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Autor Thema: Beryll Irfersgrün  (Gelesen 42202 mal)

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Offline Jochen1Knochen

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #30 am: 29 Oct 12, 21:26 »
Hallo!
Gräbst du im Weg mal so rum,wirst du feststellen,daß bis vorn zur Kurve alle Radspuren mit Material vom Schurf verfüllt sind.
Bitte aber wieder zumachen!Haben wir damals auch gemacht!!
Hier und da ließen sich dann aber auch mal paar größere Schörle finden.
Die großen Schörle früher kamen aus einer einzelnen Schicht.
Der ganze Pegmatit ist plattig aufgebaut,wodurch parallele Klüfte entstehen.
Oben ist noch Turmalin da.Rechts ist der Rutil und der Citrin,mittig nur Quarzlagen,welcher durch ein breites Muscovitband begrenzt wird.
Rechts und unterhalb und auf dem Weg war der Beryll,teilweise im blanken Granitgrus.
Links ist überhaupt nüscht mehr da.Da ist alles blanko Orthoklas ohne Angriffsmöglichkeit.
Gruß Jens
« Letzte Änderung: 29 Oct 12, 21:37 von Jochen1Knochen »

Offline docedelsachs

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #31 am: 29 Oct 12, 22:25 »
Hallo Jochen1Knochen,

ich habe geschrieben, dass der Drusenhohlraum sich in die Tiefe fortsetzt und Berylle nicht im anstehenden gefunden wurden, möchte aber nicht behaupten, dass es diese nicht gab oder gibt, die Berylle, die anstanden. Wenn Steine durch Verwitterung abrollen und sich in bestimmten Regionen oder Schichten wieder konzentrieren nennt man das ein Seifenbildung, was übrigens in alten Bachläufen typisch ist. So liegt hier beides vor. Natürlich hat man den Sand verwendet und dann die edlen Sachen beim Wegbau und im Schurf entdeckt, ich dachte das war verständlich. Eigentlich ist die Fundstelle schon historisch und bloß in den 60iger Jahren wiederentdeckt worden.

Offline Jochen1Knochen

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #32 am: 29 Oct 12, 22:47 »
An der Fundstelle ist tatsächlich von einem größeren Verbrochenem Drußenhohlraum mit einer ursprünglichen Häufung von Aquamarinen im oberen Teil auszugehen, der sich auch heute noch in die Tiefe fortsetzt.

Das hier hast du geschrieben ;D
Weiterhin möchte ich sagen,daß sich meine Antworten nicht nur auf dich allein beziehen.Ich schreibe allgemein alle damit an.
Zwecks der Verwitterung,oder Seifenbildung war allgemein gemünzt ;)
Gruß Jens

Offline docedelsachs

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #33 am: 30 Oct 12, 10:08 »
Na gut vielleicht etwas unglücklich formuliert, aber bitte genau lesen und beim zitieren dann auch alles zitieren, so dass der Zusammenhang nicht verlorengeht ich habe deutlich geschrieben,
An der Fundstelle ist tatsächlich von einem größeren Verbrochenem Drußenhohlraum mit einer ursprünglichen Häufung von Aquamarinen im oberen Teil auszugehen, der sich auch heute noch in die Tiefe fortsetzt. Wobei mir nich bekannt ist, das der Aquamarin im Anstehenden gefunden wurde. Über die Bildung der Berylle von dort gibt es mehrere nich abschließend belegte Theorien
...

Wenn also der Aquamarin nicht im Anstehenden gefunden wurde kann es möglicherweise auch keine AQUAMARINDruse als solche mehr geben die sich in die Tiefe fortsetzt, dass ist das was bis jetzt die Praxis gezeigt hat. Ich weiss es nicht ob Beryll im Anstehenden noch an einer Stelle dort in der Tiefe vorkommt, dafür bräuchte man dort eine flächenmäßige Grabung mit großen Maschinen, - fällt wegen hier bereits diskutierten Gründen leider aus. Es gibt, wie ich auch geschrieben habe mehrere Theorien zur Entstehung des Berylls dort. Eine davon ist, dass der Beryll wie eine Art Schwarm den Pegmatit säulenartig durchzogen hat, mehrere seitlich verwachsene tektonisch vebrochene und wieder verheilte Berylle und auch übereinanderlegbare passgenaue Stücke einheitlicher Qualitäten und Sorten(in Bezug auf Farbe, Reinheit und Form der Berylls von Irfersgrün) fördern diese eine Theorie, aber wie gesagt auch hier hätte es von Anfang an konsequenterer Forschung bedurft... und es ist nur eine Therie von vielen. Auf jeden Fall war der ursprüngliche Pegmatit mehreren Phasen unterlegen Chalcedonverkrustungen bzw. Hornsteinüberzüge deuten unter anderem darauf hin.

