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Autor Thema: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.  (Gelesen 102860 mal)

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Offline Tobi

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #90 am: 11 Jan 09, 22:29 »
Da hast du natürlich Recht. Ich kritisiere ja auch nicht die Leute, die sowas VERkaufen (die wären wirklich schön doof, wenn sie nicht den Maximalpreis rausholen würden), sondern die KÄUFER von derart überteuerter Ware, die ja eigentlich (als gehobene Mineraliensammler) wissen müssten, dass sie das Ganze auch wesentlich günstiger bekommen könnten. Aber natürlich ist es auch eine Sache von Prestige, wenn man Stufen hat, auf deren Etikett Collectors Edge oder The Arkenstone steht ...

Haldenschreck

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #91 am: 11 Jan 09, 22:37 »
Hallo zusammen
Ich bin Sammler und Verkäufer aber meiner Meinung nach macht es wenig Sinn über Preise zu diskutieren oder gar zu jammern. Das gab es schon immer und wird auch immer so sein das manche Minerale sehr teuer oder gar überteuert anbieten und manche wieder billig oder zubillig (wie Ramsch) ihre Stücke loswerden möchten.Da Minerale (anders als bei Münzen oder Briefmarken) keinen Preislisten unterliegen weil sie Unikate sind und für die es nun mal keine Listen geben kann ist es immer eine Gratwanderung in der
Preisgestaltung oder im Kaufverhalten.Entweder man kauf oder nicht aber über Preis Diskussionen zu führen bringt nichts und ändert den Tatbestand auch nicht.

Jau, so ist es.

Offline jayjay

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #92 am: 12 Jan 09, 05:46 »
Für mich als Wiedereinsteiger ist es nur interessant zu erfahren, wie eben das Preisniveau im "allgemeinen" ist.
Also euer Bauchgefühl, dass Amerika teurer ist als hier, dass es in München auf den Mineralientagen teurer ist als auf kleinen Börsen.
Das es natürlich immer und überall mal die Chance auf Schnäppchen gibt ist klar, aber so über den Daumen gepeilt.


Offline Tobi

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #93 am: 12 Jan 09, 11:25 »
Ich würde das jetzt nicht als "Bauchgefühl" bezeichnen, es sind ja belegbare Beobachtungen in nackten Zahlen ...

Offline Schluchti

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #94 am: 12 Jan 09, 12:09 »
Also euer Bauchgefühl, dass Amerika teurer ist als hier

Kann man so pauschal nicht sagen. In den letzten Jahren sind mir immer wieder einheimische Klassiker bei amerikanischen Händlern (auch den ganz großen) begegnet, die man in Deutschland auf Börsen (nicht nur München) für deutlich höhere Preise handeln würde. Genaues hinsehen und Verfolgen der Angebote kann daher nicht schaden. Auch die Versandkosten müssen nicht extrem teuer sein. Worauf man aber achten sollte, ist die Einfuhrumsatzsteuer. Wenn das Paket durchgewunken wird okay, aber im Ernstfall sollte man mit 19% bei Massenware und 7% bei museumsgeeigneten Stücken rechnen. 

Offline Tobi

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #95 am: 12 Jan 09, 13:26 »
In den letzten Jahren sind mir immer wieder einheimische Klassiker bei amerikanischen Händlern (auch den ganz großen) begegnet, die man in Deutschland auf Börsen (nicht nur München) für deutlich höhere Preise handeln würde.
Hm, das ist interessant und ich glaube dir auch gerne, dass das in Einzelfällen so war. Aber gerade die deutschen Klassiker sind es oftmals, die ich zu völlig absurden Wucherpreisen sehe, zumindest bei den namhaften Händlern. Wenn wirklich seltene Klassiker in guter Qualität (z.B. gute Proustit-Kristalle aus Schlema, Fluorit-Topstufen aus klassischen Lagerstätten etc.) enorme Summen kosten, dann ist das das Normalste auf der Welt, kann keiner was sagen. Aber wenn ich dann ein 5-cm-Normalstüfchen Baryt aus Dreislar sehe, was für mehrere hundert Dollar angeboten wird, dann sieht es schon wieder anders aus. Dasselbe gilt auch für "Massenware" aus anderen Ländern, siehe Vanadinit-Beispiel von gestern in diesem Thread.

Naja, verallgemeinern kann man natürlich nicht, von daher hast du natürlich nicht Unrecht mit der These, dass man mit wachsamem Auge auch mal von amerikanischer Seite ein unverhofftes Schnäppchen machen kann ...

