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Autor Thema: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen  (Gelesen 1479 mal)

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Offline sulzbacher

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Hallo Sammlerkollegen,

mich würde mal Eure Meinung zu einem Stück interessieren:

Eigenfund aus den 1990er Jahren vom Skarn Sparnberg b. Hirschberg; Bildbreite ca. 4 cm

Trotz der meiner Meinung nach etwas ungewöhnlichen olivschwarzen Farbe würde ich diese traubigen Krusten als Chrysokoll ansprechen.

Was meint Ihr?

Danke schon mal im Voraus und Glück Auf

Hans-Jürgen

Offline oliverOliver

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Re: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen
« Antwort #1 am: 19 Mar 22, 18:16 »
hallo Hans-Jügen,
hast du auch ein etwas größeres Foto, bei dem man ein wenig in die Details hineinzoomen könnte?
Chrysokoll bin ich vorerst mal ein wenig skeptisch ...
lg + ga
oliver

Offline felsenmammut

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Re: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen
« Antwort #2 am: 19 Mar 22, 21:43 »
Glück Auf!

Der Chrysokoll von Sparnberg zeigt eigentlich das Chrysokoll-übliche Farbspektrum von grünblau bis dunkeltürkis und ist sehr oft (ich will nicht behaupten immer, da ich nicht jedes Chrysokollstück von Sparnberg gesehen habe) in granatreichem Skarnmaterial enthalten. Ich will zu dem angefragten Stück nichts behaupten, aber mal leise den Verdacht äußern auf Variscit/Wavellit und damit die Vermutung auf Geotopverseuchung durch anthropogen verschleptes Belegmaterial. Variscit/Wavellit gibt es an etlichen Fundstellen im Thüringisch-Fränkisch-Vogtländisches Schiefergebirge. Es könnte auch ein anderes, gerne kollomorph ausgebildetes Mineral sein. Dann wird man aber mit der Ferndiagnose an die Grenzen stoßen. Was ist die Ritzhärte von dem fraglichen Material? Ist Fluoreszenz zu beobachten? Wie sehen die Bruchflächen aus? Erkennt man radialstrahliges Wachstum oder nur splittrigen Bruch. Ist die Bruchfläche matt oder glänzend?

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline sulzbacher

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Re: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen
« Antwort #3 am: 20 Mar 22, 13:53 »
Hallo Oliver und Max,

erstmal herzlichen Dank für Eure Meinungen; rein von der Optik wäre Variscit schon ein heißer Kandidat gewesen.
Soweit ich mich erinnern kann - der Fund ist vom Mai 1994 - sollte das Stück aber aus dem Anstehenden stammen und nicht von einer
Entsorgungshalde.
Die Kugeln können mit der Nadelspitze zerdrückt werden, also geh ich von einer Härte eher Richtung 3 als 4 aus. Eine Fluoreszenz ist nicht feststellbar.
Der Aufbau ist definitiv nicht radialstrahlig wie beim Wavellit. Ein Teil der größeren Kugeln scheinen innen hohl zu sein. Der Aufbau scheint auch nicht konzentrisch , sondern eine gleichmäßige Fläche zu sein.
Anbei noch Bilder von Details und der Rückseite (vielleicht hilft die Rückseite ja weiter, die glänzenden graugrünen Punkte auf dem 2. Bild könnten undeutlich ausgebildete Granate sein).
Also am sinnvollsten mal feststellen, ob Cu oder AL enthalten ist ?
Danke und schönen Sonntag
Glückauf
Hans-Jürgen

Offline heli

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Re: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen
« Antwort #4 am: 21 Mar 22, 08:53 »
Hallo,

was es auch immer ist, nach den Detailfotos kann man zumindest Chrysokoll eindeutig ausschließen.

Grüße

Online Haldenkobold

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Re: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen
« Antwort #5 am: 21 Mar 22, 10:23 »
Hallo,

Ich verfolge die Diskussion mit Interesse. Das Gestein könnte aber schon Skarn sein von dem was ich sehe. Oder was meint ihr?

Wäre eine Aufnahme der Rückseite möglich?

Gruß Lars

Offline lohme

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Re: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen
« Antwort #6 am: 22 Mar 22, 08:45 »
Hallo,
das Stück sieht schon so aus, als ob es von Sparnberg stammt. Der Chrysokoll von dort ist aber in der Regel recht farbenfroh. Es gibt aber auch Stufen bei denen die Blau-grüntöne in ein Schwarz übergehen. Die hier abgebildete Stufe würde ich aber auch eher für ein anderes Mineral halten. Ich würde auch in Richtung Variscit tippen. Ich hab mal 2 typische Sparnberger angehängt.

gruss Daniel

Offline sulzbacher

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Re: Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen
« Antwort #7 am: 23 Mar 22, 07:44 »
Hallo und erstmal Danke für die Meinungen,

also dass die Stufe in Sparnberg aufgefunden wurde, ist eigentlich unstrittig. Eine Verwechslung mit einem anderen Fundort kann ich zu 100% ausschließen. Die Frage ist nur aus dem Anstehenden (wie ich mich dunkel zu erinnern glaube) oder aus einer Entsorgungshalde (was ich zu 95% ausschließen möchte).
Wurde denn Variscit in Sparnberg schon mal gefunden bzw. wäre ein Vorkommen aufgrund der Gegebenheiten überhaupt möglich?

Glückauf
Hans-Jürgen

 

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[erledigte Bestimmungen / completed determinations] Re: Koslenz ??? / FO nicht zuordenbar von Bruno80090 07 Feb 26, 18:29