Hallo Ferdl,
das ist vollkommen richtig, herzlichen Glückwunsch!
Zu finden waren die Uranminen von Oklo in Gabon, Afrika. Wie Ferdl schon richtig schrieb, weicht das Isotopenverhältnis des Urans aus dieser Lagerstätte ganz leicht von allen anderen Fundstellen auf der Welt ab. Heute weiß man, dass die Ursache für die Abweichung ein vor ca. 2 Mrd. Jahren stattgefundener Spaltprozess war, in dem der U-235 Anteil teilweise gespalten wurde. Durch einmalige geologische Gegebenheiten und den damals aufgrund der kürzeren Halbwertszeit von U-235 zu U-238 noch deutlich höheren (ca. 3-4%) Anteils des spaltbaren U-235 im Isotopengemisch war es möglich, dass in mehreren Zonen in diesem Bereich durch einsickerndes Oberflächenwasser als Moderator die schnellen Spaltneutronen aus der Spontanspaltung des Urans moderiert wurden und wiederum neue, induzierte Kernspaltungen auslösten. Es entstand eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion. Durch die bei der Kernspaltung freigesetzte Energie erwärmte sich dieser Bereich so lange, bis das eingesickerte Wasser wieder verdampfte. Damit fehlte der Moderator, und die induzierte Kernspaltung kam zum Erliegen. Der Bereich kühlte ab, und einsickerndes Oberflächenwasser startete den Prozess von neuem. So waren in Oklo mehrere natürliche Kernreaktoren über mehrere millionen Jahre im Pulsbetrieb, solange bis zu viel U-235 durch seine kürzere HWZ zerfallen war, als dass noch eine leichtwassermoderierte Kettenreaktion entstehen konnte.
Jetzt mag man anhand der Zahlen sagen, dass diese Abweichung ja kleiner als ein Promille ist, wo ist da jetzt das Problem? Nun das ergibt sich dann automatisch, wenn man tausende Tonnen von dem Erz verarbeitet, und hinterher erklären muss, wo denn die mehrere kg spaltbares Material hingekommen sind, die eigentlich hätten da sein müssen…

Somit ist Ferdl der Gewinner, und darf ein neues Rätsel auflegen!
Grüße Markus