Gruß

Offline koibonsai

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #96 am: 12 Jan 09, 14:15 »
Die Stufenpreise... für mich manchmal ganz schön überzogen... Das sammeln ist für mich ein Hobby und soll auch ein Hobby bleiben.. Mittlerweile habe ich mir die Taktik angewöhnt, ein bestimmer Betrag im Monat.. und dann sehen.. auf Börsen und bei Ebay.. Es ist manchmal nicht nachzuvollziehen wie hoch die Differenz bei den Sammelstücken ist. Ich lege mich nie im voraus fest, irgendwas bestimmtes zu erwerben..Habe allerdings meine Sammlungsschwerpunkte.. Wer teuer kaufen will oder kann OK... aber nicht mein Problem...Durch diese Taktik habe ich mir in den letzten, gut 20 Jahren, eine doch sehr ansehnliche und überwiegend gute bis sehr gute Sammlung zugelegt.
Ich möchte nur noch ein kleines aktuelles Beispiel vom Herbst anführen. Eine Faustgroße Kupferkiesstufe vom Füsseberg/Siegerland sehr gute XX für 15 Euro Börse in Dottendorf... "Schlechters"  gab es auch schon für 80 Euros.... Einfach die Augen aufhalten,Geduld haben, vergleichen, dann geht das schon....auch preiswerter.
Grüße und viel Erfolg beim "Vergleichen"
Peter

Offline DonMineral

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #97 am: 15 Jan 09, 16:06 »
Gruss Freunde,
in jeder Krise gibt es eine Marktstagnation, die sich danach wieder auflöst... Die Preise richten sich immer nach dem Einkauf, und da liegt das probem der Handelskette an sich, die im Mineralienhandel sehr undurchsichtig ist, und oft nicht nachvollziehbar. Jeder H^¨andler hat seine Kosten die er draufschlägt, und wenn er wie jetzt in der Kriese weniger Umsatz macht sind diese im Verhältnis  dazu höher als wenn es gut läuft. Dem Sammler geht es auf kleinen Börsen auch so ...
Wenn ich aus Marokko an Ralf Achate verkaufe schlägt er 100 Prozent drauf und die Kosten und verkauft als Grosshändler an einn Händler der auf die Messe geht. Der schlägt dann wieder 100 Prozent drauf weil er zusätzlich zu seinem Geschäft die Messekosten umlegt...somit vermehrt sich der preis.
Ob der dann noch im Verhältnis zum Wert steht ist dann sacvhe des Endkunden.
Ein Apfelsienenbauer in Spanien bekommt auch nur 30Cent für sein Kg und in Supermarkt kostet das dann 2.5 Euro...das ist das System der Handelsketten, daher vermarkten viele Biobauern selbst und verkaufen direkt vor Ort.
Bei Mineralien ist das wegen der transportkosten und den Entfernungen immer nicht möglich, daher wird es diese Preisunterschiede immer geben...Auch wenn ich wie Schlqngenotto ...von der Mine zu Ihnen verkaufe brauche ich einen LKW mit WOMO und einen Anhänger um dann auf die kleinen Börsen direkt zu den Sammlern zu fahren  und das kostet auch Geld das der Sammler schlechthin bezahlen muss.
Auch wenn du nach Marokko fährst und selbst klopfen willst, hast du Kosten und kannst im Flieger nur 30 Kg mitnehmn
Gruss Don Ronaldo 

Offline caliastos

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #98 am: 15 Jan 09, 23:51 »
relativ würde ich meinen. nicht jeder schlägt 100% drauf, auch wenn 150% üblich sind. man kann schon direkt vor ort oder mit möglichst wenig zwischenhändlern kaufen. bevorzuge ich z.b.
der wert eines stückes an sich ist relativ. genaugenommen nicht mehr als der finder dafür bekommt bzw. an arbeitskosten anfällt. nehmen wir mal edelsteine. sind da ein nettes beispiel. in afrika gibt es nach wie vor zahlreiche diamantengräber, die für grundbesitzer diamanten ausgraben. das geld reicht gerade so zum leben auf minimum. der grundbesitzer allein schwelgt durch den verkauf an die händler bereits im luxus. diese verdienen durch den weiterverkauf wieder gehörig. die großen händler wenden noch etwas geld mehr in schliff auf und verkaufen das fertige stück wieder weiter. die ganzen kosten für transport und arbeit mögen z.b. bei 100€ liegen. der finder hat davon gerade mal 1€ erhalten. der schleifer 5€. das stück wird nun aber zu 3000€+ verkauft.
nun die frage: was ist das stück wert? an sich nichts, da die summen nicht fair aufgeteilt werden. lieber würde ich dem digger 1000€ in die hand drücken als den ganzen zwischenhändler, die faire preise nicht kennen die 3000€.

die transportkosten sind an sich nicht unbedingt die welt. solange es sich z.b. lohnt krabben von hier nach asien und zurückzuschicken, weil dort die arbeiter billiger sind, sind die transportkosten an sich nicht zu hoch. bezogen auf masse an sich peanuts. wurde von bekannten teilweise ziemlich deutlich vorgemacht. selber hatte ich mir auch mal 5 kg achat aus übersee geordert. mit versand, der dabei 65% der kosten ausgemacht hat war ich bei 25€ als kg-preis für mich. je kilo ergaben sich ca. 8-10 hälften. effektiv mit bearbeitung gekostet hat mich damals die hälfte dann weniger als 10€. sehen tu ich aber vergleichbare und schlechtere stück zwischen 10€ und 100€. also der transport wird da sicher nicht schuld sein, da ich die gleichen kosten zu tragen hatte.

verrückt finde ich nur die tatsache dass stücke, die ich später wieder aussortiert und zu selbstkosten angeboten habe bei ebay zu einem vielfachen der kosten weggingen, obwohl sie nicht mal zu den besseren zählten. umgekehrt sind bessere stücke kaum loszuwerden, selbst zu selbstkosten.

logisch erscheint das alle mal nicht. man merkt aber sehr schnell welche summe oft auf stücke aufgeschkagen werden.