Schön, das hier so eine rege Diskussion zu einer so bedeutenden Fundstelle entstanden ist, eigentlich wollte ich bloß mal die Sache mit den Bildern ansprechen, hat sich da schon was ergeben und jemand eine Antwort auf Nachfragen bekommen oder weitere Hinweise?
« Letzte Änderung: 30 Oct 12, 10:13 von docedelsachs »

Offline Jochen1Knochen

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #34 am: 30 Oct 12, 21:54 »

 übereinanderlegbare passgenaue Stücke einheitlicher Qualitäten und Sorten

Hallo!
Hast du sowas schon gesehen?
Gruß Jens

Offline docedelsachs

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #35 am: 31 Oct 12, 13:29 »
Ja, aber leider nicht in meiner eigenen Sammlung. Vor ein paar Jahren, na ja Ende der Neunziger, haben da mal welche richtig reingetrieben und in einer Schicht mehrere Aquamarine gefunden, wo einzelne Stücke tatsächlich übereinander gepasst haben. Das habe ich mir vor Ort staunend :o mit angucken dürfen. Abbekommen habe ich leider nichts davon :'(. Seitlich verwachsene gibt es wirklich, hatte ein ehemaliger Sammelfreund in seiner Sammlung, war insgesammt rund 3,5 - 4 cm. Ja, die Aquas sind dort sehr vielseitig vorgekommen, wie schon gesagt wirklich wenige auch mit Endflächen in verschiedener Ausprägung der Endflächen, wobei die spitz zulaufenden flächenlosen, bzw. rekristallisierten(oft mit korrodiert beschrieben) am häufigsten vorkamen.

Schönen Feiertag Docedelsachs

Offline Jochen1Knochen

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #36 am: 31 Oct 12, 20:57 »
Vor ein paar Jahren, na ja Ende der Neunziger, haben da mal welche richtig reingetrieben und in einer Schicht mehrere Aquamarine gefunden, wo einzelne Stücke tatsächlich übereinander gepasst haben.
Hallo!
Darüber möchte ich gern mehr erfahren.Ich wüßte gern,ob das Loch auf der rechten Seite gegraben wurde.Vom Weg aus gesehen!
Das würde mir als Info vorerst reichen.
Gruß Jens

Offline docedelsachs

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #37 am: 05 Nov 12, 16:26 »
Das Loch bzw. die breitere Schürfung mit der Schicht war nicht auf der ganz rechten Seite vom Weg aus gesehen, eher zentral vom unteren Drittel des Schurfs in den auslaufenden Bereich vom Weg.

Warum die spezielle Nachfrage zur rechten Seite, hast du diesbezüglich Erfahrungen von der rechten Seite des Schurfs die du hier mit in Forum einbringen möchtest?

G. A. Docedelsachs

Offline Steinmetz

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #38 am: 05 Nov 12, 19:22 »
Hallo Martin,

ich möchte doch gern mal wissen, wo oder von wem Du diese interessanten Vorstellungen dieser wohl doch intensiv ausgebeuteten und nun historischen Fundstelle her hast. Du kannst da dem Jens schon mal etwas glauben, den er hat wohl vom Irfersgrüner Turmalinschurf doch etwas mehr Erfahrung als Du  ;).
Bringe bitte hier mal ein paar Fakten mit ein und untermaure damit Deine Behauptungen! Du schreibst immer nur: habe da und dort bei dem Sammler usw. gesehen.  Oder sind es alles nur Wunschträume?
Wenn ja, wirst Du wohl noch einige Zeit warten müssen, bis die neue Generation von Aquamarin heranwächst ;D ;D ;D.

Besten Gruß vom Steinmetz.




Offline Jochen1Knochen

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #39 am: 05 Nov 12, 20:35 »
Das Loch bzw. die breitere Schürfung mit der Schicht war nicht auf der ganz rechten Seite vom Weg aus gesehen, eher zentral vom unteren Drittel des Schurfs in den auslaufenden Bereich vom Weg.
Hallo!
Also normalerweise ist in diesem Bereich der alte Abraum und tiefer kommt blanker,nackter Granit ;D
Vieleicht haben diese Typies ja einen Cordierit aus dem Abraum zerschlagen und wieder zusammengebastelt. ;)
Gruß Jens

Offline Jochen1Knochen

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #40 am: 05 Nov 12, 20:40 »
schau mal in der Lapis (war wohl Heft 7/8 1990) nach. Da sind Bilder von meinen Apatitfunden. Die waren auch mehr grünlich. Leider kann ich zur Zeit kein Bild einstellen

Hallo!
Ist das sicher dieses Heft?Das würde ich mir gern kaufen wollen,aber im Inhaltsverzeichnis steht da nix von Irfersgrüner Apatiten. ???
Gruß Jens

Offline Jochen1Knochen

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #41 am: 05 Nov 12, 21:13 »
schau mal in der Lapis (war wohl Heft 7/8 1990) nach. Da sind Bilder von meinen Apatitfunden. Die waren auch mehr grünlich. Leider kann ich zur Zeit kein Bild einstellen

