Minerale. Beim Erzgebirge würde das schon anders aussehen. Mir fällt dann nur noch ein, mal die Mineralienmesse in München zu besuchen und dort einen Schweizer Händler fragen.
Helicat muß ich entgegenhalten - wenn es nur um die Optik geht, dann ist es auch uninterssant, was für ein Mineral es ist. Ich hoffe zumindest das ist Dir noch bekannt. Mit dem Wiederverkaufswert hat das natürlich auch etwas zu tun, aber die wenigsten Sammler denken vorrangig ans Verkaufen Ihrer Sammelstücke. Insofern ist der Fundort nicht für den finanziellen Wert eines Minerals ausschlaggebend sondern man sollte bei jeder Art Sammlung - nicht nur Minerale und Fossilien - so viel wie möglich über seine Sammelobjekte wissen. Andernfalls kommt man so auf das Niveau eines Eichhörnchens, welches Nüsse zusammenträgt.
Gruß
Uwe
Psaronius:
Hallo,
muss Uwe applaudieren !
Er hat absolut recht. - Diese andere Art von Sammelei erinnert mich etwas an das Zusammentragen von Bierdeckeln, Würfelzuckerstückchen oder Sammeltassen (Obwohl es ja auch da welche geben soll, die ihre Sammelobjekte nach historischen Gesichtspunkten betrachten und untersuchen...).
Für solche Art von Sammeln sind die Mineralien und Fossilien einfach zu wichtig und zu interessant.
Es gibt da ja schon solchen negativen Extreme, dass einige Millionäre kraft ihrer Finanzen Super-Funde den Museen vor der Nase wegkaufen und diese Stücke nur als Kapitalanlage horten, ohne eine wirkliche Beziehung zu den Sammelstücken zu haben... Diese Stücke sind dann auch erstmal für jegliche wissenschaftliche Arbeit nicht mehr nutzbar.
...
Gruß
Psaronius
Tobi:
Naja, man muss ja nun auch ohne wissenschaftliche Aspekte sammeln und Freude an Mineralien haben dürfen. Ich habe ja auch streng genommen keinen wissenschaftlichen Bezug zur Mineralogie und betreibe meine Sammlung ganz einfach nur als Schausammlung (natürlich schon mit einem gewissen mineralogischem Interesse), um möglichst attraktive Exemplare aus der Welt der Mineralien zusammen zu tragen. Aber - und da muss ich Uwe und dir zustimmen - auch in diesem Fall ist es meiner Meinung nach unglaublich wichtig, die Fundorte seiner Stücke wenn möglich zu kennen. Schließlich geht es hier ja nicht um etwas von Menschenhand Gemachtes, sondern um Schätze aus dem Inneren der Erde, und dazu gehört nun mal schon eine Angabe über die Herkunft.
Wie gesagt, natürlich gibt es auch jene, die zur Verschönerung ihres Wohnzimmers sich ein paar Amethystgeoden und ein paar Bergkristalle ins Regal stellen, die sie auf dem Weihnachtsmarkt gekauft haben. In einem solchen, wirklich reinen "Deko"-Sinne braucht man natürlich auch keine Fundorte. Aber wenn man wirklich (Sammler)-Mineralien sammelt und sich für die Materie interessiert, dann wird man in der Regel auch darum bemüht sein, die Fundorte seiner Stücke zu kennen.
Für mich ist es jedenfalls immer wieder ärgerlich, wenn ich - etwa durch eine Schenkung oder Übernahme einer Sammlung - an schöne Stufen komme, bei denen kein Fundort dabei ist, eben gerade WEIL viele Leute die Einstellung haben, dass es ja egal ist ...
Gruß
Ralf:
Ob die Sammlung exakt beschriftet ist oder nicht, ist subjektiv gesehen vollkommen wurscht. Die Sammlung dient ja in erster Linie der Freude des Sammelnden und der muß entscheiden.
Aber ein wichtiger Punkt wird dabei oft vergessen und das ist der materielle Wert einer Sammlung. Dieser kommt in der Regel erst dann zum Tragen, wenn man sich von der Sammlung oder Teilen davon, trennen will. Meist jedoch, wenn die Erben eine Sammlung aus dem Nachlass zu verkaufen versuchen.
Wie oft hab ich schon vor Sammlungen aus Nachlass gestanden und bedauernd ablehnen müssen, da diese nur sehr unzureichend oder gar nicht dokumentiert war. Dabei wäre es ein einfachens und ohne großen Aufwand möglich, hier für Werterhalt zu sorgen. Einfach eine fortlaufende Nummer auf das Stück geschrieben, irgendwo hinten oder unten an unverfänglicher Stelle und dann eine Liste per PC, wo man die Daten der jeweiligen Stufe vermerkt. Etiketten sind gar nicht so notwendig. Wenn man bedenkt, dass man ja nicht jeden Tag 20 Stufen in die Sammlung aufnimmt, ein verschwindend geringer Aufwand.
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