Offline raritätenjäger

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #99 am: 21 Jan 09, 08:54 »
Hallo,

was die besseren Sachen aus Deutschland und Europa angeht, würde ich Schluchti zustimmen wollen. Was teuer ist, sind Baryt und Fluorit. Da aber über den Großen Teich ein anderes Sammlergefüge herrscht als hierzulande, kann man etwa eine größere Breithauptitstufe von Andreasberg mit altem Etikett schon mal für 100 Dollar sehen. Und so einen Aerugit von Johanngeorgenstadt, wie er bei Lavinsky auftauchte, sucht man hier auch vergebens. Wobei "Schnäppchen" bei dem Stück dann schon wieder relativ zu sehen war.

Letztlich muss man überall wachsam sein und zugreifen :D

Gruß
Andreas

Offline Ralf

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #100 am: 21 Jan 09, 23:30 »

Wenn ich aus Marokko an Ralf Achate verkaufe schlägt er 100 Prozent drauf und die Kosten und verkauft als Grosshändler an einn Händler der auf die Messe geht. Der schlägt dann wieder 100 Prozent drauf weil er zusätzlich zu seinem Geschäft die Messekosten umlegt...somit vermehrt sich der preis.

Ääähh, das hatte ich vollkommen überlesen.

Wenn ich jemals Achate von Dir kaufen würde ! wäre das ganz bestimmt nicht automatisch so, wie Du es geschildert hast. Die Kalkulationen sind völlig unterschiedlich. Dieses generell 100% Gehabe trifft möglicherweise auf Gelegenheitshändler zu. Im echten Leben arbeitet man mit Mischkalkulationen.
In diese Kalkulation fließen z.B. auch Verluste mit unseriösen Lieferanten oder schlechtem Material ein. Ein Grund, warum ich z.B. bei mir völlig fremden Anbietern  nie in Vorkasse gehe. Schon gar nicht, wenn ein " Großhändler " mir erklärt er brauche einen Vorschuß von ein paar hundert Euro um die zu liefernde Ware bei seinem Steinesucher kaufen zu können. Sowas beeinflusst die Kalkulation und macht die Ware im Endeffekt teurer. 

Offline crunchyrocks

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #101 am: 29 Jan 09, 05:58 »
aber vielen wollen nur schnell viel kohle verdienen. jedenfalls icst das auch mein eindruck auf börsen und großen händlern. zum glück konnte ich im laufe der zeit einige kleine händler und auch privatleute auftun die noch sehr humane preise haben.

Offline STRAHLER

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #102 am: 29 Jan 09, 09:18 »
zum glück konnte ich im laufe der zeit einige kleine händler und auch privatleute auftun die noch sehr humane preise haben.

ich denke, ich bin einer von denen die noch human geblieben sind, was den Verkauf von Mineralien betrifft. Reich kann man dabei nur  werden, wenn genug Verrückte da sind, die so einen hohen Preis für Mineralien zahlen, welcher meist jenseits von "Gut und Böse" liegt. Mal sehen was sich dieses Jahr wieder für "Preistreiber" auf den Börsen rumtreiben.

Grüße vom STRAHLER

Offline Schluchti

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #103 am: 29 Jan 09, 09:36 »
Sehr interessant wird die Auktion sein, in der Bestände von Kevin Ward versilbert werden. Sicher sind da einige nette Stufen dabei, wobei selbst die minimalen Schätzpreise, vorsichtig formuliert, sehr optimistisch sind. Kann man hier verfolgen und mitbieten:


http://www.sgbh.com/Shop/Control/fp/SFV/30298/page/absenteebids/attpk_5078/28837/attpk_5433/280115/order_by/bin_location/order/asc

Offline smoeller

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #104 am: 29 Jan 09, 09:43 »
Hallo,

Das liegt auch daran, dass Sammler und Kleinsthändler in der Regel weniger Fixkosten haben und als das Ganze als Nebenverdienst laufen haben. Sammler und Kleinsthändler (sofern nicht selbständig) können daher auch ganz anders kalkulieren. Vor allem lagern sie in der Regel die Mineralien in der eigenen Wohnung, so dass Miete für Lager- und Ladenräume entfällt. Diese Ersparnis kommt letztlich den Sammlern zugute, die bei ihnen kaufen. Zudem kommen oft selbst gesammelte oder auf Börsen, bei Online-Auktionen etc. gekaufte Stücke zum Verkauf, sodass Importrisiken, Versandkosten weltweit und Zölle entfallen.

Generell ist meine Beobachtung, dass der Preis für Mineralien in Deutschland, im Vergleich zu den USA und England durchaus human ist. Aber ich will nicht abstreiten, dass es nicht dort auch Schnäppchen gibt und in D teures Material.
Glück Auf!
Smoeller