Hallo!
Ist das sicher dieses Heft?Das würde ich mir gern kaufen wollen,aber im Inhaltsverzeichnis steht da nix von Irfersgrüner Apatiten. ???
Gruß Jens

O.k.-selber schon gefunden!Das ist das Heft von 1992

Offline Conny3

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #42 am: 05 Nov 12, 21:54 »
Hallo Jens,

ja das war später als der Sparnbergartikel. Ich werde auch demnächst noch ein paar Bilder von den Apatiten (nicht nur die in der Lapis abgebildeten) hier zeigen. Manche waren auch hellblau und recht klein. Grünliche gab es aber auch. Mein damaliger Beryllfund stammte auch aus dem hier schon beschriebenen Bereich des Schurfes, soweit ich mich erinnere.


Gruß Conny

Offline docedelsachs

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Re: Beryll Irfersgrün
« Antwort #43 am: 06 Nov 12, 09:09 »
Hallo Conny, danke erst einmal für deine Bestätigung, in dem Bereich wurde auch noch weiter vorher schon recht gut gefunden, auch wenn nicht jeder da was hat finden können ;). Irgendwann geht es halt mal gegen Null, wenn immer wieder darin rumgewühlt wird.

@Jens, ja du hast Recht, da kam dann wirklich an den meisten Stellen in der Tiefe der Granitsand aus der Verwitterung im Anstehenden, in der besagten Schicht darüber und im Sand selbst kamen die Berylle, oben drauf ist natürlich der Schutt, aus den Sachen wie du sie schon beschrieben hast. Es waren AquamarinE die mir an besagtem Schurf bzgl. deiner Nachfrage gezeigt wurden. Das als Cordierit bezeichnete Material war extra mit dabei.

Du hast es ja hier schon recht gut zusammengefasst, mit den Ergänzungen von anderen Beiträgen und Erfahrungen gibt das Ganze für den Leser dieses Beitrages insgesammt ein Bild zu dieser bedeutenden Fundstelle in Sachsen.

...Die großen Schörle früher kamen aus einer einzelnen Schicht....
... und auf dem Weg war der Beryll,teilweise im blanken Granitgrus...


Man muss bei diesem Fundpunkt wirklich sagen, dass er historisch ist, das will ja niemend in Abrede stellen. Die 90iger Jahren gehören hier m. E. ja auch eigentlich schon zu einer Zeit der Nachlese - bis heute, mit immer weiter nachlassender Funddichte von allen Mineralien dort und eben besonders den Aquamarin(aber das hatten wir hier ja schon ausführlich), wenn man davon ausgeht, dass der Fundpunkt in den frühen 60iger Jahren WIEDERENTDECKT wurde und das gute Material damals von wenigen eingeweihten Sammlern auch viel nach Westdeutschland über Jahre verkauft wurde bzw. in der ehemaligen DDR gutes Tauschmaterial darstellte. Davon abgesehen, ist wie hier schon ausführlich und richtig beschrieben, der Wald in Privatbesitz mit Sammelverbot. Der Besitzer ist da wirklich sehr konsequent.

@Harald, wenn du faktisch etwas zum Beitrag hinzuzufügen hast, dann bitte ich das tun, andere Mitleser und Schreiber würden sich bestimmt freuen. Ich kenne deine Erfahrungen von dort nicht und ich kenne dich nicht, also bitte ich dich hier bitte nicht persönlich zu werden, das ist keine Art und Weise sich fachlich zu diesem gut diskutierten Beitrag zu äußeren und sich hier für ALLE einzubringen.

Offline Conny3

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Beryll und Apatit Irfersgrün
« Antwort #44 am: 06 Nov 12, 09:44 »
Hallo,

ich habe jetzt auch einmal einige meiner Altfunde von Apatit vom Schurf Irfersgrün herausgekramt. Den hellblauen Apatit hatte ich zunächst auch erst als "Beryll" bezeichnet, da in der Literatur (Vollstädt) nichts von Apatit stand . Das mit dem Apatit steht auch so in dem Lapiskurzartikel von 1992 drin (Besonderer Eigenfund).

Hier nun die Bilder:

1: kommt auch ins Lexikon, BB ca. 20 mm

2:ist hellblauer winziger Apatit auf Mikroklin, BB: ca. 20 mm solches Material versuchte ich dann vor Ort zu finden. Es gab größere Brocken mit dieser feinkörnigen Matrix. Selten waren da die Apatite drauf, noch seltener dann die Drusen.

3: ein flacher, plattiger grüner Apatit mit ca. 17 mm Länge, 2 mm breit (?) war ein Einzelfund in dieser Größe (leider rissig)
Alle Funde vor 1988! In diese Zeit fällt auch mein Aquamarinfund (1988), der in der Lapis teilweise abgebildet und im Lexikon komplett neu abgebildet ist.

Gruß Conny
« Letzte Änderung: 06 Nov 12, 19:36 von Conny3 »

 

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